Alles im Eimer - Schleudertrauma

  • Moin Imkers,


    nehmt bloß keine billigen Eimer zum Schleudern!


    Ich habe Sonnabend meinen Lindenhonig geschleudert. 24 Zargen wollte ich schaffen (hab' ich am Ende auch). Um 3 hab ich mir dann mal eine Kaffepause gegönnt, nicht ohne Angst, der Eimer könnte überlaufen. Also hab' ich erst 10 Minuten geschleudert und dann den Eimer umgeschüttet und einen neuen untergestellt. Müßte reichen für ein Kaffee und zwei Bienenstich.


    Reichte auch! :D
     
    Ich komm also zur laufenden Schleuder zurück und sehe, daß genau in dem Momente der Eimer mit einem hauchdünnen Faden am Ausguß überzulaufen beginnt. Ich lache (könnte ja schlimmer kommen :wink: ) und freue mich über das Bombentiming, greife den andern leeren Eimer. stelle den unter und hebe den vollen hoch --> Ein Knack, ein Knall, ein Schlag auf die (im Arbeitsschuh geschützen) Füße und ich hab nur noch den Henkel in der Hand. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit zugreifen half nichts, gegen den Verlust von etwa 2/3 des Eimerinhaltes auf den Schleuderraumboden. Der leere Eimer wurde getroffen und weggeschossen und die Schleuder lief und lief. Ehe ich mich versah' breitete sich um mich und unter mir der schwer gewonnen wertvolle Honig aus. Natürlich klebten auch die Hosenbeine und Schuhe. Das Timing war hin und ich bin gegen 0:00 Uhr dann ins Bett gefallen ...


    Ich darf Euch versichern:
    1. Honig ist schwerer als Wasser.
    2. Kunststoffeimer verabschieden sich vom Henkel unter Dreingabe der Ösen.
    3. Ich hab keine Lust mehr auf Klebrichkeit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    Henry Du hast mein vollstes Mitgefühl
    aber merke
    AUS SCHADEN WIRD MAN KLUG
    oder
    WER ARBEITET MACHT FEHLER
    WER NIX ARBEITET MACHT KEINE FEHLER
    UND WER KEINE FEHLER MACHT
    DER WIRD BEFÖRDERT


    Kopf hoch es kann nur besser werden


    Gruß Uwe

  • Henry schrieb:

    Moin Imkers,


    nehmt bloß keine billigen Eimer zum Schleudern!


    ...wer den Schaden hat, .... :D


    Aber damit man daraus lernen kann: Welche Sorte Eimer war das, der so billig im Angebot war, dass Du ihn gleich zum Honig abfüllen genommen hast und er Dich erinnert hat: "Wer billig kauft, kauft teuer"? :wink: (..oder war es ein "preisveredelter Eimer": Teuer im Preis aber billig in der Herstellung? :-? )


    Die 25 kg-Eimer aus dem "Imkereifachhandel"?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Das waren Curver Wassereimer mit weißem Kunststoffhänkel und mit Ausgießer. curvergrau, also leicht gesprenkelt. Die Griffe sind am Ende mit einer angeformten Klemme in einen hohle Öse eingehakt. Der Griff hat in der Klemme nach oben gerichtete Bolzenstummel die sich in der Öse treffen und bei Belastung die Bolzenstummel in der Öse halten sollen.


    Auf einer Seite ist die Hälfte der Klemme weggebrochen auf der andern hat es die Öse aus dem Eimerrand gerissen. Weitere Versuche hab' ich nicht angestellt und bin auch Bißchen voreingenommen jetzt gegenüber Curver. (woher das nur kommt? :evil: ) Und Eimern gegenüber allgemein.


    Ich glaube fast ich will mich generell mit Gefäßen erst einmal nicht mehr beschäftigen.


    Die nächsten Eimer werden welche mit durchgehendem metallischen Hänkel. Das ist die letzte Erkenntnis.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • :lol: Vergiss es!
    Ich hatte Ambrosia-Eimer, mit Metallbügel....
    Die "alten" Eimer gehen, die neuen (seit 3 Jahren) gehen NICHT, der Bügel reißt da sehr gerne ebenfalls aus.
    Man merkt den Unterschied schon beim Anheben: die alten bleiben rund, die neuen werden eher oval.
    Ich hab mir so manchen Eimer Futter deshalb schon über die Füße geschüttet.....


