Nectar Management & Checker Boarding

  • Achja, und Lieblingsimker Nr. 3 hat was auf seiner HP:
    http://bwrangler.madpage.com/bee/gche.htm und


    http://www.knology.net/%7Ek4vb/all%20walt%20articles.htm
    DA steht alles, was Walt bis jetzt in BeeCulture oder ABJ publiziert hat.


    Er hat nun mal was entdeckt, was in jedem Volk steckt.
    bisy schrieb:

    Zitat

    Nun kann ich zwar jedes Jahr meine Praxis ändern, aber hilft es meinen Bienen?
    Die machen doch was sie wollen.
    Oder?
    So kann ich sie nur in bestimmte Bahnen lenken wenn ich sehe und fühle was sie Wollen, nur die Toten und der Ami können das nicht!


    Tja, das ist schlicht falsch.
    Bienen haben nun mal keinen freien Willen.
    Unter bestimmten Umständen haben sie nur eine sehr begrenzte Auswahl an Möglichkeiten, auf diese Umstände zu reagieren.
    Die haben sich aber in etlichen Millionen Jahren als hervorragend zum Überleben herausgestellt.
    Man muß sie nur finden und vor allem verstehen.
    Walt hat das getan, und behält es NICHT für sich.
    Wie berühmt muß denn jemand werden, um zugegebenermaßen Ahnung zu haben?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Liebe Sabiene,
    er behält es doch für sich, wenn ich für sein Käseblättchen nicht zahlen will.
    Will ich zu den Erleuchteten gehören muß ich bezahlen.
    Viele Firmen aus deinem gelobten Land pflegen diese Praxis, erst zahlen und dann Ärgern.
    Vieleicht hilft dir die Provision deine Bienen am Leben zu halten.
    Und nächstes Jahr findest du in Askiristan einen Eingeborenen der mir auf irgend eine Weise weis machen will, das Bienen den Honig gleich in die Gläser bringen, wenn man ihnen die richtige Melodie vorspielt die ich auf CD dann bei Irgendwem erstehen kann.
    Du wirst wieder drauf schwören, wie auf den ganzen anderen Kram den du in den vergangenen Jahren bejubelt hast, auch.
    Und ich schließe wieder Wetten ab, wieviele Bienen krepieren werden.
    Selbstverständlich nicht durch deine Schuld, sondern…..


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viele gesunde Bienen


    Margret

  • :evil: Ich kriege keine Provision, und die Übersetzung hab ich auch für lau gemacht.
    Stell dir vor, es gibt Leute, die auch was umsonst für andere tun.
    Und wenn es nach dir ginge, müßten ja alle Autoren verhungern....
    Br. Adam hat seine Bücher auch nicht verschenkt.
    Wenn das doch alles so gar nichts für dich ist, warum fühlst du dich dann noch genötigt, meine Beiträge überhaupt noch zu lesen, geschweige denn zu beantworten? 8)


    Gottseidank gibt es genug, die es interessiert, und die auch verstehen, welche Auswirkungen das langfristig auf die Imkerei haben wird.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Simon,
    letztes Jahr in 18 bis Juli, also die volle Honigsaison hindurch, und dieses Jahr immerhin noch in 3en, alle anderen wurden jeweils sehr früh zu Ablegern verwurstet.
    Keine Schwärme.
    Und der Punkt für dieses Jahr ist überschritten: weißes Wachs seit 10 Tagen. :wink:


    edit: und nette Erträge als Nebeneffekt. :wink: 
    Ich empfehle wirklich die Seite von Dennis; wenn der als Profi das System schon fast ein Jahrzehnt angewandt hat, ohne es zu verstehen, :lol: und erst seit seiner Rente begreift, was da eigentlich passiert, und immer noch schwärmt, ohne Geld dafür zu bekommen, dann heißt das schon was....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe an diesen "Methoden" meine Zweifel. Lag es dieses Jahr, wie sonst auch, an den Standorten: Die Schwarmstimmung ging von bestialisch/nicht haltbar bis null Schwarmstimmung. Jeweils war es der gleiche Imker und die gleichen Bienen. Inwiefern die Technik "auf Lücke setzen" wirkungsvoll ist, stellt sich raus, wenn 10 Völker damit im Raps geführt werden. Wenn sich diese nicht von den anderen unterscheiden ist an der Sache etwas "wrong".
    Wie bekommt man durch die Um- und Zwischenhängerei die Reifung des Honigs in den Griff? Mit dieser Technik hätte ich etliche Völker auf 6 Zargen, da habe ich meine Zweifel ob das klappt. Natürlich klappt die ganze Sache mit Absperrgitter nicht?


