Honigernte

  • Ich weiß, klingt anfängerisch, aber genau so ist es. Meine 1. Honigernte steht an. Und ich bin unentschlossen, wann der richtige Zeitpunkt ist.


    Ich habe gerade reingeschaut. 3 Räume sind mehr oder weniger voll, aber nur 2 halbe Waben verdeckelt. Ich habe an einer Stelle eine Probe gemessen und einen Wassergehalt von 18,5 erhalten.


    Warten, bis mindestens die Hälfte der Waben verdeckelt sind un dann diese herausnehmen? Wie lange dauert sowas bei dieser Witterung? Um die 25 - 28 Grad. Montag?


    Mann liest viel. Mann weiß nichts, bis mann es getan hat.
    Es ist mein erster Sommer mit meinen Bienen.


    Ich habe die letztjährigen 4 Ableger spät bekommen und bin froh, dass sie alle leben. 3 sind groß geworden und haben die Honigräume. Ein Volk hat enorme Schwierigkeiten überhaupt etwas zu wachsen. Den werde ich Mitte August mit einem anderen Volk vereinigen, wenn nichts deutliches mehr geschieht.


    Und ich will als Antwort nicht wissen, dass ihr schon vor Wochen 25 kg pro Beute rausgeholt habt.


    Harald

  • also ich würde bald schleudern weiß ja nicht in welcher tracht du stehst aber es dürfte dann auch irgendwann schwierig werden den honig aus den Waben zu bekommen

  • Hallo Harald,


    du hast 3 Honigraume voll oder was meinst du mit 3 Räumen voll?
    Ich denke mal das du Raps in den Völkern hast, wenn da Raps drin ist solltest du wirklich schleudern, bei Raps kann der Honig 18,5 % Wasser haben, sonst kann es passieren das du den Honig nicht mehr aus den Waben bekommst.


    Messe den Honig noch mal, am besten 3 Proben pro Volk.



    Alexandra


    Das du hier noch schreibst halte ich für sehr eigenartig, nach dem du dich hier verkrümmelt hast, anderen Nicknamen, kein Namen am ende des Beitrags.
    Deine Webseite gelöscht hast etc…


  • Hallo Harald, solange die Bienen noch eintragen sollte man nur vollständig verdeckelte Waben schleudern.
    Bei Platzmangel würde ich eher noch einen Honigraum geben, der aber möglichst auch ausgebaute Waben enthalten sollte.
    Wenn Du unbedingt schleudern willst, solltest Du morgens nur die teilweise gedeckelten Waben nehmen und während dem Schleudern den Wassergehalt messen.
    Da der Honig vermutlich nur dem Eigenbedarf dient, ist ein Wassergehalt von 18,5% noch OK .Wenn er höher liegt, Schleudern abbrechen und Waben im Volk lassen.
    Viele Grüße, Hermann

  • Michael2 schrieb:

    Hallo Harald,


    Alexandra


    Das du hier noch schreibst halte ich für sehr eigenartig, nach dem du dich hier verkrümmelt hast, anderen Nicknamen, kein Namen am ende des Beitrags.
    Deine Webseite gelöscht hast etc…



    Du meinst Alexandra.
    Oder wie ist das in deine Antwort an mich geraten?


    Harald

  • hättest du das damals mitbekommen wüßtest du das mein name weg war...genau richtig meine hp ist nicht mehr aktuell bin gerade an einer neuen am basteln...korrekt habe lange nicht mehr geschrieben...
    warum eigenartig=

  • Moin HO,


    wenn Du raps in der Nähe hattest, dann hast Du auch Raps in den Waben und wenn Du den drin läßt dann lernst Du Raps hassen.


    Raps muß raus, unbedingt. Wenn die Gesamtfläche der zu schleudernden Waben 1/3 gedeckelt ist, dann ist das OK. Eine ganz gedeckelte nimmt also 2 ungedeckelte mit. Rapshonig in den Völkern zu lassen ist ein sehr großer ond kaum wieder rückgängig zu machender Fehler.


    Dein schwaches Volk gehört nicht mehr gepäppelt. Vereinige es mit dem Nachbarn. Das finden die Bienen gut. Versprochen und wenn es Dir dann deshalb noch gelingt wieder Ableger zu bilden, ist das allemal besser als den Schwächling aufzufüttern und im nächsten Jahr abzukehren. Die baun doch auch nicht richtig. Und Waben braucht man doch als Anfänger.


    Es ist ein typischer Anfängertrugschluß, daß viele kleine Völker mehr und besser bauen als wenige große. Ein dicker Kunstschwarm baut in 14 Tagen zwei Zargen aus und zwar ordentlich bis runter und nicht nur so flächig angebaut. Die selbe Bienenmenge auf 4 Kisten verteilt schafft in der gleichen Zeit vielleicht je 2 MW. Das ist 8 zu 22. Oder 14 Waben mehr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:

    Moin HO,


    wenn Du raps in der Nähe hattest, dann hast Du auch Raps in den Waben und wenn Du den drin läßt dann lernst Du Raps hassen.


    Raps muß raus, unbedingt. Wenn die Gesamtfläche der zu schleudernden Waben 1/3 gedeckelt ist, dann ist das OK. Eine ganz gedeckelte nimmt also 2 ungedeckelte mit. Rapshonig in den Völkern zu lassen ist ein sehr großer ond kaum wieder rückgängig zu machender Fehler.



    Okay. der Raps steht zwar 3 km weg, aber mann weiß nie so genau ...
    Sonst viel Wiese mit allem Möglichen und Gärten und halt eben der abgehauene Wald im Nachwachsen.


    Von 8 Waben sind 2 einseitig und dann noch halb gedeckelt. Alles andere ist noch offen. Ich warte noch 2-3- Tage. Montag müsste gut sein. Oder Samstag?


    Henry schrieb:

    Dein schwaches Volk gehört nicht mehr gepäppelt. Vereinige es mit dem Nachbarn. Das finden die Bienen gut. Versprochen und wenn es Dir dann deshalb noch gelingt wieder Ableger zu bilden, ist das allemal besser als den Schwächling aufzufüttern und im nächsten Jahr abzukehren. Die baun doch auch nicht richtig. Und Waben braucht man doch als Anfänger.



    So habe ich es vor. Oder wenigstens so ähnlich. Ich als Anfänger bin zögerlich. Werde aber in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen diesbezüglich.


    Henry schrieb:

    Es ist ein typischer Anfängertrugschluß, daß viele kleine Völker mehr und besser bauen als wenige große. Ein dicker Kunstschwarm baut in 14 Tagen zwei Zargen aus und zwar ordentlich bis runter und nicht nur so flächig angebaut. Die selbe Bienenmenge auf 4 Kisten verteilt schafft in der gleichen Zeit vielleicht je 2 MW. Das ist 8 zu 22. Oder 14 Waben mehr.


    Nein, so etwas habe ich nicht trug geschlossen. Aber danke für die Rechnung. Die ist klar und einleuchtend.


    Harald

  • HO schrieb:

    So habe ich es vor. Oder wenigstens so ähnlich. Ich als Anfänger bin zögerlich. Werde aber in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen diesbezüglich.

    Vom drüber Nachdenken iss noch nüschd ferdich geworden. :lol: Mach ma, jeder Tag später ist verschenkt und die Linde steht vor der Tür, wo sonst und da wo sie vor der Tür steht sobiso und überhaupt.


    HO schrieb:
    Henry schrieb:

    Es ist ein typischer Anfängertrugschluß ...

    Nein, so etwas habe ich nicht trug geschlossen.

    War ja nicht pesönlich gemeint, aber war eben so eine klasse Stelle, um mal wieder klugzuscheißen. Das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen ... :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ach das ist eigentlich der ideale Thread um auch meine "Ich schleudere zum ersten Mal"-Frage loszuwerden.
    Ich bin ja nun "Stadtimkerin" hier im Berliner Norden. Also welche bunte Mischung erwartet mich im Honigraum - reichlich Akazie gemischt mit Apfel, Pflaume, Kirsche sowie allerlei buntes Kuddelmuddel dürfte in dem Honigraum gelandet sein. Eben die berühmte "Frühjahrsblüte".


    Nehme also mal stark an, daß Kristallisation und damit Rühren unumgänglich sind? Wie lange wird es denn so in etwa dauern bis der Kram dann in die Gläser kommen kann? Vielleicht gibts ja noch einen Imker aus dem Berliner Norden, der mit ein paar Erfahrungswerten glänzen kann...ich habe da nämlich nicht die Bohne Ahnung von und werde wohl froh mit jedem Löffel Selbstgeschleuderten zwischen Vergärtem und Steinhartem sein.


    Es dank und grüßt
    Melanie

  • Hymenoptera schrieb:

    Ach das ist eigentlich der ideale Thread um auch meine "Ich schleudere zum ersten Mal"-Frage loszuwerden.
    Ich bin ja nun "Stadtimkerin" hier im Berliner Norden. Also welche bunte Mischung erwartet mich im Honigraum - reichlich Akazie gemischt mit Apfel, Pflaume, Kirsche sowie allerlei buntes Kuddelmuddel dürfte in dem Honigraum gelandet sein. Eben die berühmte "Frühjahrsblüte".


    Taraxacum spec. nicht zu vergessen und Ahorn (Berg-). Ob wirklich Pflaume und Kirsche in größeren Mengen, dabei sind ,wage ich zu bezweifeln ,den haben die Bienen bestimmt schon "verbrütet".


    Hymenoptera schrieb:

    Nehme also mal stark an, daß Kristallisation und damit Rühren unumgänglich sind? Wie lange wird es denn so in etwa dauern bis der Kram dann in die Gläser kommen kann?


    rechne mal mit 5 Tagen: früh und Abends jeweils mindestens 5 min rühren (etwa 1 U/sec)


    Imker aus dem Berliner Norden? Warum schaust du nicht in Hohen Neuendorf vorbei?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Miuisi schrieb:

    bei mir reicht einmal am Tag 5 min rühren. Keine Kristalle auf der Zunge schön cremig. :wink:


    Ander Möglichkeit 2x2 min und das 4-5 Tage, bis du oder der Honig genug Crema hat. (Nach Lehrbuch Dr. Horn. Da muss jeder selbst durch.)


    Habe heute geschleudert. 3 Honigräumen habe ich 15 Waben entnommen. Die anderen waren noch zu tropfflüssig.
    Ich als Anfänger habe mich dann über 19 kg Honig gefreut.


    Habe mich gewundert, denn ich habe irgendwie Blüte/Raps erwratet, aber irgendwie schmeckt er und sieht und riecht er nach Waldhonig. Ich gehe mal davon aus, dass sich da die letzte Woche manches in den Honigräumen gemischt hat. Ich habe jetzt eben Mischhonig. Wird nichts machen, da wir ihn in der Gemeinschaft mit 8 Menschen täglich selbst vebrauchen.


    Ich habe die ausgeschleuderten Waben teilweise wieder zurück, teilweise mit MW aufgefüllt.


    Habe eine Selbstwendeschleuder mit 4 Waben. Habe mich gewundert, dass trotz Richtungswechsel viel Honig drinnen blieb. Habe dann am Ende die Waben noch mal auf dem Kopf hineingegeben und dann erst waren sie nach dem Schleudern leer. Warum dann Wendeschleuder?


    Genaus habe ich einigen Wabenbruch und -quetschung erzeugt. Ich hoffe ich lerne das noch. War wahrscheinlich zuviel Speed.


    Werden die gebrochenen Waben von den Bienen wieder repariert, oder muss ich sie schmelzen?


    Das war mein Anfängerbericht. Mal sehen, wie es weiter geht.


    Die Flüssigwaben werde ich am Donnerstag oder so nachschleudern.


    Harald