    Und Curver-Eimer sind ja auch nur bis 10kg tragfest. 10 Liter Honig wiegen aber nun mal mehr....
    Vielleicht sollte man ja doch mal in anständige Edelstahl-Eimer von Westfalia investieren?:wink:

    15,49€

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    :lol: Vergiss es!
    Ich hatte Ambrosia-Eimer, mit Metallbügel....
    Die "alten" Eimer gehen, die neuen (seit 3 Jahren) gehen NICHT, der Bügel reißt da sehr gerne ebenfalls aus.
    Man merkt den Unterschied schon beim Anheben: die alten bleiben rund, die neuen werden eher oval.



    GENAU DAS ist meine Beobachtung mit meinen neuen 25 kg-Eimern aus dem "gut sortierten Imkereifachhandel" :-? 
    Darum auch meine Frage nach dem "Eimer-Typ",..... jedenfalls habe ich zu den Dingern kein großes Vertrauen........ (..und die 40 kg Hobbocks sind mir zu unhandlich und zu schwer.......)

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Auch wenn ich das Thema nicht vertiefen will, weil die Wunden noch schmerzen und sich brandig über meine zarte geschundene Imkerseele ziehen (erst den Bienen den Honig abgenommen, dann verschüttet) Ich brauch Umkippeimer mit etwa 5l Inhalt und etwa 10l Reserve die notfalls auch alle 15l aushalten. Ich schütte damit den rohen geschleuderten Honig in den oben stehenden Siebkübel und laß' ihn dort durchlaufen in die Lagereimer die bereits auf der Palette stehen. Das Umschütten erfolgt also immer wenn der Eimer halb voll ist und es gerade paßt. Ein ganzer Eimer geht ohnehin nicht in den Einlaßhub des Siebkübels. Und die Reserve ist für solche Sachen wie: Schleuder war durch Bruch verstopft und wird plötzlich frei oder Entdeckeln dauert länger oder Imker pennt usw.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also die goldene Imkerehrennadel für die echt gelungene Titelzeile Deines Threads - naja und für die Lehren, die Dein Erlebnis anderen ImkerInnen hoffentlich erspart. Und ich dachte schon, schlimmer als mein überlaufender Honigeimer kann es nicht mehr werden...mein Beileid!


    Ich habe diese gelben 12,5 kgler Honigeimer fürs Auffangen (ist aber auch nur ne 6Waben-Schleuder für Mutters Hausgebrauch) aber ich traue den Griffen nie über den Weg und schleppe sie immer an beiden Seiten...ist wohl auch ganz gut so, was?


    Herrjeh, Du wirst ja zig kubikmeter Wasser gebraucht haben um das vom Boden wegzubekommen...


    Mein Beileid!


    Melanie

  • Nee, Melanie,


    viel Wasser braucht man nicht, gegen Honiggeklebe. Eigentlich bin ich sogar immer wieder erstaunt wie wenig man braucht. Honig löst sich wirklich wunderbar und klebt schon ab ganz geringer Verdünnung nicht mehr.


    Erst hab' ich natürlich die 25kg :wink: ausgelaufenen Honig mit dem Teigschaber in den Schaumeimer umgeschippt und dann erst die Reste der 50kg :wink: verlorenen Honigs aufgewischt. Dazu braucht man wirklich nur zwei Eimer klares lauwarmes Wischwasser und schon ist die Verklebung durch die 100kg :wink: vermatzten Honig so restlos weg, daß man nicht glauben würde, daß hier im Schleuderraum gerade noch 200kg :wink: Honig ausgelaufen sind und alles 5 cm hoch unter Lindenhonig stand. Wirklich. Sagte ich schon, daß ich auf diese Weise gutt 400kg Honig versaut hab? :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Hymenoptera schrieb:

    buaaaaahh, das tut aber weh...herrjeh, hast Du das Deinen Bienen schon gestanden?

    Ich trau mich nicht mehr hin :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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