Schwaermen

  • Ich habe meine Magazine etwa 20 Meter hinter einer Reihe Olivenbaeume stehen. Darin setzen sich die Jungschwaerme fest, bis dass sie bequem eingefangen werden koennen.
    Nun moechte ich im naechsten Jahr einige Kaesten an einen ganz anderem Ort aufstellen, der ohne Baumbewuchs und voellig kahl ist.
    Meine Befuehrchtung ist, dass die Jungschwaerme dort weiter weg fliegen um sich nieder zu lassen und damit kaum auffindbar sind.
    Kann ich vor den Kaesten irgend etwas installieren (z.B. Maschendrath spannen, Gestruep hinlegen), damit sich die Jungschwaerme dort niederlassen?

  • Thomas 2 schrieb:

    Kann ich vor den Kaesten irgend etwas installieren (z.B. Maschendrath spannen, Gestruep hinlegen), damit sich die Jungschwaerme dort niederlassen?


    Bestimmt kann man.
    Man kann sich auch ein Loch in's Knie bohren und Rüben drin ansäen.


    Im Ernst. So ein Schwarmsammelplätzchen sollte ein stabiler Ast sein, der sich dazu im Schatten befindet.
    Gestrüpp und Maschndraht sind unpraktisch, Du willst den Schwarm doch rauskriegen.


    Grüße, Thomas

  • Ich kenne mich da nicht aus, aber spontan würde ich empfehlen, 2 oder 3 T-Konstruktionen (Kreuze) aus Balken zu installieren. Etwas größere Abstände zueinander. :roll:


    Wenn da nichts weiter ist, vielleicht kannst Du dort auch leere Kästen aufstellen? Die Suchbienen fänden`s sicher interessant...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Thomas,


    nochmal der Rat: wie machens denn die anderen?
    Fangen die keine Schwärme?
    Ich selbst habe mal erlebt, dass ein Schwarm im Rapsfeld, wo hunderte Meter weit kein Landeplatz ist, sich einfach auf die Erde plumpsen ließ.
    Die Altkönigin kann ja nicht unbegrenzt weit fliegen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ich hatte dieses jahr meine bienen auch im rapsfeld und in kürzerer entfernung auch keine bäume, sträucher etc.


    die völker standen auf holzpaletten, die wiederum auf steinen standen. die beiden schwärme, die ich hatte, haben sich dann genau unter das flugloch gehängt - der flügel der königin ist nicht gestutzt.
    danach musste ich den schwarm nur noch einfangen. ob das allerdings immer so ist, kann ich dir nicht sagen und wie lange die dort bleiben, bevor sie weiterziehen auch nicht. kann ja sein, wenn sie nichts in unmittelbarer umgebung finden, dass sie dort mit wildbau anfangen, wo sie sind (bei mir dann unter den eigentlichen völkern, da regengeschützt).

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Es ist gut ueberschaubar und sie sind leicht einzufangen, wenn sich die Bienen immer in einer Olivenreihe niederlassen.
    Ein Rundblick genuegt und man weiss, ob es einen Schwarm gibt oder nicht.
    Waeren die Baeume nicht da, dann muesste ich saemtliche in Frage kommenden anderen Orte absuchen.


    Wie machen's die anderen?:


    Wer wenige Voelker hat, der findet mit Glueck einen ausgerueckten Schwarm.
    Wer viele Voelker (>20) hat, der sitzt waehrend der Schwarmzeit ununterbrochen vor den Kaesten und schaut wohin der ausgezogene Schwarm fliegt. Oftmals muss dieser dann unter Lebensgefahr mit viel Kletterakrobatik aus einer Felsspalte geholt werden.


    Weil ich beides nicht will, waere es mir recht, wenn ich irgend etwas vor den Kaesten bauen koennte, worin sie sich nieder lassen.

  • Hallo, Thomas,
    da es bei dir ja anscheinend keine Restriktionen gibt bez. Schwarmfallen, würde ich mit Hardy konform gehen und für irgendwelche Pfähle plädieren, bei denen oben eine Kiste/Karton ist, der gut für die Bienen riecht (Lemongrassöl, Zitronenmelisse, etc.) und ein paar alte, aber noch verwendbare Waben, die auch gut nach Bienen stinken :wink: 
    In den USA funktioniert es sehr gut, hier ist es verboten. :cry:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe schon Bodenschwärme in Rapsfeldern ohne höheres Begleitgrün, an Eingängen von Rohrdurchlässen mit unmittelbar benachbarten Feldgehölzen und auch mitten im Wald auf Waldwegen gesehen. In allen Fällen konnte eine Flügel beschnittene Königin mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Bodenschwärme fallen halt nicht so sehr auf und werden leicht übersehen.


    Grüße aus Berlin