SHB in Canada...

  • ...wenn ich das lese, wird mir Himmel-Angst-und-Bange! :evil:


    Wie lange wird es dauern, bis geldgeile Händler und egozentrierte Trottel/Lumpen den Käfer nach Europa verfrachtet haben?


    ....Varroa, Berufsgenossenschaft, chemische Keule, "Biohonig" vom anderen Ende der Welt für weniger als 'nen "Äppel & 'n Ei".... und bald der Käfer... nur des schnöden kurzfristigen Gewinns wegen.... :evil:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo allerseits,

    G. Wustmann schrieb:

    .


    Wie lange wird es dauern, bis geldgeile Händler und egozentrierte Trottel/Lumpen den Käfer nach Europa verfrachtet haben?


    Ich glaube, das hier ein anderer Invasionsweg völlig unterschätzt wird.


    Der Käfer könnte nämlich auch wohl ganz ordinär mit einer Ladung Obst ins Land kommen!


    Das ist ja wohl auch der inzwischen wahrscheinlichste Weg, wie der Käfer in die USA gekommen sein soll.


    In England sind meines Wissens die Imker in der Nähe von großen Übersee Häfen deshalb zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen worden.


    Gruß Hubert

  • Den Weg über das Obst kann man nicht ausschließen.
    Wenn man aber bedenkt, wie viel Obst täglich nach D gekarrt wird, sind die paar Bienen dagegen gar nichts. Aber die SHB's über die Königinnen aus unserem Bruderland haben es bereits nach Europa geschafft.
    Für mich stellen Hinweise auf die "Obstbegleitung" womöglich sogar eine gezielte Ablenkung vom wahrscheinlichren Weg dar. Warum? So können die Schacherer skrupellos weiter schachern, mit dem Hinweis auf ihre unbefleckbare Weste.


    Manne

  • Hubert schrieb:


    Ich glaube, das hier ein anderer Invasionsweg völlig unterschätzt wird.


    Der Käfer könnte nämlich auch wohl ganz ordinär mit einer Ladung Obst ins Land kommen!


    diesen Invasionsweg will ich nicht völlig ausschließen, blos es drängt sich natürlich sofort die Frage auf: Der Käfer ist ein Tier des südlichen Afrikas, warum hat er gerade jetzt seine Reise um die Welt angetreten? Obst wurde doch schon seit vielen Dutzenden von Jahren in großen Mengen kreuz und quer durch die Welt verschifft. .....
    Der weltweite Bienenhandel in Größenordnungen ist aber recht neu...........

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  • Hallo Zusammen,
    die Verkehrswege haben sich geändert.
    Brauchte früher ein Dampfer Wochen von Afrika bis zu uns,
    kommt heute verderbliche Ware (auch Blumen!)
    mit dem Flugzeug zu uns.
    Wer also sein Obst und Gemüse nicht nach der Jahreszeit entsprechend isst, Blumen auch ausserhalb ihrer Blütezeit ,hierzulande, kauft,
    braucht sich nicht zu wundern, das auch blinde Passagiere dabei sind.
    Jeder kennt die Geschichte mit der Tarantel in der Bananenstaude.
    Die Riesenschaben im Funierholz, usw..
    Und was einige für exotische Tiere zu hause halten...
    Ist das der Preis, den wir für die Globalisierung zahlen müssen?
    Schöne neue Welt!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat

    Jeder kennt die Geschichte mit der Tarantel in der Bananenstaude.
    Die Riesenschaben im Funierholz, usw..


    Lieber Lothar,
    diese Stories sind nachgewiesenermaßen "urban myths" oder "Hoaxes".
    Was stimmt, sind die Pharao-Ameisen in den Hafenstädten, und Termiten.
    Ansonsten hält es sich noch wirklich in Grenzen, wenn man von den Irren absieht, die immer wieder versuchen, Viecher oder Pflanzen illegal zu importieren.


    Nebenbei: ist die Einfuhr von Bienen aus NZ & Australien wieder zulässig?
    Hab heute im DBJ eine Anzeige gesehen für frische 2006er Ligustica Königinnen aus NZ.....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen



  • ja, das ist der Preis und noch um einiges sehr viel höher ist er..... (..aber das gehört in kein Imkerforum)


    Ich hatte mal vor "grauen Urzeiten" (so ungefähr 25 Jahre her) :wink: Zoologie-Vorlesungen, wo es genau um dieses Thema ging (einschleppen von Parasiten etc.) und der Herr Dozent Klapperstück meinte schon damals, dass die Verschiffung von "blinden Passagieren" fast nicht mehr vorkomme ,weil das Transportgut (Obst etc.) vorher chemisch behandelt wird. Während es in den 50er und 60er Jahren noch relativ häufig gewesen wäre, dass Skorpione, Schlangen etc. aus anderen Ländern hierher gelangten. (Und weil er als Ansprechpartner für eingeschleppte Tiere für den Handel fungierte, war er aufgrund seiner Tätigkeit sehr gut im Bilde....) Deshalb halte ich die Ausbreitung des kleinen Beutenkäfers über Obst relativ unwahrscheinlich.

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  • Hallo Sabine,
    Hallo Zusammen,
    mein Vater hat in einer "Möbelbude" gearbeitet.
    Er kennt diese Riesenkakerlaken.
    Ansonsten halten sich diese Geschichten aber recht wacker aufrecht.
    Wie die tote Oma im eingerollten Teppich.
    Obwohl dieser mittlerweile vom Top-Case ersetzt wird.
    Werden die Waren wirklich in den Herkunftsländern mit der chemischen Keule behandelt?
    Was ist mit "Bioware"?
    Nimmt man das in kauf, ohne den Verbraucher zu informieren?
    Ich weiß, das bei Holzimporten aus Asien mit Argusaugen ängstlich nach irgendeinen Holzbock gesucht wird.
    Nebenbei: Braucht man unbedingt Bananen?
    Sabine : gab es überhaupt ein Einfuhrverbot aus NZ ?
    Wurde nicht argumentiert, das NZ von Australien weiter weg ist wie
    Europa von Ägypten, wo der KBK schon ist.
    Viele Grüße
    Lothar

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  • Lothar schrieb:

    Werden die Waren wirklich in den Herkunftsländern mit der chemischen Keule behandelt?
    Was ist mit "Bioware"?


    so weit ich weiß, werden frischwaren auf den entsprechenden schiffen hochdosiert mit co2 behandelt, um unerwünschte parasiten fern zu halten. dies ist aber nur wirksam für die parasiten in den stauräumen. daß sich käfer und anderes getier während der (sorry) "begasung" auch woanders aufhalten können ist fast anzunehmen...
    die chemische keule, das typische spritzen, geschieht wohl außerhalb der häfen.


    gruß
    jandavid, der's von seinem schwager hat, der einen bananendampfer fuhr.