Anfängerfallen

  • Hallo,
    habt ihr vieleicht ein paar Tipps für nen Anfänger?
    Meinen tu ich damit so Sachen an die Man nicht denkt oder als Anfänger immer Falsch macht. Typische Anfängerfallen halt.


    MFG
    Jonas

  • :o Das ist ein bißchen ZU allgemein.
    Da wirst du fündig, wenn du dich mal in Topics einliest, die dich interessieren.
    Das Forum hat eine wunderbare Suchfunktion, und fast alle Fragen sind schon mal gestellt worden...und wurden beantwortet. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich mein des auch so allgemein.
    Genau Fragen hab ich ja nicht.


    Vieleicht sind euch ja ein paar Erlebnisse in euren Anfangsjahren hängen geblieben.

  • Hi,


    ich mach dann mal ne Vorlage...


    1.) Kaufe keine alten Bienenvölker in noch viel viel älteren Beuten bei dem netten, sympathischen Bienenonkel von nebenan.


    2.) Habe immer Reserven in petto: Zargen vor allem.


    3.) Kaufe nicht, was Du borgen kannst (Schleuder, etc.)


    4.) Fange nicht mit nur einem Volk an, sondern mit mehreren.


    5.) Besuche einen Imkerkurs in der "Fahrschule Henry" ;)


    6.) Fang schonmal an zu sparen: imkern ist teuer... will man den Ausführungen der meisten Imker folgen. Oder wenn man sich die Honigpreise betrachtet...


    Viele Grüße,


    Bernhard Heuvel

  • Wir haben damals als "Geschenk" für die Anfänger im Verein von der hiesigen Belegstelle KÖs geschenkt bekommen. Mir ist so als wären dass die Biester gewesen die keiner wollte.


    Ein Volk, zum Glück nicht meins, hat beim Öffnen innerhalb von wenigen Minuten sämtlichen Menschen in den Haaren und sonst wo gehangen. Teufelsbiester in allen Fabvarianten mit dezenter Tendenz zum Stechen :evil:


    Ich bin diesen Sommer dabei alle alten auszutauschen.


    --> Kauf dir lieber KÖs bei denen du weisst wo sie herkommen und wie sie drauf sind. Das spart Zeit und Nerven und du kannst von deinen Weiselzellen nachziehen ohne nächtelang zu hoffen dass auch die richtigen ~30 Drohen am Zuge waren. Oder musst dich nicht ärgern, wenn du merkst das du von 3 Schwärmen ausgerechnet den gefangen hast, den du lieber... :wink:


    Best!
    Arnd

  • 1. Achte bei Segeberger Beuten auf die richtige Seite für die Abstandshalter in der Zarge und


    2. lege das Kunststoff-Absperrgitter richtig ein!


    3. Lerne richtig rechnen und erinnere Dich immer daran, daß das was wir sehen zwar da ist, aber daß das was wir nicht sehen nicht sicher fehlt. (Ein Ei braucht nicht 3 Tage bis zur Larve ein Ei nist auch 1 Stunde vor der Larve noch ein Ei, eine gedeckelte Zelle braucht nicht 8 Tage bis zum Schlupf, auch eine in zwei Minuten schlüpfende Zelle sieht sehr gedeckelt aus. Eine schön und vollflächig stiftende junge Königin, die ganze Waben voll stiftet, kann nach 10. Tagen als Ddrohmenbrütig erkannt werden. usw.)


    4. Vertraue keinem, vor allem nicht Dir selbst!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • hallo Anfänger,
    1.) kauf keine gebrauchte Schleuder, die du nicht vorher gesehen hast, sie ist das Porto nicht wert.
    2.) gebrauchte Beuten gut ausbrennen, Ritzen nicht vergessen!
    3.) such dir einen Einzelhändler in der Nähe & schau an, was du kaufst.
    4.) bei Magazinen nicht nur kippen, um nach Weiselzellen zu suchen! 14 Nachschaffungszellen kannst du sonst glatt übersehen!!!
    5.) hab min. 3 Kisten auf Vorrat, oder wo sollen die Schwärme hin, wenn alle das gleiche Problem haben!!!
    ....
    479.) ließ mal ein (imker)buch :-? 
    gruß Knäcke

  • the_bug schrieb:

    Wie kann ich die "Fahrschule Henry":) machen und vorallem wo ist das?


