Das wars dann wohl erst mal mit der Imkerei

  • Bruennis27 schrieb:

    ... sonst verwelke ich wie eine wunderschöne Blume...



    Hi Chrischan,


    Wunderschöne? :o
    Guck mal in den Spiegel... :D:P:wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nanana ....wer wird denn gleich...da wird man(n)einmal ein wenig gefühlsduselig....und dann sowas :D:wink::wink:




    LG


    Chrischan

    Biene-Buckfast ;Bienengiftallergiker-Rastklasse 4 ---Kann die Finger nicht von den Bienen lassen jetzt Dadant US 12 er Holz + Mini Plus

  • Moin Michael,


    Michael schrieb:

    Ich bin einfach zu faul, mir immer so hochintelligente Überschriften auszudenken.

    :evil:


    Und ich denke hier egal stundenlang nur über die Überschrift nach und Sabi(e)ne ist dann och noch schneller aufä Enderdasde. Also Bissl Greadifidät darfmer doch wo och von Dir erwardden!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Am 14.11.2006 kommt auf N3 (bekommen das alle ? :o ) "Visite" Thema unter anderem:


    - Top-Thema: Gräser, Hausstaub, Insektenstich - Allergien jetzt behandeln!
    - Schwerpunkt: Gicht - Das unterschätzte Gelenkleiden
    - Forschung: Schlaganfall - Neue Therapie mit Ultraschall
    - Natürlich gesund: Gelb, sauer, saftig - Gesundheit aus der Zitrone
    - Weit verzweigt - Logistik eines Krankenhauses
    - Neue Operations-Methode - Hilfe für kranke Kinderherzen

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Jetzt knapp 14 Tage nach dem anaphylaktischen Schock (habe im Thema "Schutzkleidung" darüber geschrieben und um Infos gebeten und bekommen) steht bei mir immer noch: "Das war es nicht mit der Imkerei".


    Zumal es noch nicht sicher ist, dass es nicht eine Verkettung von Ursachen ist, sondern wirklich eine spontan nach 5 Jahren Imkerei (logischerweise mit ab und an Stichen) auftretende extreme Allergie. Definitiv weiß ich es in etwa drei Monaten.


    Die Imkerei ist nicht das Problem. Zumindest nicht, was Arbeiten am Volk betrifft. Schutzkleidung so 100% wie möglich. Ich habe gestern das aufgeräumt, was durch mein Umkippen aus dem Ruder gelaufen ist. Extremer Wildbau in der 2. Etage über dem Brutnest. Das war für die Bienen bedrohlich, und ich hatte trotz Verpackung Angst. Die Operation lief trotzdem gut und die Mädels können jetzt systematisch weiterbauen. Aber wenn so etwas geht, wo ist das Problem? Da sehe ich wenig Schwierigkeiten für Honigernte oder Schwarmvorwegnahme, 5 Minuten Zeit für anziehen, 15 Minuten Zeit für Smoker anheizen ( den hatte ich bisher nur im Regal stehen) und es geht.


    Aber ich imkere "naturnah" trifft es wohl am besten. Also statt jedes Wochenende jede Wabe zu ziehen und alles zu dokumentieren, lieber jeden Tag an dem ich daheim bin, mal ein paar mal vorbeigehen und sehen, was die Bienen tun. Genauso wie ich über den Hof streife und sehe ob die Erdbeeren tragen und die Kartoffeln wachsen. Barfuß, im Schlabberrock - jetzt vorbei.
    Fluglochbeobachtung: Minimum Motorradstiefel, Lederjeans, Imkerjacke mit integrierten Schleier anziehen. Ätzend.


    Und das Alltagsleben sieht ähnlich aus. Heute habe ich zwischen 18.30 und 20.30 Gras gemäht (mit den wenigen Nachbarn derweil abgesprochen, ist ok). Bis Sonnenuntergang im Gemüsegarten gearbeitet. Weil dann haben die Bienen (meine und die anderer Imker) Feierabend. Und genau dort liegt das Problem - im Alltagsleben. Wenn ich mit Schutzkleidung imkere besteht kein Risiko. Wenn es mich trifft, dann in der nächsten Kleinstadt auf dem Supermarktparkplatz, wo sich eine Biene in meinen Haaren verfliegt und in Panik sticht. Also warum aufhören mit der Imkerei. Wenn ich definitiv allergisch bin, werde ich meine Bienen umstellen, um meinen Garten statistisch sicherer zu machen. Sicher bin ich dadurch auch nicht.

  • Ja, da gebe ich dir Recht! Es kann dich überall treffen. Deshalb kann ich dir nur eine Hyposensibilisierung empfehlen. Ich bin jetzt im 4. Jahr der Behandlung. Vor knapp 2 Jahren wurde eine Stichexposition gemacht, und ich weiß jetzt, dass ich nicht mehr allergisch reagiere. Es ist herrlich, wieder barfuß zu laufen und ohne Handschuhe Unkraut zu jäten. An die Bienen gehe ich aber weiterhin mit Vollschutz.
    Gabriele

  • Heute Früh hat mich eine Biene genau in die Ader am Hals gestochen, das war wirklich ein Schmerz, den kann ich gar nicht beschreiben. Normalerweise weiß ich kurz nach dem Stich nicht mehr wo die gestochene Stelle ist, aber das merke ich jetzt noch kräftig.. Wieder mal an der verkehrten Stelle gespart, der Schleier ist schon lange nicht mehr der beste, habe jetzt sofort eine neuen bestellt, das war mir eine Lehre. Aber wahrscheinlich wäre mir das ohne Schleier nicht passiert, die Biene habe ich nämlich zwischen Schleier und Hemdkragen zerquetscht als sie mir unter den Schleier schlüpfte.

