Kandierter Honig in den Waben

  • Hallo,
    ich habe heute geschleudert. Etwa ein Drittel des Honigs ist allerdings in den Waben geblieben. Was tun?
    Tragen die Bienen dien Honig um und ich probiers später nochmal oder ist der Honig verloren?
    Hätte ich früher schleudern sollen, war heuer eh scho das 3. Mal.
    Hm kann mir einer helfen? :roll:

    Optimisten sind genau so oft im Unrecht wie Pessimisten, jedoch glücklicher dabei

  • Das Problem kenne ich.
    Da hilft nur rechtzeitig schleudern. ;)


    Ansonsten häng die Waben wieder rein. Entweder fressen ihn die Bienen oder tragen ihn um. Dein Honig ist also nicht verloren.

    Das Leben ist viel zu bunt um es nur in schwarz-weiss zu sehen !

  • dies kam heute per emailverteiler vom bieneninstitut celle:


    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Nds|Christian schrieb:

    dies kam heute per emailverteiler vom bieneninstitut celle:


    Zitat

    .
    Das Abernten des dunklen Honigs muss möglichst vollständig geschehen, da eine Überwinterung auf diesem Honig die Kotblasen der Bienen stark belastet und dadurch Ruhrerscheinungen hervorrufen kann sowie die Bienen verhungern können. Daher müssen auch im Brutraum brutfreie Waldhonigwaben entnommen werden. Nach dem notwendigen scharfen abernteten sind die Futtervorräte umgehend durch Zucker- oder Sirupfütterungen zu ergänzen.


    Habe Heute Abend meine Ableger durchgesehen (ohne Schutzanzug) :D:D und festgestellt, dass diese 2 - 3 Waben voller Waldhonig haben. Ich werde diese ausschleudern, da eine problemlose Überwinterung mit diesen sehr zweifelhaft ist. Nehmt euch den Rat des Bieneninstituts zu Herzen und schleudert die Ableger.
    Gott sei Dank bekamen sie heuer, bedingt durch das unwahrscheinliche Trachtvorhaben kein g Zucker, sodass ich diesen Honig verwenden kann!

  • Hallo Xare,
    Hallo Zusammen,
    Xare, wer rät so was?
    Welches Institut hat das verbockt?
    Die Ableger schleudern.
    Haben die das tatsächlich so formuliert?
    Nee, glaub ich nicht.
    Höchstens Waben mit Walttrachthonig aus den Ablegern entnehmen und schleudern.
    So kann ich das glauben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • öhm lothar, einfach nurmal ein post weiter über FX schauen. ich glaub, da werden deine fragen beantwortet.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo zusammen,
    danke für den Tipp, ich würde eigentlich nicht meinen Ablegern Waben entnehmen und die Wirtschaftsvölker wollte ich jetzt auch in Ruhe lassen.


    Nun bin ich durch Zufall drauf gekommen, daß ich überhaupt Waldhonig habe. Bei uns gibt es kaum Tannen in der Nähe, nur viele Kiefern und die honigen angeblich nicht.
    Heute habe ich erfolgreich mein Schulprojekt abgeschlossen (könnte mir selbst auf die Schulter klopfen). In dessen Rahmen haben wir auch Honig geschleudert und ich hatte 2 Waben aus meinem Stock dabei. Siehe da, es kam Waldhonig raus. Jetzt kann ich nochmals unsere Völker durchgehen und nach Honig schauen.
    Sieht man bei verdeckeltem Honig, ob es Waldhonig ist? An der Farbe?
    Sollte man wirklich bei den Wirtschaftsvölkern auch brutfreie Waben aus dem Brutraum abschleudern? Da soll doch eigentlich alles drin bleiben.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • holmi schrieb:

    Bei uns gibt es kaum Tannen in der Nähe, nur viele Kiefern und die honigen angeblich nicht.
    holmi


    Die Große Braune Kiefernrindenlaus honigt Juli/August zwar sehr gut, aber selten, der Honig ist im Gegensatz zum Fichtenhonig (dunkel) oder Tannenhonig (rötlich) sehr hell!!


    holmi schrieb:

    Sieht man bei verdeckeltem Honig, ob es Waldhonig ist? An der Farbe?
    holmi


    Nein, das könnte definitiv nur einé Untrsuchung!


    holmi schrieb:


    Jetzt kann ich nochmals unsere Völker durchgehen und nach Honig schauen.
    holmi


    Ja freu dich doch :D:D:D


    holmi schrieb:


    Sollte man wirklich bei den Wirtschaftsvölkern auch brutfreie Waben aus dem Brutraum abschleudern? Da soll doch eigentlich alles drin bleiben.
    holmi


    Du kannst ja auch auf den Rat anderer Forumsmitglieder hören, die da immer schreiben: "Der Brutraum bleibt unangetastet" und ich sage: Raus mit dem Zeugs und durch eine Zuckerauffütterung ersetzen!
    Ich schleudere die Honigwaben meiner Ableger alle aus ( Lieber Lothar, war das gramtikalisch und satztechnisch in Ordnung) :lol::lol:

  • Guido Eich schrieb:

    ... Ein in der Literatur beschriebenes Umtragen lassen des Wabeninhaltes (z.B. nach Einweichen oder Ansprühen mit Wasser) funktioniert in der Regel nicht ...


    Hallo Beute und übrige Leidensgenossen,


    ... keine Regel ohne Ausnahmen!
    Es geht doch zufriedenstellend, wenn auch etwas umständlich, wie von mir hier im Forum vor 3 Jahren beschrieben:
    http://imkerforum.de/viewtopic.php?p=8788#8788


    Der erste dort angegebene Link (Überwinterungsraum melezitosefrei bekommen) funzt nicht mehr.
    Hier die Korrektur: http://imkerforum.de/viewtopic.php?p=6458#6458


    Seit ich mit der Bremer Warmbau-Lagerbeute imkere, ist das Umtragen noch einfacher geworden:
    In dem neben dem Brutraum liegenden Honigraum stapele ich 9 leicht eingesprühte Melezitose-Waben WAAGRECHT übereinader, davor hängen einige Leerwaben.


    Dieser für die Bienen in unnatürlicher Weise gelagerte Honig wird sofort problemlos umgetragen.
    So verfahre ich beim Einfüttern auch mit vorjährigen Zuckerwaben mit teilweise kristallisiertem Inhalt.


    Leider werden Euch die Tragohren der Rähmchen Schwierigkeiten machen :( 
    Bei den Kunesa-Rähmchen der Bremer-Beute lassen sich die einfach abziehen :)

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo Genossen,


    (im Sinne von Genießen der Imkerei!). Eine Überwinterung MIT Waldhonig ist durchaus gut möglich (wie hätten sonst auch unsere Bienen die Jahrtausende davor überlebt?).


    Randwaben die mit Waldhonig ganz oder teilweise gefüllt sind, stellen kein Problem dar. Die kann man drinlassen. Beim Einfüttern werden diese ohnehin mit Futter überlagert, werden also erst im späten Frühjahr von den Bienen angepackt. Dann ist er aber sogar sehr förderlich für die Entwicklung.


    Wie schon mal erzählt haben Bio-Kollegen und ich im letzten Winter Rohrzucker verfüttert, insgesamt 9 Tonnen. Der Winter war ja sehr lang, aber bei keinem sind futterbedingte Verluste aufgetreten! Ein Kollege mit einigen Hundert Völkern macht es schon seit ein paar Jahren. Die "Reinheit" des Rohrzuckers kann man durchaus mit Waldhonig vergleichen. Bei den meisten Völkern war bei mir ein Honiganteil von etwa 20% noch vorhanden. Gut, wir haben alle Buckfastbienen unterscheidlichster Couleur, aber das kann der Unterschied eigentlich nicht sein.


    ABER, ein mit Waldhonig vollgepumptes Brutnest würde ich auch versuchen leerzubekommen, obwohl ich sowas noch nie selber gehabt habe.


    ALSO, nur keine Panik, Hektik oder Dogmatik, aber gutes Beobachten ist angesagt!


    Bitte bedenkt auch, dass das Überwintern auf Honig erst zum Problem wurde, (nein Bernhard, nicht durch die Rähmchenbude!) sondern durch die Einführung von Mittelwänden mit vergrößerten Zellen. Hier hat Freudenstein wohl die Ursache verkannt! Wie oben erzählt, überwintern meine Bienen (und die von Kollegen) auf Naturbau/kleineren Zellen mit fast jedem Futter problemlos!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner Schwarz schrieb:

    Bitte bedenkt auch, dass das Überwintern auf Honig erst zum Problem wurde, (nein Bernhard, nicht durch die Rähmchenbude!) sondern durch die Einführung von Mittelwänden mit vergrößerten Zellen. Hier hat Freudenstein wohl die Ursache verkannt! Wie oben erzählt, überwintern meine Bienen (und die von Kollegen) auf Naturbau/kleineren Zellen mit fast jedem Futter problemlos!


    Na Reiner,
    was schreibt denn da nachfolgend das Bieneninstitut Celle, warum brauchen wir diese noch, wenn wir es ja besser wissen. Das Überwintern früher mit Waldhonig ist ursächlich dem Blütenhoniganteil im Volke zuzuschreiben.
    Ich habe noch immer den Waldhonig abgeschleudert, auch bei den Ablegern, da er mit zu wertvoll als Winterfutter ist und ich ohnehin in die Forschungen eines Bieneninstitutes weit mehr Vertrauen habe, als in pauschale Aussagen! Auch mein Vater hat dies immer so gehändelt, da wurde eben dann der "rote Zucker" aufgefüttert oder ich mach mir eben die Mühe und füttere den Blütenhonig ein!


    Celle schreibt!
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    Das Abernten des dunklen Honigs muss möglichst vollständig geschehen, da eine Überwinterung auf diesem Honig die Kotblasen der Bienen stark belastet und dadurch Ruhrerscheinungen hervorrufen kann sowie die Bienen verhungern können. Daher müssen auch im Brutraum brutfreie Waldhonigwaben entnommen werden. Nach dem notwendigen scharfen abernteten sind die Futtervorräte umgehend durch Zucker- oder Sirupfütterungen zu ergänzen.


    - Jungvölker nicht vernachlässigen


    Auch bei den Ablegern ist eine Revision notwendig, meist haben sie größere Mengen Tauhonig eingetragen, der sehr schädlich für die Überwinterung ist. Der dunkle Honig ist möglichst vollständig zu entnehmen, die Futtervorräte widerrum mit Zucker- oder Sirupfütterungen zu ergänzen.
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