    Das iss bei mir. Ich mache aus Bieneninteressierten Imkeranfänger und aus Imkeranfängern Imker, die dann ganz gut alleine über die Runden kommen. Doch ich werde wohl zuweit weg von Dir sitzen. Leipzig oder Westsachsen sind mein Einzugsgebiet.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • OK, dass ist doch ein bissel weit weg.
    Muss mich dann doch auf meinen Vater verlassen aber der macht des immer so kompliziert....


    Nochmal danke für die vielen Tipps!
    Der mit den rechnen lernen hört sich ziemlich nützlich an.


    Jonas

  • Ja Jonas,


    Bienenpflege ist halt was Ganzheitliches und auch mindestens die berühmten drei Dinge auf einmal (Spannungm, Spiel und Honig :wink: ) und man muß Nase, Ohren, Zunge und Rübe anstrengen und verarscht sich dennoch oft selbst und dafür gründlich. Beim Imkern ist immer irgendwie "mitdenken" gefragt doch das allerschwerste ist, dem denkenden Gehirn erstmal die vollautomatischen Vereinfachungs- und Erfahrungs-das-ist-immer-so-Routinen abzugewöhnen.


    Beispiel: Wegzucken wenn man von einer Biene angeflogen wird. Machen am Anfang alle. Prompt werden sie gestochen und zucken beim nächsten Male um so mehr. (deshalb gehen ja die Nichtimker von den Stöcken weg :wink: ) Der Imker weiß und hat sich das immer wieder klar gemacht: Anfliegen ist die erste Angriffsstufe. Wer zuckt outet sich als Bär und ist kein Gebäude, Baum oder wackelnder Zweig, wer nicht zuckt ist also wahrscheinlich aus Stein oder Holz und muß nicht gestochen werden. Und wird dann auch nicht gestochen. Die Biene dongst also an und fliegt wieder ab. Nix passiert und nu kommts: sticht sie doch (soll ja vor kommen :cry: ) dann weiß der Imker, daß sie das nur einmal kann und der Schmerz an dieser Stelle ohnehin nicht mehr zu beeinflussen ist. Warum also zucken oder gar die Wabe in den Stock fallen lassen? Eine Biene sticht genau einmal. Nicht zweimal. Und nun schaffe das, daß das in Deinem Hirn verankert wird. :lol: Da liegt die Herausforderung. Und dann kommt die Ruhe und inzwischen mache ich ganz viele Arbeiten gänzlich ohne Schutz, aber nur wenn ich mich konzentrieren kann und niemand dabei ist. (Michael ist da weiter oder seine Bienen sind noch zärtlicher :wink: )


    Unser Hirn versucht uns zu helfen, spielt uns aber dauernd Streiche. Wir reagieren auf den Drohnenton, weil der dem Stechton schon sehr ähnlich ist, schwitzen und werden fahrig und prompt auch angeflogen, zucken rum und werden gestochen ...


    Unser Hirn kriegt vom Auge die Information Königin gesehen, aber wir nehmen wie selbstverständlich wahr, die Königin gesehen. Nach einer zweiten suchen wir nicht mehr, wir vertrauen uns selbst.


    Wir sehen Stifte, freuen uns und haken die perfekte Begattung ab. Scheißchen! Könnte ja noch alles Müll werden.


    Wir suche voller Erwartung dennoch Stifte, die gerade vom Anfänger leicht übersehen werden, und könnten doch einfach noch eine Woche warten und hätten dann fette Maden und wüßten mit einer Durchschau auch gleich was wirklich Sache iss. Machen wir aber nicht. Der Spieltrieb geht mit uns durch.


    Imkern beginnt im Kopfe. Du wirst das also auch verstehen, auch wenn's Papa bißl kompliziert erklärt. Kopf haste ja dabei. Oder? :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Stelle sicher, dass du neben deinen bienenvölkern immer eine ebene stellfläche hast, wo du die magazine beim auseinanderbauen abstellen kannst. :wink:


    stecke immer einen stockmeißel ein, wenn du zu den bienen gehst 8)


    mache wenn möglich das volk nicht auf, wenn es sehr schwül und drückend ist :o :roll:


    (lacht nicht über mich :oops::wink: )