Königin unerwünscht?

  • Ich habe für einen Brutableger mit verdeckelter Brut eine Belegstellenkönigin gekauft und sie nach dem Abfliegen der Begleitbienen zugesetzt, zunächst 24 Stunden, ohne den Verschluß des Iltis zu entfernen, dann mit Zuckerteigverschluß. Das war vor 2 Tagen. Sie wurde aber nicht freigefressen. Jetzt habe ich sie selbst befreit und in die Wabengasse laufen lassen. Mal sehen, was passiert. Hat das schon mal jemand erlebt? Was könnte der Grund sein? Danke für freundliche Antworten, oberlehrerhafte unerwünscht.

  • Hallo maharbal,


    man setzt nie eine Königin ohne Begleitbienen zu.
    Die Bienen verbessern die Annahmen und füttern die Königin.

  • Lieber Michael, da kann ich nur sagen: "Soviele Köpfe, soviele Meinungen". Ich bin mir sicher,dass die Bienenimkerforumskoryphäen das Einsetzen ohne Begleitbienen empfehlen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die ursache ist. Vielleicht spüren sie einfach nur, dass ihre Herrscherin einen Defekt hat.

  • Ich hab früher auf die Kapazitäten gehört, und die Begleitbienen mühsam rausgepult, und ab irgendwann einfach dringelassen: die Annahme war die gleiche.
    Manchmal wollen sie diejenige einfach nicht, und wir werden nie wissen, warum denn nicht.
    Ich hab auch schon erlebt, daß ein Ableger mit selbstgezogener Königin eine Woche nach Beginn der Eilage Weiselzellen anzog und nochmal sehr schnell umweiselte.
    Irgendwas paßte da einfach nicht....kann passieren.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo maharbal,


    ich selbst rate keinen eine Königin ohne Begleitbienen zu zusetzen, ich kenne es auch nicht ohne.
    Zusetzen mit Begleitbienen hat eine viel größere Oberfläche und ist für eine erfolgreiche Annahme von Vorteil.
    Jetzt erzählst du mir bitte mal wer die Königin die ganze Zeit füttert, bei einen Nicotzusetzer, die Königin kann bis zu 3 Tage in dem Käfig verweilen bis die Bienen sie frei gefressen haben.
    Bei einer teueren Königin ist das eine heikle Angelegenheit, mögen die Bienen die Königin nicht kann sie verhungern und das war’s dann.


    Möglich das die Königin nichts taugt, man beobachtet die Bienen beim zusetzen, wenn das verhalten positive ist und die Bienen den Käfig belaufen lasst man das Volk erst mal paar Tage in ruhe und schaut nicht laufend nach.

  • Hallo Zusammen,
    Zitat aus "Die Honigbiene - Ein Lexikalisches Fachbuch", Stichwort "Versandkäfig":
    "Nach dem Empfang sollten die Weiseln so schnell wie möglich eingeweiselt, die Begleitbienen abgetötet werden."
    Zitat aus "Lexikon der Bienenkunde",
    Stichwort "Versand von Weiseln":
    "Den Empfängern ist anzuraten, die Weiseln möglichst bald zu verwenden und die Begleitbienen abzutöten."
    So wird es in anderen Bücher auch stehen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo


    @ Lothar


    wegen einem Bären wird in Deutschland ein riesen Tam Tam veranstaltet
    am meisten von denen die ihm nie begegnet wären.


    Und jetzt rufst Du hier zum millionenfachen Begleitbienenmord auf.


    Wie passt das zusammen ??


    Gruß Uwe

  • Hallo Zusammen,
    Rufe ich zum Mord auf?
    Hier tauchte doch die Frage auf, wie in aller Welt jemand auf die Idee kommen kann, Königinnen aus dem Versand ohne deren Begleitbienen zusetzen zu wollen.
    Sicherlich gilt die Anweisung, die Begleitbienen abzutöten, um Krankheiten vorzubeugen.
    Also als das "kleinere Übel".
    Aber vorbeugende Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung gelten eh als überflüssig (siehe unter "Varroabekämpfung").
    Was bringt es, ein Dutzend Begleitbienen abzudrücken?
    Die Seuchensachverständigen werden so um den Genuss gebracht,
    evtl. ein Dutzend Bienenvölker umzubringen.
    Ausserdem habe ich gelernt, das die Begleitbienen Unruhe ins Volk bringen, damit die Königin gefährden können, das sie abgestochen werden können und evtl. den Ausgang blockieren, so das die Königin
    nicht aus den Käfig kann.
    Deswegen soll man sie ohne Begleitbienen und mit eigenem Zuckerteigverschluss zusetzen.
    Ist aber zwanzig Jahre her, das ich das so gelernt habe, von jemand ,
    der damals dreißig Jahre imkerte, der wiederum von jemand, der fünfzig Jahre imkerte, der bei Prof. Zander lernte.
    Heute macht man das anders.
    Ob es besser ist ?
    Uwe : tut mir leidum einzelne Bienen, aber man muß das Volk, den Bien sehen. Es gibt aber Ursachen, bei denen täglich Millionen Bienen sterben,
    z.B. Pflanzenschutzmittel (Unwort!).
    Bär Bruno ist Opfer einer Kurzschlußhandlung.
    Deren Ursache und Verursacher sollte strafrechtlich abgeklärt werden.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Einen wunderschönen guten Nachmittag an diesem wunderschönen guten Nachmittag :D 
    Hey maharbal (puhh noch komischer gings nicht :wink: )
    Wahrscheinlich war der Futterteig zu hart und die Bienen konnten Ihn nicht auflösen.
    Wenn Apifonda für den Teigverscghluß genommem wird passiert das häufig.
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Marhabal,
    auch ich gehöre zu denen, die es für baren Unsinn halten, eine Königin solo einzuweiseln. Aber so ist das in der Imkerei, sogar in der Fachliteratur: da hält sich hartnäckig mancher Unsinn!