Das wars dann wohl erst mal mit der Imkerei

  • Hallo,


    gestern wollte ich eigentlich Honig ernten. Beim Abnehmen der Honigräume hat mich dann eine Biene gestochen. Ich hatte schon immer relativ kräfigte Schwellungen nach einem Stich, hatte aber gehofft, dass sich das mit der Zeit gibt. Gestern hatte ich dann einen Allergieschock der mich bis ins Krankenhaus gebracht hat.


    Ich möche an dieser Stelle jedem empfehlen, der irgend welche Zeifel daran hat, ob er einen Bienengiftallergie hat oder nicht, dass von einem Arzt testen zu lassen. Gestern hätte ich leicht sterben können, weil ich mich immer auf die Aussagen anderer Imker verlassen habe die mir gesagt haben, am Anfang wäre das eben so und das würde sich mit der Zeit geben.


    Ich werde jetzt erst mal sehen, dass ich die Bienen so schnell wie möglich los werde und dann eine Immunisierung starten. Anscheinend dauert sowas aber einige Jahre. Dannach werde ich ggf. neu starten.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo, Thomas,
    das tut mir sehr leid für dich!
    Nicht, daß ich dich umstimmen könnte, aber - findest du deine Reaktion so schnell nach dem Ereignis nicht etwas voreilig?
    An deiner Stelle würde ich erst mal einige Zeit ins Land gehen lassen, und in Ruhe darüber nachdenken.
    Bis dahin bist du mit Overall, Schleier und Handschuhen nahezu stichsicher verpackt.
    Jetzt alles zu "verschleudern", aus Panik heraus, ist nicht gut....
    Kann dir denn für's Ernten und Einwintern keiner helfen?
    Bis zum Frühjahr kann sich deine Situation schon sehr geändert haben.
    Denk doch nochmal drüber nach....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ...Hallo Thomas.


    Auch ich möchte Dich dazu ermuntern, weiter zu imkern. Denn auch gegen Überreaktionen gibt es eine Spritze, die Du mitnehmen kannst zum Imkern. Zusammen mit dem Overall und Handschuhen bist Du gut gewappnet, um auch weiterhin imkern zu können.


    Vielleicht meldet sich jemand, der auch mit einer solchen Überreaktion weiter imkert.


    Bei mir waren Stiche anfangs auch mit zum Teil starken Reaktionen verbunden, mittlerweile geht es wirklich.


    Viele Grüße,



    Bernhard Heuvel

  • :o :evil: Bernhard,
    bitte, bitte, hör auf, lokale Reaktionen mit Allergien zu verwechseln!
    Starke Stichreaktionen bedeuten keine Allergie, aber sobald ein Kreislaufkollaps oder Atemnot hinzukommt, ist es eine!
    Ich weiß, wovon ich rede! :evil:
    Du in diesem Fall eher nicht.
    Aber mit Overall geht es tatsächlich, trotzdem sollte man nicht ohne Handy und Epi-Pen und anderes Notfallgerümpel losgehen.
    Die Stichgefahr beschränkt sich ja nicht auf das unmittelbare Imkern, sondern die Welt ist voll von stichigen Viechern :wink: 
    Schon deshalb ist eine Hyposensibilisierung nötig.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    bitte bitte hör auf ungenau zu lesen ;)


    Ich habe nicht behauptet, daß ich eine Allergie hatte, sonst hätte ich das genau so geschrieben. Ok ?


    Ich arbeite auch im Rettungsdienst. Das zwar ehrenamtlich, aber die lassen auch ehrenamtlich keine unausgebildeten Leute auf die Menschheit los. Daher habe ich ein ganz ordentliches Grundwissen, vor allem in der Notfallmedizin. Dazu gehört auch die Unterscheidung zwischen lokaler Reaktion und einer Allergie. Ich kann das ganz gut unterscheiden.


    Trotzdem weitermachen, Thomas. Die Erfahrung wird wahrscheinlich außergewöhnlich gewesen sein, aber mit den genannten Vorkehrungen wird es gehen.


    Viele Grüße,


    Bernhard Heuvel

  • Hallo Thomas,


    auch ich bin Bienengift-Allergiker. Habe - wie Sabi(e)ne - auch so `ne Weltraummontur als Schutz und Notfallset natürlich. Sch... Hitze! :evil:


    Ich rate Dir, eine Desensibilisierung zu starten. Nach "Hörensagen" soll das etwa 1 Jahr dauern. Ich fange auch im Herbst an.


    Wenn Du unsicher bist, laß Dir für ein Jahr bei den Bienen helfen. Notfalls gegen Honigertrag...


    Verkaufen würde ich nicht.


    Ich drück Dir die Daumen :P

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Thomas,


    ich glaube wir würden uns alle freuen zu hören, daß Du weiter machst...wie sieht es denn aus? Im Deutschen Bienenjournal gibt es einen Artikel zu Imkern, die trotz Allergie weiter machen. Vielleicht kannst Du ja Kontakt mit diesen aufnehmen?


    Viele Grüße,


    Bernhard Heuvel

  • Hallo Thomas...


    Ich schließe mich meinen Vorredner an.


    Mach weiter!!!!!!!


    Wir Drücken Dir ganz feste die Däumchen. :D

  • Moin Imkers,


    laßt das den Kerl ma selbst entscheiden! Der wird hoffentlich wissen was er tut und auf fremdem Arsche durchs Feuer zu reiten ist schon immer einfach gewesen. Wenn seine Allergie der Absprung ist, dann ist das OK und wenn er einsieht, daß es mit Allergie nicht geht dann auch. Sein ist das Wort usw. ... Es ist schwer genug aufzuhören, die meisten sterben als Imker.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    da es im Moment sowieso schwer ist, die Völker los zu werden und die Saison fast vorbei ist, werde ich die Völker erst mal aus meinem Garten verstellen (lassen) und dann die näheren Untersuchungen die für August in der Hautklinik geplant sind abwarten.


    Grundsätzlich ist es aber schon so, dass das Imkern für mich mit meinen 5 Völkern ein schönes Hobby ist, mehr aber nicht. Ich bin eigentlich sicher, dass man nicht stichfrei imkern kann. Meine Frau ist jetzt zum Beispiel beim Abschleudern gestochen worden. Die Waben waren alle aus meiner Sicht bienenfrei und hatten zwei Tage bei mir im Hauswirtschaftsraum (bienendicht) gestanden. Aber irgendwie war halt doch noch eine Biene auf einer Wabe und genau die hat sie nicht gesehen und mit der Hand draufgefaßt. Für einen normalen Menschen ist das einfach Pech, für mich ist das aber unter Umständen lebensgefährlich.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo, Thomas,
    du wirst dich aber sowieso hyposensibilisieren lassen müssen, weil genug stichiges Zeugs rumfliegt, was nicht dir gehört.
    Doch, stichfrei imkern geht.
    Man lernt sehr schnell, IMMER erst zu gucken, bevor man ohne Handschuhe irgendwas anpackt. Hat sogar mein Männe gelernt, nachdem er mal in eine tote Biene in der Hosentasche gefaßt hat...
    Bei mir sind die Bienen ja nun was mehr als Hobby, aber schon zu Hobbyzeiten hätte mich nichts dazu gebracht, es aufzugeben.
    Dafür ist das Thema einfach zu komplex und vielfältig. :lol: 
    Abr ausreden kann man es eh keinem.
    Ich möchte dir nur versichern, daß es tatsächlich geht, trotz Allergie weiter zu imkern.
    Und hier im Forum sind noch mehr davon. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen