Honigwaben putzen lassen

  • Hallo,


    irgendwo war hier mal ein Thread über die Frage, wie man im Spätsommer die honigfeuchten Waben/Zargen behandelt. Bisher hatte ich die mit einem etwas unguten Gefühl honigfeucht eingelagert und im nächsten Jahr so wieder aufgesetzt.


    Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal die Waben putzen lassen (ich glaub', der Tip kam von Lothar): Die Waben in Wasser tunken, je eine Zarge unter ein Volk und unter Absperrgitter, am nächsten Tag die nächste und die vorherige über Bienenflucht aufs selbe Volk draufsetzen, wieder am nächsten Tag oben die leer geputzte bienenfreie Zarge abnehmen. Vorher hatte ich die beim Heißluftentdeckeln geschlossen gebliebenen Zellen mit dem Stockmeißel aufgerissen.


    Auf die Weise sind jetzt alle unsere Honigräume durch unser Gartenvolk rotiert und strahlen und duften vor sich hin, daß man sie am liebsten als Zimmerschmuck in eine Vase stellen möchte. Alle Fransen und Wachströpfchen wegrepariert, das Wachs total honigtrocken; das einzige was da noch klebt, ist ein bißchen frische Propolis. Ein phantastischer Duft wie nach Zitronen und Linden.


    Und ein total gutes Gewissen, keinen ameisenanziehenden, sich langsam verdünnenden, womöglich angärenden Honigschmodder im Keller stehen zu haben...


    Okay, ist wohl eher was für Hobbyisten. Aber schön isset trotzdem.

  • Wie lange darf man die denn oben drauf lassen bis sie sauber sind?


    Hatte das nach der 1. Schleuderung gemacht und da haben sie mir blitzschnell wieder die Räume gefüllt anstatt sie nur zu putzen...war ja auch kein Drama (da sehr leckere Füllung) aber jetzt sollen sie lieber leer bleiben. Allerdings hatte ich sie auch nicht getaucht; das muß ich damit noch mal probieren...


    Melanie

  • Hallo Zusammen,
    der Tipp kam bestimmt n i c h t von mir.
    Einen ähnlichen Tipp habe ich einmal im Zusammenhang zu Melizitosehonig gegeben.
    Ich überwinter einen Teil der Honigwaben so wie sie aus der Schleuder kommen.
    Natürlich mit Nummer des Volkes auf den Rahmen geschrieben.
    Diese kommen als Wabenkern in die Mitte des Honigraumes.
    Links und rechts wird dann mit Mittelwänden aufgefüllt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.