Honig abfüllen beim Rühren...

  • Liebe Imkers,
    nun rühre ich schon so ein paar Wochen lang brav in den 12,5kg-Bottichen und naja, bisher tut sich nicht allzuviel. Die kleineren Mengen werden langsam fester; die großen Eimer bleiben unverändert trotz recht kühler Lagerung.


    Nun habe ich aber immer wieder die Situation, daß ich mal zwischendurch was abfüllen mag - zum Selberessen, Probieren-lassen, usw.


    Mit der Kelle ist das ein blödes Gemansche - dabei habe ich doch so einen feinen Edelstahlabfühlbottich; da könnte ich auch ohne Eimerwechsel gut rühren.


    Nur: der hat eben nur so einen Stülpdeckel, rund 5 cm hohe Kante aber ich habe Sorge, daß der hygroskopische Honig da kräftig Wasser zieht und gärt. Steht im Keller; also nicht ganz so knochentrocken.


    Was ist die Fachmeinung dazu - völlig übertriebene Sorge oder berechtigte Bedenken?
    Wäre da ein Kunststoff-Hobbock mit Quetschhahn und Plastikschnappdeckel sinnvoller?
    Oder gibt es da einen Tipp, sowas wie Haushaltsfolie drauftun um sich dagegen abzusichern?
    Oder kippt Ihr Euren Honig wirklich nur zum Abfüllen in den Hobbock und laßt ihn ansonsten leer im Schranke stehen?
    Oder geduldet Ihr Euch und esst nur Honig vom Vorjahr?


    Für die Tipps dankt
    Melanie

  • Hymenoptera schrieb:


    völlig übertriebene Sorge oder berechtigte Bedenken?

    Wenn der Deckel nicht Dicht ist, laß es

    Zitat

    Wäre da ein Kunststoff-Hobbock mit Quetschhahn und Plastikschnappdeckel sinnvoller?

    Auf jeden Fall. Ist billig und präzise mit hahn versehen immer die Empfehlung

    Zitat

    oder gibt es da einen Tipp, sowas wie Haushaltsfolie drauftun um sich dagegen abzusichern?

    Weiß ich nicht, hab' ich nie probiert, wenn's schief geht haste den Shit

    Zitat

    Oder kippt Ihr Euren Honig wirklich nur zum Abfüllen in den Hobbock und laßt ihn ansonsten leer im Schranke stehen?

    Ja, weil ich den Abfüllhobbock nicht in den Auftauer kriege und wenn dort 20 oder mehr Kilo raps zu stein werden dann sehe ich alt aus

    Zitat

    Oder geduldet Ihr Euch und esst nur Honig vom Vorjahr?

    Nö, aber ich rühre nur Honig, der sicher fest wird also raps oder der bereits fest war.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hymenoptera schrieb:

    Liebe Imkers,
    nun rühre ich schon so ein paar Wochen lang brav in den 12,5kg-Bottichen und naja, bisher tut sich nicht allzuviel.
    ......


    Warum rührst Du den Honig so lange? 5 Tage, jeweils früh und Abends max. 10 min rühren, sollte völlig ausreichend sein. Und danach in die Gläser füllen. Jedenfalls so mache ich das (wenn ich nicht gerade den Rapshonig "überrühre" indem ich ihn manchmal eine Stunde am Stück rühre.......).


    Ich rühre den Honig direkt im Abfüllkübel (meine beiden sind aus Edelstahl, die Plastikhobbocks mit Quetschhahn tue ich mir nie wieder an......).
    Du siehst es richtig: Die Abfüllkübel stehen die allermeiste Zeit des Jahres leer im Keller.......


    Honig in einem Gefäß lagern, dass nicht dicht abschließt, sollte man nicht machen. Die Gefahr des "Sauer werdens" ist nicht unerheblich.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • nur so ein kleiner tipp, ich bin auch jemand, der am liebsten gleich vom frisch geschleuderten probieren will, deshalb halte ich einfach ein glass unter den ausguss der schleuder, (natürlich vorher durch das grobe sieb, und fülle mir da 2 glässer ab,
    bis die gegessen sind, ist der honig meist schon gerührt


    abfülleimer hab ich auch nicht, es wird in den 10 liter eimern gerührt, in die er bei schleudern kamm, und dann mit der großen kelle, später in der küche abgefüllt, wenn mann das alles am stück macht, über dem eimer, ist das keine große sauerei, und das bischen was da an der kelle bleibt lassen sich bei einem 10 liter eimer verschmerzen

  • Also, ich hab' mir einen 40-l-Hobbock mit Quetschhahn ausgerüstet. Das geht super. Das einzige ist, daß man beim Rühren ein bißchen aufpassen muß, damit der Rührer nicht dauernd von innen gegen den Metallring am Quetschhahn dängelt. Sonst gibt's im letzten abgefüllten Glas ein paar Metallspäne.

  • Radix das ist ein Post von 2006 ;)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"