Standort Kiesgrube Ja oder nein?

  • Hallo,
    ich bräuchte mal eine Meinung der Standortexperten.
    Ich könnte zur alleinigen Nutzung für Kleinstgeld (100Öro/Jahr) eine ganze aufgelassene Sandgrube pachten, die seit 15 Jahren ungenutzt und entsprechend bewachsen ist.
    Das Ding ist wunderschön eingezäunt, und ca.30ha groß, von denen ca.25 etwa 25-30m tiefer liegen als die ganze Umgebung.
    Wo stell ich jetzt die Bienen hin: oben an den auch sehr gut bewachsenen Rand oder unten und mitten rein?
    Wind wäre also oben und unten kein Thema, aber müßte ich mir Gedanken über Kaltluftsee unten im Winter machen?
    Ein bißchen Wasser ist in der untersten Sohle, aber absaufen tut da nichts, weil ein paar Meter weiter die aktuelle Grube läuft, viel tiefer als die erste, und in die andere Richtung entwässert wird.
    Rein- und rausfahren geht auch ohne Allrad, also: oben oder unten?
    Wer hat Tipps für mich?
    Dankeschön im voraus! :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Wo stell ich jetzt die Bienen hin: oben an den auch sehr gut bewachsenen Rand oder unten und mitten rein?
    Dankeschön im voraus! :wink:


    Sabine normalerweis wäre halbe Höhe der ideale Standplatz,
    aber du wirst von mir keinen Rat annehmen.


    Oben ist nix und unten ist´s nix.


    Der "Bienenüberwinterungsexperte"" :D:D:D:D

  • sabi(e)ne schrieb:

    Halbe Höhe geht nicht, da ist nur 4m breiter Weg nach unten.
    Und nen Bagger für lau krieg ich dieses Jahr nimmer...... :wink:


    Sei mir nicht böse, dann reihst du dich wieder in die Reihen der Verlustimker ein, denn oben und unten ist es nix.


    Unten -- Kaltluftsee --- Oben u.a. Sturmgefahr!!! Wobei ich dann noch lieber oben bevorzugen würde!!

  • :o Oben ist nix mit Sturmgefahr!
    Das ist wie im Wald, alles dichtes Weidengebüsch, da weht nix um!
    Da sind mind. 5ha drumrum, und ich könnte von der Fläche her schon einiges dahinstellen.
    Wie gesagt, 15 Jahre Brache, die Weiden da sind um die 8m hoch.
    Auf der Nordseite sind so 500qm relativ freie Fläche an der Kante, wo der Startplatz der MotoCrosser war, da ist es auch gut anfahrbar. Nur hätten sie da wieder den ganzen Tag Sonne, und das ist auch nicht soooo toll.... :-? 
    Gar nicht so einfach diesmal, die anderen Plätze waren eindeutiger*ggg*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    den Standplatz nach den allgemein bekannten Bedingungen aussuchen:
    sonnig, windstill, mit "hof-artigen" Vorfeld.
    So ähnlich schreibt es Golz.
    So einen Platz gibt es dort bestimmt.
    Dreh mal ´ne Runde mit den Hunden...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabine,
    wenn die kalte Luft ähnlich wie das Wasser in die tiefer liegende Grube abfließt, kann es sein das der Platz unten gar nicht so schlecht ist.
    So etwas muß man sehen um es beurteilen zu können, oder einfach mal ausprobieren.
    Beim derzeitigen Wetter gefallen mir die schattigen Plätze am besten. :) 
    Viele Grüße, Hermann

  • Hallo, Hermann,
    nein, eine direkte Verbindung gibt es leider nicht, die Pumpe zieht nur den Wasserspiegel in der alten automatisch mit runter.


    Lothar : meine Daggels würden da nen Herzinfarkt bekommen vor lauter Häschen, die da rumlaufen :lol: 
    Das Golz'sche Bienenhof-Prinzip funktioniert so genial, daß ich das völlig adoptiert habe.
    Ich hab's woanders schon geschrieben, hier hab ich drei davon. Der Weg läuft an allen vorbei und man sollte NICHT darauf gehen, das ist die Bienenautobahn ohne Tempolimit.
    Sie kommen mit Karacho an, bremsen kurz vor "ihrer" Ausfahrt, schwenken um 90° Grad in Richtung ihrer Lichtung und dann im Sturzlandeanflug zielsicher zu "ihrer" Beute.
    Kein Verflug, und das ohne 4er Aufstellung, die ich viel zu eng finde zum Arbeiten, weil ich bei meinen Höhen nix nebenan abstellen kann.
    Dem einen Förster mußte ich erstmal erklären, warum ich keine Reihe mache, aber nach Gucken hat er's begriffen. Seine stehen jetzt auch so. :wink: 
    Und an der Grube läßt sich mit Sicherheit auch was machen, einen Tag Bagger und ich hab eine vernünftige Fläche, bzw. umgesetzte Büsche. Mal schauen.....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Das Golz'sche Bienenhof-Prinzip funktioniert so genial, daß ich das völlig adoptiert habe.


    hallo, liebe imkerslüüd,
    bin wieder aus dem urlaub zurück. - bericht über buckfast folgt.


    aber was anderes: könnt ihr, sabi(e)ne, lothar, näheres zum bienenhof-prinzip sagen oder link nennen?


    danke!
    jandavid.

  • Hallo,
    nein, Link gibt es dazu nicht, da muß man dann schon die Schriften des Herrn Golz kaufen :wink: 
    Beschreibung:
    er hat es von den Heideimkern übernommen, die ihre Körbe gern in einem Halbkreis oder U-Form aufstellten, und von 3 Seiten mit Windschutz versahen.
    Wie oben beschrieben, Biene fliegt mit Karacho bis zu "ihrem" Hof, bremst, schwenkt ein und macht einen Sturzlandeanflug auf "ihre" Beute.
    Vom Zentrum eines Halbkreises aus ist der Winkel ja absolut eindeutig bis zu einer bestimmten Beute.
    Und durch den Windschutz rundrum kann es auch nicht passieren, daß die Biene zu einer Nachbarbeute gedrückt wird.
    Ich hab hier an der Nordseite einen Streifen mit Koniferen, und da nach Süden hin 3 Lichtungen drin, die allerdings in gewisser Weise markiert: in der ersten liegt in der Mitte ein blauer Eimer, in der zweiten ein weiß angestrichener Stein, und in der letzten steht ein Busch. Also sehr eindeutig. :wink: 
    Ich konnte bis jetzt auch keinen Verflug feststellen, also nicht, daß da irgendwelche Völker merklich stärker oder schwächer geworden wären.
    Es macht wirklich Spaß, das von hinter dem Weg aus zu beobachten, jede Biene weiß sehr genau, wo sie hinwill und landet da auch zielsicher.
    Nur auf dem Weg darf man nicht gehen, zuviel Verkehr in Kopf- und Brusthöhe... :lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,
    Sabine hat das sehr schön beschrieben.
    Und nicht nur die Bienen, die mit Karacho heimkommen finden in dieser Aufstellung ihren Stock sofort.
    Auch die "bedächtigen", die erst noch eine Extrarunde zur Sicherheit drehen.
    Vor Allem die Bienen, die erschöpft ankommen und sich in der Mitte, im Hof,
    erst einmal ausruhen; und dann erst in ihren Stock einfliegen.
    Verfliegen ist nicht nur eine Sache der Vererbung (Buckfast, Ligustica),
    sondern auch der Aufstellung der Beuten.
    Nicht nur Reihenaufstellung, auch Viererblöcke nach Br. Adam oder auch Gruppenaufstellungen oder gar Einzelaufstellungen können betroffen sein.
    Meist fallen die Bienen mit dem Wind ein.
    Beuten, die zuerst in Sicht kommen, werden dann für "ihre" gehalten.
    Oder die erschöpften Bienen fliegen gleich in die erstbesten Kästen.
    Bei mehreren ähnlichen Stellplätzen nebeneinander kann es zu Verwechselungen kommen.
    Meist wird der Stellplatz, der in der Hauptanflugrichtung liegt, bevorzugt.
    Der hintere Stellplatz wird "vergessen".
    Golz hat das sehr gut beschrieben.
    Vor Allem der Vergleich in den Skizzen, wie ein Bienenstand für unser Auge aussieht; und wie Bienen ihn im Anflug sehen; ist beeindruckend.
    So, aus Bienensicht, muss man den Platz sehen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.