Winterfutter

  • Moin, moin,
    wir gehen hier doch eigentlich immer davon aus, daß das Winterfutter in den Zellen sich über die wärmere und feuchtere Luft der Traube selbst verflüssigt, indem es Wasser zieht.
    Kann es sei, daß die Bienen es durchaus auch aufheizen, um es "rüsselfertig" zu bekommen?
    Sozusagen selber einschmelzen?
    Hat mal wer die Temperatur an den jeweils aktuellen Futterstellen gemessen?
    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß die Mädels auf dem eisekalten(=Außentemperatur) Futter sitzen und sich dieses absolut nicht rüsselfreundliche zähe Zeugs reinziehen.....
    (auch Futtersirup wird um 0°C recht dick und zäh, sogar im Originalzustand, also ohne eingedickt zu sein)
    Wer weiß was? :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin, denkst Du schon an den Winter bei 35°C im Schatten?


    sabi(e)ne schrieb:

    wir gehen hier doch eigentlich immer davon aus, daß das Winterfutter in den Zellen sich über die wärmere und feuchtere Luft der Traube selbst verflüssigt, indem es Wasser zieht.

    Ja, davon kann man wohl ausgehen und das passiert auch mit offenem Futter außerhalb oder auch innerhalb zurückgelassen in der FZ.

    Zitat


    Kann es sei, daß die Bienen es durchaus auch aufheizen, um es "rüsselfertig" zu bekommen? Sozusagen selber einschmelzen?

    Nein, niemals nicht. Egal ob Honig oder Invertzucker, die Kälte des Futters ist nötig, damit sich dort die Feuchtigkeit niederschlägt. Wäre das Futter wärmer als der Rest der Kiste, dann würde es trockener und eben nicht flüssiger. Das würde also kontraproduktiv sein. Weil somit im Winter nicht zu beschaffendes Wasser abhanden käme. Das Lösungswasser stammt aus der Verdauung also der chem. Verbrennung des Zuckers und wenn es (durch Zugluft) aus der Beute gedunstet wird, dann verhungert das Bienenvolk auf oder in der Nähe von festem Futter. Ein weiterer Faktor ist die gigantische Wärmemenge die Honig bzw. Zucker in solch dichten Lösungen hat. Niemals könnten die Bienen die Energie aufbringen um Winterfutter ducrh eigene Wärme zu verflüssigen. Richtig flüssig wird es ja nicht unter 20-30°C. So warm kriegen die niemals nicht eine Wabe hinter der ja noch einen eiskalte Wabengasse gegenkühlt.

    Zitat


    Hat mal wer die Temperatur an den jeweils aktuellen Futterstellen gemessen?

    Wenn Du mir sagts wo die gerade fressen, dann meß ich ma' da. :lol:

    Zitat

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß die Mädels auf dem eisekalten(=Außentemperatur) Futter sitzen und sich dieses absolut nicht rüsselfreundliche zähe Zeugs reinziehen.

    Konzentrier Dich und sage "Ohm" :o , das geht schon. Stell' Dir einfach vor wies wirklich ist:


    Das Futter zieht nicht wirklich Wasser das Wasser zieht Futter. Das kalte entdeckelte Winterfutter nimmt die Feuchtigkeit nicht als ganzes auf, es ist zu kalt dafür (vergl. Braunsche Molekularbewegung) sondern nur an seiner obersten Oberfläche ganz oben. Prinzip Lutscher. Da wo sich das Wasser niederschlägt zieht das Wasser Futter und dann kommt die Biene und schleckt das ab. Wie früher die Sabi(e)ne eben auch am Lutscher. Der Lutscher selbst bleibt hart aber auf ihm drauf da klebst. Bis nix mehr da ist. Lutscher kann man aber auch auflösen, wenn man sie richtig heiß macht, macht aber keiner, weil er dann der Sabi(e)ne den Mund verbrennen würde. :lol: Oder wenn man den Lutscher ewig lange ins Wasser stellt. Wir haben aber nur das Niederschlagswasser in der Beute. Es ist ja kein Aquarium nicht. Oder?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • :lol: Okay, begriffen.


    Nächste Frage: pH-Wert?
    Honig ist ja durchaus im sauren Bereich, bzw. auf jeden Fall unter 7.
    Wie sieht es mit unserem Winterfutter aus?
    Ansäuern oder nicht?
    Bienen an der Tränke nehmen Wasser mit VitC und Salz jedenfalls eindeutig lieber auf als Wasser pur.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Da, Sabi(e)ne, verlassen sie mich,


    alles kann man ja auch nicht wissen. Dahab (Stadt in Arabien) isch keene Ahnung. Bin ich jetzt durchgefallen? :cry: Mag'st Du mich noch? :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder