Komische Sanftmut

  • Hallo,


    ich mache gerade eine totale Bauerneuerung über Kunstschwarm bei meinem Stabilbauvolk und weisele gleichzeitig um. (Also: Alte Beute 2 m weggestellt und 90° gedreht, neue Kö in neue Beute mit MW an alten Platz, Hälfte der Bienen in Siebkasten gefegt, Kö ausgesiebt, Futtertasche gefüllt mit Weizenstärkesirup HF 1575.)


    Das Stabilbauvolk war seit es die eigene Jungkönigin nach dem Fall der Schwärme hat, sehr aggressiv und nervös, trotz Rauch und offenem Honig. Immer die Stachel nach oben, nach dem ersten Ruckeln an der ersten Wabe 100 Bienen in der Luft, die gegen das Visier prasseln. Beim Öffnen der neuen Beute ist nach 3 Tagen die Futtertasche leer, die Kö schreitet mit Hofstaat über die taufrischen, rasant ausgebauten Waben und die Arbeiterinnen sind nach der üblichen Rauchgabe vor dem Öffnen - friedlich.


    Wie das? :o So habe ich die noch nie erlebt. Ahnen die, welcher Ton die neue Chefin in Zukunft anschlagen wird? Oder handelt es sich um einen multifunktionalen Wundersirup, der nicht nur die Bauleistung pusht, sondern die Bienen auch noch lieb macht?


    Fragt


    Johannes

  • Hallo Johannes,


    du hast wahrscheinlich den Sirup mit dem Valiumzusatz erwischt, der war eigentlich für die Vorführvölker beim "ZDF-Fernsehgarten" gedacht. :lol::D 
    Nee, aber Spass beiseite, diese Beobachtung macht man tatsächlich schonmal öfter. Sobald die Pheromone der neuen Königin zu wirken beginnen, ändern die Arbeiterinnen komplett ihr Verhalten, schon faszinierend.
    Ich habe einen im Mai eingefangenen fremden Schwarm, der biestig war wie die Sau, durch ein Sieb gelassen, um die Königin zu finden.
    Dabei haben die mich verstochen, das war à la bonheur.
    Kaum war die neue Königin, noch im Ausfreßkäfig, dabei, waren die gleichen Bienen lammfromm.
    Sei doch froh, daß es nicht umgekehrt ist. :wink:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Jungens,


    das ist anders, die Bienen wurden von Euch erzogen. Das ist wie Zureiten oder wie zu Boden dominieren. Ihr habt denen gezeigt dassas so nicht geht und ihnen gedroht die Königin wegzunehmen und sie haben das nicht geglaubt und trotzdem weitergestochen und Euch genervt. Nun ham' se den Salat und nun glauben sie wer am längeren Hebel sitzt und daß Ihr tatsächlich Ernst macht mitt'n Abdrücken ham'se nu ja auch gesehen.


    Die Mädels haben jetzt einfach Schiß nochmal unangenehm aufzufallen. Bei nächsten Male drückt Ihr vielleicht alle ab. Wissen die's?


    ...


    Aber ganz eindeutig scheint mir das bei Dir, Johannes, das Schwarmprogramm zu sein. So'ne Biene ist nicht multitaskingfähig (obwohl Frau :wink: ) Nachdem der Wabenbau weg war und die Bude neu und leer, sind die neu bebootet (bzw. gebuded, von Bude = zu Hause) worden und mit Microbeen-Schwarm V 3.1 Supportpack 3a hochgefahren was die noch in der Firmware hatten und da läuft Summantec-Budeverteidigen V1.3 nicht mehr im Hintergrund mit. Und wenn doch, dann so langsam, daß es nicht mehr stört.


    Jede Wette, daß die genauso handzahm geworden wären mittas alde Mistvieh. Zumindest solange weder Waben noch Brut noch Vorräte da sind. Da laufen die ganzen Summantecprogramme nicht.


    Neue Königin Version 7 in der 2005er Version oder höher ist die Installationsroutine von Microbeen-Schwarm V 3.1. Da läuft hinterher also auch nix anderes mehr so wie vorher. Wenn sie's denn merken. Manchaml verhinder aber Budeverteidigen (besonders die älteren Versionen) sogar diese Installation.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • :D Summ-an-tec... einfach klasse! Ich sach Dir, die summten mich an, das war nicht von schlechten Eltern. (Oder gerade doch von schlechten.) Und jetzt ist das Altvolk auch noch weisellos. Die summen schon an, wenn ich aus 3 km Entfernung an sie denke. Von wegen Volk kleiner=friedlicher...

