6 von 6 Königinnen nicht geschlüpft

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir brav nach Liebig:
    1) einen Sammelbrutableger aus 8 voll gedeckelten Waben mit ansitzenden Bienen + 1 Futterwabe zusammengestellt.
    2) diese dann 9 Tage weisellos stehen lassen, alle Nachschaffungszellen gebrochen und am 3.Juni Zuchtstoff (11 belarvte Weiselnäpfchen) zugesetzt.
    3) Am 13. Juni (10Tage) waren 6 schöne Weiselzellen vorhanden, die ich in 5-Wabenableger samt 1-2 der Waben aus dem Sammelbrutableger+eine Futterwabe + Leerrähmchen eingehängt habe.
    4) Das ganze dann ca. 10km verfahren, aufgestellt und gefüttert.
    5) Am 25.Juni voller Hoffnung in die Kästen geschaut und 6 ungeschlüpfte Königinnen vorgefunden, dafür waren die Ableger alle drohnenbrütig.


    Ich habe eine Zelle geöffnet und eine voll entwickelte Königin gefunden (schwarz), die verrückterweise mit Kopf zum Futtersaft (immer noch fast das ganze Näpfchen voll) stand. Erschütterung und Kälte (es hatte in den Tage ca. 30°C ;-)) sollte ja bei einer kurz vor dem Schlupf befindlichen Königin nicht das Problem sein, oder?


    Hat irgendjemand eine Vermutung was da passiert sein könnte ?

  • Normaler Weise hängen die Königinnen mit dem Kopf nach unten in den Zellen !


    Hast die gekäfigt gehabt ?


    Also da stimmt was nicht in deiner Aussage.


    Vielleicht waren es VAmpirköniginnen, die mit den Kopf nach oben in der Zelle hängen ?


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • :o

    Zitat

    eine voll entwickelte Königin gefunden (schwarz), die verrückterweise mit
    Kopf zum Futtersaft (immer noch fast das ganze Näpfchen voll) stand


    Wie soll DAS denn gehen?
    Ab dem Zeitpunkt, wo aus der Rund- eine Streckmade wird, wird direkt gefüttert.
    Und eine Streckmade KANN sich unmöglich noch umdrehen....
    Und da die Schwerkraft auch einen nicht unmaßgeblichen Efekt auf die Umbildung
    der Puppe zur Imago hat, sage ich, das geht einfach nicht.
    Sorry, Jäger äh Imker-latein.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Pfefferle schreibt über Arbeiterinnen in (wieder)geschlossenen Weiselzellen, die ans FuttersaftRest gingen und rückwärts nicht wieder rauskamen und von ihren (Halb)Schwestern zugemauert wurden und eines satten Todes starben.


    Hypothese:


    Deine Königinnen sind geschlüpft.


    Danach sind sie wieder in ihre eigenen Zellen gelaufen (über die Gründe können wir phantasieren, jedenfalls ähnlich wie Pfefferles Arbeiterinnen).


    Daraufhin sind diese Zellen von Außen zugebaut worden, etc.


    Jetzt Frage an Dich: Bist Du sicher, daß alle Zellen wirklich Königinnen enthielten?


    PS Erschütterung gefährlich nach der Verdeckelung (6.-9. Tag etwa), Kälte auch kurz vor dem Schlupf.

  • Also mir ist klar, dass das verrückt ist, aber ich erzähl keinen Blödsinn, war wirklich so geschehen.


    1) Ich habe nur eine Zelle untersucht und wenn ich jetzt darüber nachdenke könnte es tatsächlich eine Arbeiterin gewesen sein. Weil man die ja nicht in einer _gedeckelten_ Weiselzelle erwartet, habe ich wohl nicht genau genug geschaut. Die verbaute Arbeiterin klingt am ehesten logisch!
    2) Alle Königinnen wurden noch in der Zelle (ca. 13Tage alt) in die Ableger umgehängt (alle gedeckelt). Also nicht gekäfigt etc. Ob da Königinnen drinnen waren kann ich natürlich nicht sagen, die WZ sahen halt ganz normal aus.
    3) Ich war bei meiner Beschreibung nicht 100% genau. Die erste Nachschau habe ich 3 Tage nach Schlupftermin gemacht und da waren alle Zellen noch gedeckelt. Ich hatte Streß in der Arbeit und konnte dann erst wieder eine gute Woche später nachschauen. Ich habe alle Zellen fast vollständig abgetragen (ohne Futtersaft) vorgefunden, bis auf eine, die hatte die "umgekehrte Königin" enthalten.


    Die Ableger habe ich am Abend gebildet und in meinem Wabenlager stehen lassen (hier schon ein wenig übers Spundloch gefüttert, direkt darunter hingen die WZ), vielleicht habe ich sie wirklich verkühlt als ich sie nächsten Morgen transportiert habe, da die Ableger ja nicht wirklich viele Bienen enthielten.


    Gibt es grundsätzlich etwas gegen das "Verschulen" von WZ zu sagen? Sollte man besser doch käfigen und dann zusetzen? Dass alle Völker so kurzfristig drohnenbrütig wurden, irritiert mich auch. Da dass meine erste Königinnenzucht heuer war, möchte ich die "Quote" für das nächste Jahr verbessern, aber nicht umbedingt das komplette Verfahren ändern (sonst ist es wieder das erste Mal :-? )


    Danke für die Antworten!

  • Hallo Beehoob!


