Umsiedlung von Bienen von DN, Zander in Dadantbeuten mögl.?

  • Hallo Leute,


    habe die ersten Bienen geschenkt bekommen :D
    Diese leben jedoch in DN-Zargen, :-?


    Da ich in Dadant-Zargen imkern will und weitere Völker in meiner Gegend voraussichtlich nur auf DN oder Zander-Waben bekomme, folgende Frage:
    Wie kann ich ein Ablegervolk von DN- oder Zander-Waben in Dadant-Beuten übertragen?


    Gruß,


    :o Marcus

  • :lol::lol::lol::lol: 
    Jaja, die deutsche Beuten- und Rähmchenvielfalt....*gg*


    Wenn es "nur" ein Ableger mit wenigen Waben ist, kannst du die DN Rähmchen mit Klammern in Dadantrahmen einbasteln, oder mit Einmachgummis. Rest des Raumes mit MWs auffüllen, sehr gut füttern, und im Frühjahr die alten Waben aussortieren.
    Die zweite Möglichkeit, falls es ein ganzes Volk ist, wäre die Anschaffung einer "Umsetzbeute" aus einem Dadant/DN kompatiblen System und dann im nächsten Frühjahr "hochwohnen" lassen. Das klappt aber vorm Winter nicht mehr.
    Mit "Umwohnbeute" meine ich eine, wo du unten eine Zarge in DN hast und oben nahtlos eine in Dadant draufstellen kannst. Die Frankenbeute/Holtermann hat da, glaube ich, passende Größen.


    Ansonsten würde ich doch eher zum Erwerb von Kunstschwärmen raten. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo MArcus,



    Das ist kein Problem. Bei der ArGe Magazinimker e.V. gibt es das kompatible Beutensystem. Da kann man, wie Sabine schon schrieb, einfach eine Dadant mod. Zarge auf die Deutsch normal Zarge aufsetzen und somit der Konigin den Weg in die Dadant Beute frei machen.
    Ich selbst habe so vor 2 Jahren meine Imkerei von Zander auf Langstroth umgebaut.
    Allerdings muß ich einschränken, dass das Ganze nur mit 10er Dadant modifiziert geht.
    Mit Dadant Blatt oder 12 Dadant geht das nicht, da die Zargenanschlußmaße einfach nicht passen.


    Gruß René

  • Hallo, Marcus,


    so haben's zu Günther Ries Zeiten die Buckfastimker gemacht, die im großen Stil auf Dadant umstellten (Methode geht auf Bruder Adam zurück):


    1. Altes Volk um 1 m verstellen und 90° drehen, neue, leere Beute mit Mittelwänden auf alten Platz


    2. Kö abfangen, in Zusetzkäfig mit Zuckerteigverschluß in neue Beute


    3. Die Hälfte der alten Brutwaben komplett in neuen Kasten abstoßen (dann zurück in alten Kasten)


    4. Trennschied in neuem Kasten bis zur guten Belagerung der Kö anschieben


    5. 6 l Futter 1:1 geben, nach 3 Tagen noch einmal


    6. Nach 7 Tagen noch einmal die Hälfte der alten Brutwaben abstoßen, Nachschaffungszellen brechen, eine belassen; neuen Kasten varroabehandeln
    (6a. Ggf. Restvolk mit Brutwaben auf anderen Stand bringen wg. Reinvasion)


    7. Nach 14 Tagen Kunstschwarm aus dem jetzt brutlosen Restvolk bilden (gekäfigte, unbegattete Kö zur Beruhigung belassen), füttern und varroabehandeln


    8. Kunstschwarm durch Flugloch in neue Beute einlaufen lassen (ggf. durch Absperrgitter)


    Vorteil: Du sparst Dir sämtliche Bastelarbeiten und startest im nächsten Jahr auf nagelneuem Bau durch.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    solch ein Verfahren habe ich gesucht. Einige Fragen habe ich als Anfänger :oops: allerdings noch:


    A)
    Zu 4. Trennschied in neuem Kasten bis zur guten Belagerung der Kö anschieben:


    Was bedeutet das? Nutzt man einen oder zwei Trennschieds? Funktioniert das bei breitem Flugloch?


    B)
    Neuen Kasten varroabehandeln:
    Muß man das wirklich? Der Kasten ist neu und die Varroa plane ich ausschließlich über Drohnenbrutwabenentnahme zu bekämpfen.
     
    C)
    (6a. Ggf. Restvolk mit Brutwaben auf anderen Stand bringen wg. Reinvasion)
    Reinvasion dürfte doch eigentlich nicht vorkommen, da das Verfahren der Bildung eines Fluglings im Wesentlichen entspricht (bis auf das die Königin mit übersiedelt).


    D)
    7. Nach 14 Tagen Kunstschwarm aus dem jetzt brutlosen Restvolk bilden (gekäfigte, unbegattete Kö zur Beruhigung belassen), füttern und varroabehandeln


    Das wäre dann ein weiterer Ableger, richtig?


    Gruß,


    Marcus

  • Zitat

    Muß man das wirklich? Der Kasten ist neu und die Varroa plane ich ausschließlich über Drohnenbrutwabenentnahme zu bekämpfen.


    Das funzt nicht!
    Es ist kurz vor Drohnenabtrieb, und neue wird fast nimmer nachgezogen, sprich, JETZT sind alle Varroen in der Arbeiterinnenbrut.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Marcus,


    solltest du planen nur mit Drohnenbrutschneiden deine Völker im nächsten Jahr behandlen zu wollen, besorg' dir gleich mal eine Adresse wo du neue Völker bekommst. Das wird nicht funktionieren! Und in diesem Jahr wie Sabine sagt schon gleich gar nicht mehr. Wenn Drohnenschneiden was bringt dann überhaupt nur im Frühjahr. BITTE orientiere dich da am üblichen Vorgehen mit welchen wirksamen Mitteln auch immer. Tu es deinen Bienen zu liebe.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo,


    Ok, mein Bienenpate ist Anhänger dieses Brauchs.


    Das das nach Vertreiben der Drohnen nicht mehr funktioniert ist logisch, die Handlung selbst ist m. E. bei öklogischer Bienenhaltung fragwürdig.


    Danke für Eure Hinweise, ich informiere mich separat zu diesem Thema an anderer Stelle zunächst über Suchfunktion.


    Gruß,


    Marcus