  • Moin Arnd,


    ich mache seit 16 Jahren in PC. Da erlebt man so Einiges. Ich bin kein Windows-Kind. Ich hab' gelernt Programme zu schreiben, die samt Daten auf 360k-Disketten abzulegen waren. Wenn heute einer ein Program schreibt, das 2 Eingaben abfragt und dann die Summe ins Display schreibt, dann braucht der einen PC mit mindestens Pentium 4 und 1G Hauptspeicher und das Programm paßt dann geradeso auf 'ne DVD. Und natürlich muß der neueste Explorer, das aktuellste Supportpack und Java installiert sein und das Programm wird seine zwar nicht benötigten Grafikroutinen bei jedem Aufruf aus dem Internet aktualisieren und mit Fehler abbrechen, wenn das Internet nicht wenigstens DSL-Geschwindigkeit hat.


    Wenn Du jetzt eine gewisse Abneigung gegen PC's raushörst, dann hörst Du falsch. Hier kommt eine gewisse Abneigung gegen Windows-Kinder und Ich-kann-ohne-64-Bit-Engine-nicht-programmieren-Programmierer zum Ausdruck.


    Ich bin ein CP/M und DOS-Kind ich kann Wordstar und ein Brief ist auch heute noch nichts als ein Brief ... Ich brauche keine html-Ausgabe und online-Publikation um eine Rechnung zu reklamieren und mein Füller schreibt auch noch, obwohl ich den mit 'ner Spritze aus Patronenn füllen muß, weil lose Tinte inzwischen irgendwie Luxus zu sein scheint.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Goil !!!
    Einer von der alten Sorte...
    Hach, schnüff dass ich das noch erleben darf :D:D:D:D 
    Ich sach nur Sinclair ZX81 mit Datasette !!!!! Das waren noch Zeiten.
    (Ich weiss, dass is jetzt offtopic, aber das musste sein nachdem ich das gelesen habe)
    Kollegiale Grüsse
    vom Lodda

    3 Völker auf Segeberger (eine Inselkönigin)

  • Muss ich auch noch a bisserl klugscheissen. "Datasette" war aber von Commodore für die C16/64/128. Am Sinclair konntest du aber einen beliebigen Casettenrecorder mit 3,5mm Klinke anschließen. Das waren wirklich noch Zeiten! Echte "Spanabhebende EDV". Mein Einstiegssystem war ein Commodore PET, auch mit "Bandlaufwerk".

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Na, da warn wir doch ganz futuristisch: Vattern schaffte den ersten Computer an, den meist dann ich bediente: Turbo-AT (einer der ersten 286er mit 10 statt 6 oder 8 MHz Taktfrequenz), 1 MB Hauptspeicher (von denen aber nur 640 KB angesprochen werden konnten, die restlichen 360 waren virtuelle Festplatte). Und nix Bandlaufwerk: 5 1/4 Zoll-Disketten! Hercules-Graphikkarte (monochrom)! Und die Riesenfestplatte: 20 MB (machte ein Geräusch wie eine Kreuzung aus Klapperschlange und Hilti). Programmiert hab' ich das Ding mit Turbopascal 3.0, alles gnadenlos Textmodus, das brandneue Graphikmodul kam erst kurz vor der Ausrangierung des Rechners. Schön, wenn der Compiler zum 12. Mal durchratterte und schließlich ohne Fehlermeldung übersetzt hatte!


    Stockkarten hätte man auch damit führen können. Vielleicht reaktiviere ich das Ding mal für die aufstrebende Imkerei aus dem elterlichen Speicher. Hat jemand einen funktionierenden 14-Zoll-Monochrom-Bildschirm übrig (aus denkmalschützerischen Gründen bitte bernsteinfarbene Anzeige, keine grüne)?

  • Ey Johannes, da biste aber auch recht früh eingestiegen.


    reiner
    hihihi neneeeee ich hatte einen ZX81 mit Datasette
    (Hab mir den damals selbst zusammen gepfrimelt)
    danach war dann C64 'Load "blahhblahh",8,1'


    Liebe Grüsse


    PS: Jetzt wäre doch eine statistik angebracht um den Zusammenhang zu klären warum Sinclair oder Comodore Freaks Imker geworden sind
     :lol::lol::lol:

    3 Völker auf Segeberger (eine Inselkönigin)

  • Johannes Haller schrieb:

    Nee, nee: ich fand Commodore immer Scheiße. Neidisch war ich auf meinen Freund in der Straße, der hatte 'nen Apple-II-Nachbau, das hatte Stil.


    :) waaas? So ein Apple II-Nachbau war mein erster Meßrechner..... 2 Diskettenlaufwerke: Eine Diskette für das Betriebssystem und mein Meßprogramm (hand made) und eine Diskette zum Speichern der Daten. Festplatte gab es nicht.
    Und das lief so einige Jahre, bis er "sich verabschiedete"... Das Meßprogramm für einen Windows-Rechner umschreiben, war Horror: Die häufigste Fehlermeldung: "Windows hat nicht genügend Ressourchen" :lol:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"