    Vieleicht waren sie am 13 Tag noch etwas empfindlich.
    Ich hatte dieses Jahr auch so meine Fehler mit Königinnen nachziehen gemacht. Einige sind da sicher auch verkühlt. Ein Erfahrener Imker hat mir dann geraten, sie am 5. Tag nach verschulen zu Käfigen (wenn sie gerade verdeckelt sind) und im (Pflege-)Volk schlüpfen zu lassen. Das hat auch den Vorteil, das sie nicht verbaut werden, und mann kan evtl Krüppel gleich verwerfen.
    Das Beste ist, sie dann nicht mehr anzurühren, sie sacken dann gerne mal ab und werden nichts.
    Alternativ geht glaube ich auch, sie in den Honigraum eines straken Volkes zu hängen, das Temp. und Luftfeuchte stimmen. So kann man dann eine zweite Serie pflegen lassen.
    Naja, ich wünsche dir viel Erfolg beim nächsten mal!


    Gruß
    Manuel

  • Ziemlich sicher drohnenbrütig, weil


    1) ausgebauter Leerrahmen (ca. 2/3) beidseitig mit Stiften versehen, im Schnitt 2-3 Eier/Zelle, zum Teil an der Seite der Zelle befestigt.
    2) im Zentrum der Futterwabe ca. 8cm kreisförmig Futter weg und wieder mehrfach bestiftet, später dann deutlich erhöhte Zellen (Buckelbrut halt)
    3) auch nach intensiver Suche war keine Königin zu finden.


    Da ja das Königinnenpheromon für die Bedämpfung der Legefähigkeit der Arbeiterinnen zuständig ist, vermute ich:


    1) es ist nicht schlau wenige Bienen in einen relativ großen Kasten zu stecken und das nur mit einer Weiselzelle, weil schlagartig der Geruch weg ist
    2) unbegattet Königinnen riechen auch schon und daher bleiben Völker mit unbegatteter Königin länger OK.
    3) das Pflegevolk aufzuteilen ist zwar ein recht einfaches Vorgehen, aber die waren halt auch schon 9+10=19 Tage weisellos (also ohne Pheromonversorgung) bevor sie in die Ableger aufgeteilt wurden.


    Beim nächsten Mal werde ich die Zellen käfigen, dann sehe ich zumindest mal eine gezüchtet Königin, so war alles ziemlich unbefriedigend.


    Danke für die guten Wünsche!

  • Kauf dir bee-boost (Königinnen-Pheromon), ein halbes Stäbchen reicht, die Bienen im weisellosen Zustand glücklich zu halten OHNE Afterweiseln.
    In Amiland stellen sie damit reine "Erntevölker" ohne Brut & Königin auf.
    Nicht, daß ich das toll finde, aber es funktioniert.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    mein Sammelbrutableger nach Liebig hat prima geklappt
    ich habe aber die Zellen gekäfigt und schlüfen lassen.
    Beim aufstellen und aufteilen und dann endgegen Liebig
    unter teigverschluß zugesetzt.
    Heute Kontrolle 11 von 12 in Eilage


    vielleicht liegt es daran das die Bienen vom Liebig abstammen :lol:


    @ Beebob hast du genügend verdeckelte Brutwaben verwendendet es könnten die Jungbienen in ausreichender Menge gefehlt haben oder sind dir die Altbienen abgeflogen weil zu nahe aufgestellt.
    In beiden Fällen fehlt dann die Bienenmenge für die optimale Temperatur.


    Gruß Uwe

  • Was hat die Entfernung mit der Bienenmenge zu tun?


    Also wie Sabine schon meinte, von 8 gedeckelten Waben+ansitzenden Bienen enstanden eine Menge Pflegebienen. Es war es auf einer Zarge so voll, dass die Bienen beim Flugloch 'raushingen. Ich habe das Volk spätabends (bei fast völliger Dunkelheit) aufgeteilt und jetzt rück' ich auch noch mit dem letzten Quentchen Wahrheit 'raus: einen Ableger an der Stelle stehen lassen (um mögliche Flugbienen einzusammeln). Dieser Ableger hatte exakt den gleichen Effekt (Königin nicht geschlüpft und alsbald drohnenbrütig) und das ohne Transport.


    Das Verbringen außerhalb des Flugkreises macht es halt einfach die Bienen neu zu gruppieren, da sie sich am neuen Standort neu einfliegen müssen und 10km sollte doch weit genug sein!


    Der am Pflegevolkstandort verbliebene Ableger war wirklich ein wenig stärker als der Rest (es waren also immer noch Flugbienen unterwegs gewesen).

  • Hallo


    ok wenn die Bienenmenge gestimmt hat dann sehe ich nur noch die Möglichkeit das die Zellen beim Verschulen oder Nachsehen zu stark erschüttert wurden.
    Das ist einem Bekannten und auch Mir schon passiert, nicht aufgepasst und der Rahmen kippt kurz um - oder der Rahmen rutscht beim Einhängen aus der Hand und fällt in die Zarge -- aus die Maus.
    Dadurch ergibt sich dann das die Made stirbt und das Volk sie nicht mehr warnimmt. Wenn man das zusammenrechnet ca 6 Tage Larvenzeit und die 12 nach dem umstellen ergibt etwa 18 Tage ohne Königin das reicht bei so kleinen Einheiten manchmal aus.


    beebob da ich die Beute nicht gesehen habe und Du ja beim nächsten Mal Erfolg haben willst gehe ich halt möglichen Fehlerquellen durch.


    Gruß Uwe