    Gruß
    Simon

  • Simon,
    es ist eben nicht einfach nur "auf Lücke setzen".
    Und schon gar nicht so, wie du dir das anscheinend vorstellst.
    Ich habe meine üblichen 3 BR rappelvoll, und jede Menge halbhohe HR obendrauf.
    Es ist grundsätzlich ganz einfach, und geht auch mit Absperrgitter.
    Allerdings solltest du bedenken, daß dort von Langstroth die Rede ist und auf Honig überwintert wird.
    Aber es klappt trotzdem hier auch, wenn man passend winterfüttert.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zitat

    Du wirst wieder drauf schwören, wie auf den ganzen anderen Kram den du in den vergangenen Jahren bejubelt hast, auch.


    Außer den kleinen Zellen weiß ich nix, und denen bin ich immer noch treu.
    Und daran ist noch kein Volk eingegangen.
    TBHs finde ich immer noch toll, weil so genial einfach, hab zwei leere hier stehen, weil ich mich mit Honig aus bebrüteten Waben einfach nicht anfreunden kann.
    Ansonsten habe ich nichts ausprobiert, außer verschiedene Wabenmaße, das Gitter weglassen (ich brauch keins mehr... :lol: ), und jetzt einen Ableger mit Flugloch oben.
    Was ist daran so schlimm?
    Ich bin immerhin weg von den bienenmatschenden Beuten mit Falz, vom Absperrgitter, und dank Toyotafan auch von allen Maisäckern.
    Nach wie vor hänge ich dem wirklich unbeschränkten Brutraum an, bin absoluter Bucki-Fan und leiste mir gerade zu Carnis auch noch Dunkle.
    Ach ja, und zu den kleinen Zellen Naturbau im HR, und Drohnen ad libitum.
    Und, ganz wichtig, Ablegerfluglöcher nicht breiter als 1,5cm, auch wenn auf dem ganzen Stand nur Ableger stehen.
    Sonst noch was? Nö. :lol: 
    Ach doch: Checker boarding. Und im zweiten Jahr trotz fetter Völker kein Schwarm.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,
    habe mir den Erfahrungsbericht von D. Murell durchgelesen. Er setzt im Frühjahr das Brutnest nach unten und oben im HR die Waben auf Lücke. Mittelwände setzt er ganz oben drauf. Ziel soll es sein, den Bienen die Illusion eines vollen Honigraumes über dem Brutnest zu nehmen. D. Murell schreibt: "...to break up the solid band of capped honey directly above the broodnest with the empty frames." Bisher habe ich das so verstanden, dass im HR ausgebaute leere Waben zwischenhängt werden. Liege ich da falsch?


    Gruß
    Simon

  • Nein, das hast du richtig verstanden.
    Nur sind es nur die ersten beiden Zargen über dem Brutnest, die wichtig sind.
    Alle anderen kannst du laufen lassen, wie du möchtest, ob mit MW, Leerwaben oder Naturbau.
    Deshalb stellt sich die Frage nach der Honigreifung ja gar nicht.
    Bist du knapp mit Leerwaben, nimmst du von weiter oben welche, schleuderst sie und setzt sie weiter unten wieder ein.
    Dennis wohnt wesentlich weiter südlich als wir, schon deshalb kann man es nicht 1:1 vergleichen; er hat Sommerbrutpausen wegen Trockenheit UND Winter.
    Hier ist es etwas kontinuierlicher, nur fehlt uns eine bienenverträgliche Herbsttracht als Überwinterungshonig.
    Lies mal den Rest auf den anderen Seiten... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    ich habe den Bericht von Murell gelesen und fand in auch interessant.
    Wie viele Eingriffe erfordert das checker boarding eigentlich in einem normalen Jahr.
    Viele Grüße, Hermann

  • :lol: Eigentlich nur einen einzigen.
    Danach mußt du halt nur schauen, daß bis zum kritischen Datum direkt über dem Brutnest keine geschlossene Honigkappe oder sonstwelche Verstopfungen entstehen.
    Nach dem Datum ist es egal.
    Es ist wesentlich weniger aufwendig als alles andere.
    Die Bienen dehnen das Brutnest weiter nach oben aus, solange da diese Lücken sind.
    Ansonsten nur HR aufsetzen und sich freuen, wie sie voll werden. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen