Varroasituation 2006

  • Hallo Zusammen,


    diesen und nächsten Monat werden fast alle von uns unsere Völker gegen Milben behandeln. Bitte gebt in diesem Thread die Art und das Ergebnis Eurer Varroabehandlung an. Oft ist es schwer, die Menge der gefallenen Varroen anzugeben, in diesem Fall hilft es auch schon weiter, wenn Ihr Eure Einschätzung über den Befall angebt (stark/mittel/schwach, stärker als sonst....).


    Bitte:


    Keine Diskussion über die Methode der Behandlung!
    Dieser Thread soll nicht zum Diskussionsboard über Vor- und Nachteile bestimmter Behandlungsarten werden, sondern Daten zur Einschätzung über die diesjährige Varroasituation liefern.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • Hallo Effendi,


    OK, ich bin zwar sonst nicht der Milbenzähler, aber ich werde diesmal überall die Windel einlegen und die Befallszahlen posten. Berücksichtigt werden muss dabei aber unbedingt die Volksstärke und Vorgeschichte, wie z.B. Schwarm oder Ableger. Als vereinfachte Methode könnte man ja das Ergebnis in "Varroa/kpl.bestzte Wabe" angeben. Die verfeinerte Methode würde sein den Befall in Korrelation zur Brutfläche zu stellen.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • effendi schrieb:

    die Art und das Ergebnis Eurer Varroabehandlung an. Oft ist es schwer, die Menge der gefallenen Varroen anzugeben, in diesem Fall hilft es auch schon weiter, wenn Ihr Eure Einschätzung über den Befall angebt (stark/mittel/schwach, stärker als sonst....).



    Gestern Abend: 60%ige Ameisensäure von oben (DNM-Magazin, 2-zargig) mit Verdunster "FAM Liebefeld" (Öffnung Nr. 3):
    heute Mittag: ca. 300-500 Milben auf den Windeln

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • effendi schrieb:

    Hallo Zusammen,


    diesen und nächsten Monat werden fast alle von uns unsere Völker gegen Milben behandeln. Bitte gebt in diesem Thread die Art und das Ergebnis Eurer Varroabehandlung an. Oft ist es schwer, die Menge der gefallenen Varroen anzugeben, in diesem Fall hilft es auch schon weiter, wenn Ihr Eure Einschätzung über den Befall angebt (stark/mittel/schwach, stärker als sonst....).




    Am Freitag Abend 100 ml A-Säure 60% mit Taunus-Applikator oben aufgelegt. ca. 36 Stunden gelassen, dann entfernt.
    Montag ca. 25 Milben auf der Windel.
    Das waren nicht mahr als vor der Behandlung.


    Gruß
    Harald :o

  • Sorry, ist kein Beitrag - ist eine Warnung und will das Thema nicht zerstören:


    Wenn der Milbenfall in der Behandlung nicht signifikant steigt, dann läuft was falsch, dann funktioniert was nicht und deshalb aufgepaßt und Fehler gesucht!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:

    Sorry, ist kein Beitrag - ist eine Warnung und will das Thema nicht zerstören:


    Wenn der Milbenfall in der Behandlung nicht signifikant steigt, dann läuft was falsch, dann funktioniert was nicht und deshalb aufgepaßt und Fehler gesucht!


    Ich werde weiter achtsam sein.
    Ich hatte dieses Volk als "Bioland"-Volk gekauft und der Imker meinte, es sei behandelt.


    Ich traue der Sache nicht ganz

  • Hallo Leute,


    das ist ja genau das, was ich oben erwähnte! Es hat keinen Sinn einfach zu sagen "bei mir ist so-und-so-viel abgefallen"!
    -Was war das denn für ein "Bioland-Volk"?
    -Altvolk, Schwarm, Ableger, Kunstschwarm?
    -Wann behandelt?
    -Wie viel Brut ist da?
    -Ist es vielleicht die erste Brutphase nach Brutpause?
    -Was heißt genauso viel wie vorher? In welchem Zeitraum?


    Auch eine Angabe von xxx Milben bei zweiräumig-DNM sagt gor nix aus, wenn ich nicht weiss ob zweiräumig Brut oder ein Brutraum mit Honigraum.


    500 Milben können bei der Erstbehandlung eines Vollvolkes normal sein, bei einem Ableger aber schon enorm viel! Deshalb mein obiges Gelaber von Korrelation und so kompliziert. Erst dann kann man ja eine Aussage treffen ob der Befall hoch ist oder hoffentlich nicht.


    Um dann eine aussagekräftige Statistik zu machen zählt man die abgefallenen Milben je Volk einigermassen genau aus notiert die Anzahl und teilt diese jeweils durchdie besetzten/bebrüteten Waben(flächen). Es kommt ein Faktor heraus z.B. 500 Milbenabfall geteilt durch 18 = 28 (gerundet).
    Ein Ableger kommt auf 200/10 = 20. Ein weiteres Vollvolk auf 750/22 = 34. usw. Nehmen wir weitere an mit Faktor 27 und Faktor 31. So können wir nun einen Standdurchschnitt errechnen und über- und unterdurchschnittliche Völker schnell und zuverlässig erkennen. Hier hätten wir nun Durchschnitt 28 und wissen, dass das Vollvolk mit dem vermeintlich höchsten Befall sogar nur unterdurchschnittlich befallen ist, AUF MEINE VERHÄLTNISSE BEZOGEN!


    Vergleichszahlen aus den vorigen Jahr können die Zahlen dann in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen! Die Methode ist sicherlich einfach gehalten, aber ermöglicht eine gute Beurteilung. Es ist eben alles relativ 8)

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  • Entschuldige, wenn ich als Anfänger so ungenau bin.
    Vielleicht solltest du eine Tabelle mit signifikanten Maßstäben erstellen, die dann gefüllt werden kann.


    Bioland Ableger 6 Brutwaben 10.06.
    Wurde Ende Mai behandelt
    jetzt wieder 6 Brutwaben 03.07.
    Vorher heißt 1 Woche gegen nachher 4 Tage


    Harald

  • Reiner Schwarz schrieb:

    Hallo Leute,
    Auch eine Angabe von xxx Milben bei zweiräumig-DNM sagt gor nix aus, wenn ich nicht weiss ob zweiräumig Brut oder ein Brutraum mit Honigraum.


    ...richtig. Und weil ich jetzt Zeit habe und gerade von den Bienen kommme: Es dürften inzwischen etwa 100 Milben mehr sein.........


    Die Völker wurden am Sonnabend geschleudert und die Honigräume abgenommen. (Es honigt noch, aber den Honig dürfen sie zur Überwinterung behalten. Waldhonig gibt es hier nicht) auf 2 Zargen Brut "zusammen gestaucht". Die Völker sind noch gut in Brut, etwa von 14-20 Waben Brut, insgesamt sitzen die Völker auf 24 Waben DNM.
    Milbenfall vor der Behandlung habe ich nicht gemessen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ich habe in diesem Jahr bei allen Völkern einen extrem geringen Befall festgestellt: Anfang Juli nur 0,3 bis 4 Milben pro Tag natürlicher Milbenfall. Ich werde jetzt überhaupt nicht behandeln, sondern Ende August noch mal zählen und dann entscheiden.


    Ich habe allerdings in diesem Jahr alle Völker von Hinterbehandlung auf Magazine umgesetzt. Die Mädels mußten praktisch den gesamten Wabenbau von Grund auf neu errichten (auf Mittelwänden). Vielleicht hat es damit was zu tun?


    Mein Standort ist in Brandenburg, nördlich von Berlin. Letztes Jahr hatte ich einen sehr starken Varroa-Befall und wegen des feuchten Wetters eine kaum wirksame Bekämpfung.


    Beste Grüße,
    Zendor


    P.S.: Die Idee finde ich sehr gut, hier die Situation zu dokumentieren. Bitte macht alle mit!

  • Moin zendor,


    überleg' Dir das gut und behandle doch! Manchmal staunt man, was aus den Völkern fällt, wenn bei Nachbars das eine oder andere Volk abgeflogen ist.


    Ich habe dieses Jahr auch keine Milben. Ganz tatsächlich. Ich habe nicht eine in der Drohnebrut und die Windeln räumen die Ameisen so schnell ab, daß ich's nicht zählen kann. Dennoch werde ich ganz sicher bei den Völker die aus der Tracht sind übermorgen AS aufzulegen. Denn vielleicht sind die die diesjahr einfach alle in der Brut .

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen,
    habe Mitte Juni Drohnenbrut geschnitten und die Zellen geöffnet. Auf jeder Made waren 1-2 Varroa "unterwegs". Das nenne ich starken Befall, denn ich erwische ja nicht die gesamte Drohnenbrut im Magazin, kann mir aber vorstellen, wie es dann bei den ungeöffneten aussieht.
    Ich habe unterm Gitterboden mein Bodenbrett, obwohl das bei den Temperaturen ja eigentlich nicht nötig wäre. Aber auf dem Brett sieht man selten Milben, denn ich habe auch Ameisen und diese "Ohrenkneifer, Ohrenwürmer (?)" drunter und die sollen sich wohl auch von den toten Milben ernähren.
    Ich will damit nur sagen, dass die Kontrolle von Bodenbrett und Windel nicht immer Genaues über die Stärke des Befalls aussagt.
    Hat jemand einen Tipp, wie man Ameisen usw. fernhalten kann? Die bauen auch ihre Nester im Deckel. Jedesmal der große "Eierlauf", wenn man da aufmacht.
    Leider konnte ich nicht viel Drohnenbrut schneiden, denn die Mädels machen auch nicht immer das, was sie sollen. Den eingehängten Baurahmen haben sie zwar mit größeren Zellen ausgebaut, aber dann mit Honig vollgepackt. Die Drohnenbrut wurde schön zwischen der anderen Brut verteilt, sodass man nichts ohne große Brutverluste schneiden konnte.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • holmi schrieb:

    Hallo zusammen,
    habe Mitte Juni Drohnenbrut geschnitten und die Zellen geöffnet. holmi


    Heißt das: Ich habe Mitte Juni Drohnenbrut geschnitten oder


    Heißt das: Ich habe vom Frühjahr an Drohnenbrut bis Mitte Juni geschnitten!

  • Hallo FX,
    das heißt so, wie es da steht: ich habe Mitte Juni Drohnenbrut geschnitten. Davor habe ich im Mai einmal etwas schneiden können. Die erste Drohnenbrut hatten wir auch erst Ende April. Ansonsten hatte ich eben leider das beschriebene Problem, dass die Brut schön verteilt wurde und ich nicht jede Wabe "verschnippeln" wollte.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi