Varroafall nach AS-Behandlung

  • Hi !


    Ich hatte bei 2 mittelstarken Völkern auf 2 Zargen einen natürlichen Milbenfall von 4 Stück pro Tag.
    Nach der gestrigen Schwammtuchbehandlung mit 40 ml gekühlter AS 60 (Nachttermperatur 17 Grad) hatte ich Heute abend 8 und 10 Milben in der Varroaschale,also nur etwa das doppelte des natürlichen Falls.
    Meine Fragen : Ging bei der Behandlung was schief (ev. zu hohe Luftfeuchtigkeit,zu niedrige Temperatur) ? Wann fallen nach solch einer Behandlung die meisten Milben ?
    Oder ist wirklich die grosse Menge in der Brut und fällt erst wenn diese schlüpft ?
    Ich bleibe auf jedenfall am Ball ...

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Die Behandlung hat nicht gewirkt, nochmal behandeln. Vielleicht gibt die Schwammtuchfraktion einen Tipp zur Handhabung ab. Hast du über Nacht behandelt oder am Abend? Die AS wirkt, wenn sie wirkt, sofort. Spätestens nach zwei Tagen müssten bei diesem Befall mehrere Hundert unten liegen.


    Gruß
    Simon

  • Moin Imkers,


    die Schwammtuchmethode wird sinnvollerweise mindestens zweimal angewandt. Die Schwammtücher bleiben 24h in den Völkern. Solange bleibt auch die Windel drin. Milbenzählerei ist bei eingelegter Bausperre nicht sehr sinnvoll, weil die Milben, die auf der Bausperre landen von den Bienen beräumt werden.


    Mach' einfach nach 7 Tagen die zweite Behandlung und sieh' nach was dabei fällt.


    Aus einem milbenfreien Volk fällt auch bei der wirkungsvollsten Behandlung keine Milbe. Deshalb macht nur hinterher zählen Sinn.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hmmmm,


    wir nehmen nur noch die konzentrierte Säure für die Behandlung, damit hatten wir bisher keinen Schaden. 40 ml 60%ige Säure halte ich für etwas wenig für ein zweizargiges Volk. Außerdem würde ich dann nicht auch noch kühlen, aber vom Kühlen halte ich sowieso nicht viel.


    Wir benutzen pro Zarge Zander 22-25 ml konzentrierte Ameisensäure, der Stock bleibt dann mindestens 2 Tage zu.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • auf der schweizer-seite wird auch das verfahren mit dem schwammtuch und 60% AS vorgestellt.
    dort wird innerhalb von einer woche 3 mal mit 60% AS nach dem abschleudern behandelt und das gleiche dann nochmal ende september. zur absoluten sicherheit oder bei reinvasion dann im winter mit oxalsäure besprühen, beträufeln.


    bin auch am überlegen, ob ich das dieses jahr so mache. möchte eigentlich weg vom perizin. ABER ich mag AS irgendwie nicht. für mich persönlich sind bei der AS zu viele faktoren da, die schief laufen können. kann mich wer vom gegenteil überzeugen ? :roll:


    hat wer anders schon erfahrungen mit dem vefahren, wie ich es oben beschrieben habe ?

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo zusammen!
    Also ich benutze auch die Schwammtuchmethode mit 85%er AS von oben und habe damit bisher keinerlei Königinnenverluste gehabt`*toi toi toi*. Pro Zarge DNM nehme ich 10 ml, die Tücher bleiben ca. 2-3 Tage drin...hat bisher gut funktioniert...
    Man muss dabei nur höllisch aufpassen, dass keinesfalls Säure durch das Schwammtuch durchtropft, DANN kann man mit ein bisserl Pech nämlich die Kö ganz flott direkt verätzen :-? 
    Darum wollte ich dieses Jahr die Schwammtücher mal auf ganz, ganz flache Untertassen legen, statt sie direkt auf die Rähmchen zu legen.


    effendi : Meinst du mit "konzentrierte AS" die 85%ige?!


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    das die Behandlung erfolgreich war. Dunkle Tiere sind Alttiere und die hellen sind Jungtiere oder Männchen , die vermutlich größtenteils beim Schlüpfen der Brut nach "erfolgreichem Ableben" :wink: die Unterlage zieren.
     
    Waidmanns Heil
     
    Viele Grüße aus dem warmen, sonnigen und teilweise bedeckten Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)