  • Bei aller Unklarheit über den Krankheitsstatus, entwickele bitte keine Phobie.


    Es kann einen überall alles mögliche treffen. Für nen Bienenstich hast Du deshalb das Notfallset. Für die restlichen Gefahren des Lebens....

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Nein Erzgebirgler,
    eine Panik habe ich immer noch nicht entwickelt. Die Aufzählung vom 16. April war nur eine Auflistung wo es mich treffen könnte, aber nicht treffen muss = wo ich achtsam sein muss.
    Und ein Notfallset habe ich nicht. Als ich in der Apotheke den Preis hörte, bekam ich einen dieses Mal mentalen Schock :-(


    Heute habe ich das Ergebnis vom Bluttest bekommen:
    Biene 14,7
    Wespe 0,35
    Hornisse und Hummel hat er nicht testen lassen, obwohl ich gerade Hummel wissen wollte, weil mein Gebäude ist ein Insektenhotel voll mit Hummeln.


    Also laut Allergologen war der anaphylaktische Schock von dem Bienenstich, und ich soll auf jeden Fall eine Desensibilisierung machen. Das hatte ich in diesem Fall sowieso vor, weil ich auf dem Land lebe.
    Wobei sich die Frage ergibt, ob ich mir das leisten kann. Stationär bezahlt es die Krankenversicherung, voll ambulant und die ambulanten Auffrischungen muss ich selbst bezahlen. Hat jemand von Euch Erfahrung, was so eine Injektion kostet? Gemeint ist die Lösung nicht die paar Euro, die der Arzt bekommt. In der Arztpraxis bekam ich die Auskunft 918,- € je Fläschchen. Aber für wie viele Anwendungen das reicht, konnten die mir nicht sagen. Für 5 oder für 100 Injektionen? Sonst werde ich halt noch einmal in der Uni-Klinik anrufen.


    Aber in den langen drei Monaten Wartezeit bis zur Gewissheit habe ich mich doch entschlossen, mein Volk an einen Kollegen abzugeben, so der Test für mich negativ ausfällt. Allerdings nur die 22 Rahmen Brutzargeninhalt. Alle Imkerausrüstung behalte ich und fange dann nächstes oder übernächstes Jahr wieder bei 0 an.


    Aber erst einmal muss ich Risiko minimieren. Das bedeutet, die Bienen müssen von meinem Grund verschwinden. 40.000 Risiken im Alltagsleben weniger.
    Ich könnte sie hier bei einem Bauern irgendwo auf ein Feld stellen. Das würde aber bedeuten, dass ich nicht mehr naturnah in der Art wie bislang imkern kann, die Bienen ständig im Auge, immer wissen wie es ihnen gerade geht. Statt dessen einmal pro Woche mit dem Auto zum Bienenstand, Ritterrüstung an und Durchsicht. Naturschwarm unbedingt vermeiden. Und 20 km zurückfahren. Das entspricht nicht so ganz der Vorstellung, die ich von 1-3 Volk Imkerei habe.

  • Die Behandlung zahlt Deine Krankenversicherung. Das ist Kassenleistung und das benötigte Präparat auch.
    Du zahlst Rezeptgebühr in der Apotheke wie üblich.


    Fortsetzungsbehandlungspackung kostet pro Injektion an Präparatemenge ca. 60 Euro. Kommt auf das Mittel/den Hersteller und die bestellte Größe an.
    Verschreiben wird es erstmal der Allergologe und zur Fortsetzung halt der, der diese durchführt.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich habe einen Imker beprobt letzte Woche, der hat an die 50 Völker. Und als ich da hinkam, zog der trotz Schwüle Gummistiefel an und zog über den Schleier eine Jacke. Er müsse Bißchen aufpassen meinte er. In seiner Jacke habe er so einen Injektor und er würde schon merken, wenn ihn was sticht und dann hätte er immernoch Zeit das Volk wieder einzuräumen ... aber danach wäre dann der Tag zu Ende, denn dann müsse er sich ausruhen. Gekriegt habe er die Allergie ganz plötzlich nach einem Winter und da hätte es ihn richtig umgehauen, mit Licht aus und Allem. Seither habe er sich angewöhnt, den Hocker abzukehren vorm Hinsetzen und eben immer den Injektor dabei. Er brauche ihn ein, zweimal pro Jahr und Zuckerkrankheit wär schlimmer ...


    Ein Händie nehme er nicht mit an den Stand. Dauernd würde er angerufen und das mache ihn nervös und dann würde er unaufmerksam und gestochen. Wenns der Herrgott will, dasser bei den Bienen bleibt, dann ist das eben so.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder