Fruchtsirup als Futter???

  • Hallöchen an alle!


    Mein anliegen mag vielleicht etwas seltsam scheinen, aber vielleicht weiß jemand ne antwort:


    ich hab im vorjahr holunderblüten- und johannisbeersirup gemacht (für meinen eigenbedarf)


    der holundersirup hat irgendwie einen bitteren beigeschmack bekommen und der johannisbeersirup besteht eigentlich fast nur aus rot eingefärbtem zuckersirup (bin eher unbegabt als hausfrau :oops: )


    auf jeden fall stehen die flaschen ungebraucht im regal rum und nehmen platz weg.


    idee: bienen damit füttern? oder ratet ihr ab? wenn ja, warum?


    (PS: würde natürlich nur die ableger und schwärme damit füttern von denen ich dieses jahr eh nix mehr schleudere)

  • :o Wegschmeißen!
    Es gibt eine schöne Geschichte über einen Imker, als es noch vergällten und rot gefärbten Futterzucker gab. Eine einzige nicht entnommene Futterwabe hat angeblich f´gereicht, daß in dem Volk die komplette Ernte rot war.....


    Bienen trinken auch so keinen Holunder- oder Johannisbeersaft, ich denke nicht, daß ihnen der bekäme. Und gekochte Zuckerlösung entwickelt HFM, was für Bienen tödlich ist.
    Ich würde es keinesfalls riskieren.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ja, fütter deinen Kompost damit!


    Zitat

    Honig wird erwärmt, damit er sich leichter abfüllen und nach dem Kandieren wieder verflüssigen läßt. Um dabei wärmeempfindliche Inhaltsstoffe wie Enzyme nicht zu schädigen, sollte die Temperatur 40 °C nicht überschreiten und so kurz wie möglich einwirken. Eine Wärmeschädigung läßt sich anhand des HMF-Wertes feststellen. Die Substanz Hydroxymethylfurfural (HMF) bildet sich aus Fruchtzucker, wenn der Honig höheren Temperaturen ausgesetzt ist. Frisch geschleuderter Honig enthält kein HMF. Wird er kühl gelagert, das heißt unter 14 °C, steigt der HMF-Wert nur gering an: je nach Honigsorte um 3-6 mg pro kg und Jahr. Liegt die Lagertemperatur dagegen über 21 °C, kann der HMF-Gehalt in einem Jahr bereits auf 20 mg und bei 70 °C innerhalb von 20 Stunden auf Werte von 80 mg ansteigen.


    Steht nicht dabei, bringt die Mädels aber um, such mal hier im Forum nach dem Begriff.[/quote]

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Es gibt eine schöne Geschichte über einen Imker, als es noch vergällten und rot gefärbten Futterzucker gab. Eine einzige nicht entnommene Futterwabe hat angeblich f´gereicht, daß in dem Volk die komplette Ernte rot war.....


    Ein schöne Geschichte, aber eben nur eine Geschichte wie so vieles anderes, wo man sich in der Imkerei Geschichten erzählt. In den 60 er Jahren gab es nur den vergällten, roten Zucker zum Eintüttern und ich kann mich nicht erinnern, dass wir auch nur einmal einen "Roten Honig" geschleudert haben! :D:D

  • herr lau - vom bienenisntitut celle - hat auf einem lehrgang aber auch mal erzählt, dass er futter mit grüner lebensmittelfarbe einegfärbt hat. das futter wurde im nächsten jahr dann auch überall hin umgetragen (an der grünen farbe leicht zu erkennen), also auch in den brutraum. ob die rote farbe des zuckers aber nun durch die bienen neutralisiert wird. weiß ich nicht. ich würde es nicht ausprobieren .....

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Aber doch nicht wegschmeißen,


    das kann man doch noch in irgendeine einfache Fruchtmaische zur Vergärung begeben und später Schnaps von brennen lassen. Die Farbe geht da sowieso nicht mit.


    Gruß, Radiolaria

  • radiolaria schrieb:

    Aber doch nicht wegschmeißen,


    das kann man doch noch in irgendeine einfache Fruchtmaische zur Vergärung begeben und später Schnaps von brennen lassen. Die Farbe geht da sowieso nicht mit.


    Gruß, Radiolaria

    weder brenne ich, noch trinke ich schnaps :roll:


    Sabine : wenn ich den sirup auf den kompost gieße, dann vergehen sich doch erst wieder die bienen dran, oder etwa nicht?

  • salvia schrieb:

    Sabine : wenn ich den sirup auf den kompost gieße, dann vergehen sich doch erst wieder die bienen dran, oder etwa nicht?


    Hier handelt es sich zwar um eingekochten Zuckersaft mit entsprechenden Fruchtzusätzen, was vermutlich anders wirkt. Meine Erfahrung beim Apfelsaftpressen allerdings ist anders: Weder an den angelieferten Äpfeln, noch am Trester, noch am Fruchtsaft ergötzen sich Bienen - trotz der Räubereigefahr im Herbst -, sondern einzig und allein die Wespen :evil:... und mein Bienenstand ist keine 150m von der Mosterei entfernt!


    Also ich würde den Sirup ganz einfach (sic!) entsorgen, aus vorsicht vielleicht bei Regenwetter (Verdünnung).
    Jan-David.