Begattungskästchen die 2.

  • Hallo!


    Was für ein besch... Tag heute. Am späten Nachmittag haute eines meiner beiden Völkchen im Begattungskästchen (schon wieder) ab. Von irgendwoher haben sich Bienen dazugesellt, das Kästchen wurde zu klein - weg sind sie. Naja, nicht ganz. Sie haben sich eine neue Bleibe gleich um die Ecke in einer Mauer ausgesucht. Ich habe - Zufall oder nicht - die Königin erwischt, als das Volk beim Einziehen war. Dann stellte ich fest, der zweite Begattungskasten ist auch ohne Königin; totale Weiselunruhe. Der Jammer, die Königin, die ich erwischt habe, hat ihr Plättchen verloren. Ich habe keine Ahnung, welche ich nun wieder habe.
    Und zu guter Letzt stellte ich dann auch noch fest, dass die Königin im Schaukasten heute Nachmittag das Zeitliche gesegnet hat; lag am Boden und tot war sie. *sh..* Ich habe das Schauvolk vor der großen Regen-Kälte mit einer Jungkönigin erstellt. Jetzt hilft wohl nur noch, neues Volk und neue Königin her. Heute in einer Woche habe ich eine Kindergartengruppe hier, da brauch ich einen besetzten Schaukasten. *doppel-sh..*


    So, genug der Heulerei. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend und mehr Erfolg.


    lg, Stefan

  • Hallo!


    Gestern ist mir auch ein Apidea Kästchen ausgezogen! Zu Mittag sind sie noch schön geflogen. Als ich am Abend nach Hause kam waren nur mehr 10 Bienen da, davon 5 Drohnen. Habe das Volk aber nicht gefunden!


    Habe das Kästchen am 11.5. gebildet. Bis 12.5. in Dunkelhaft gehalten und am 12.5. mit einer schlupfreifen Zelle bestückt und am Nachmittag aufgestellt. Am Sonntag 13.5. ist die Zelle geschlüpft (hatte schöne Königin). Am 20.5. ist das Volk ausgezogen. Futter war noch da. Gefüttert habe ich mit Zuckerwasser.


    Warum sind die ausgezogen? Was habe ich falsch gemacht?


    lg
    Andreas

  • Moin,


    - Woher stammten die Füllbienen?
    - Wieviele waren es?
    - Haben die gebaut?
    - War das verbliebene Zuckerwasser sauer?
    - Steht das Apidea (stundenweise) in der Sonne?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Andreas,
    1 Tag Dunkelhaft ist herzlich wenig. 3 - 4 Tage sollten es schon sein. Gib beim nächsten Mal die schlupfreife Königinnenzelle gleich mit dazu. Dunkelhaft schweisst das Völkchen zusammen. Und flüssig füttern ist auch nicht so der Bringer! Bei der Königinnenzucht nimmt man Honigfutterteig. Leg ein großes Stück Honigfutterteig auf die Rähmchenunterkante. Die Bienen haben es dann am Anfang nicht so weit. Bei der Verarbeitung entsteht Wärme, die dann nach oben steigt. Der erste Wabenbau wird dann zügiger ausgebaut. Flüssigfutter verpufft zu schnell - bringt nur kurzzeitig Wärme. Die Apidea-Kästchen sind aus Hartschaumstoff - stehen sie zu sonnig, zieht jedes Völkchen aus.


    Beste Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Andreas,


    wenn man Begattungskästchen füllt dann nur mit Jungbienen, Altbienen sind völlig ungeeignet.
    Das richtige Bienengemisch bekommt man aus der zweite Brutzarge und dem Honigraum, in der unteren Zarge sind viele Altbienen die sollte man abfliegen lassen.
    Zur Erstbeweiselung sollte man nur eine geschlüpfte Königin verwenden.
    Zuckerwasser als Futter ist völlig ungeeignet.
    Wenn ich Begattungskästchen füllen dann kommt eine Schöpfkelle Bienen pro Kästchen rein, die Menge hängt von der Kästchenart ab.
    Die Kellerhaft darf nicht unter 3 Tage sein.
    Mir ist bis jetzt kaum ein Völkchen ausgezogen.

  • Ich geh seit Jahr und Tag den Umweg über den Brutableger. Das heisst, 14 Tage vor der Zucht bilde ich einen starken Sammelbrutableger mit Köderkönigin. Die Königin (gekäfigt) kann ruhig eine minderwertige sein. Sie dient nur dem einen Zweck, das Volk zusammen zu halten. "BEE BOOST" geht zwar auch eine Weile gut, es fliegen im Vergleich nur zu viele Bienen ab. Vor das Flugloch kommt ein Absperrgitter, was den Zweck hat, Drohnen abzuhalten. Das ganze ist aber nur notwendig, wenn man vorhat auf die Belegstelle zu gehen. Selbstverständlich müssen auch sämtliche Drohnenecken und eventuell auch ins Volk geratene Drohnen peinlichst genau entfernt werden. Man erspart sich bei der Geschichte im nachhinein das Aussieben der Drohnen. Einen Tag vor der Zucht hänge ich den Zuchtrahmen samt Weiselnäpfchen zum putzen ein. Einen Tag später wird die Königin entfernt und danach wird gleich umgelarvt. Den Erfolg der ganzen Geschichte kann man beim öffnen der Beute spüren, wenn Wärme und junge Bienen hervorquellen. Und mit diesen Bienen aus dem Zuchtvolk fülle ich auch gleichzeitig meine EWKs für die Belegstelle. Wenn ich nur Standbegattung betreibe (Kieler-Begattungskästchen), setze ich prinzipiell nur schlupfreife Königinnenzellen zu. Der Rest vom Zuchtvolk bekommt eine unbegattete Königin aus der gleichen Zuchtserie, die dann nach erfolgreicher Begattung den Ableger wieder auf die Höhe bringt. Wie schon eingangs von Bienenmichel erwähnt, ist das richtige Bienengemisch die Grundvoraussetzung zum Erfolg. Allerdings bin ich der Meinung, zum richtigen Bienengemisch gehört auch ein Prozentsatz älterer Bienen. So, das wäre meine Geschichte, nicht mehr so ganz "taufrisch" (ich bin's ja nicht mehr), aber seit mehr als 20 Jahren mit Erfolg praktiziert. Die ganze Geschichte soll auch nicht als Lehrmeinung rüber kommen, eher als Anregung dienen.


    Die Zucht ist etwas sehr schönes. Man betrachtet das Bienenvolk, die selbst gezüchtete und auf einer guten Belegstelle begattete Königin mit ganz anderen Augen. Leider ist es so, dass es Mode geworden ist, das Bienenvolk aus völlig falsch verstandener naturnaher Imkerei , sich selbst zu überlassen, sich selbst eine Königin aus den unmöglichsten Abstammungen ziehen zu lassen. Das ganze hat dann nichts mehr mit Imkerei zu tun - es ist ganz einfach nur Bienenhalterei.


    Beste Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Dieter,


    genau das ist ein großes Problem.
    Es wird viel zu viel wahllos von irgend welchen Bienen Nachgezogen.
    Oft wird geschrieben das man sanfte Bienen hat nur die Wirklichkeit sieht meist ganz anders aus.
    Am Wochenende hatte ich wieder Imkerbesuch aus dem Forum, man ist immer wieder überascht wie sanft meine Carnica sind.

  • Hallo!


    Danke für die Antworten! Als ich nach dem letzten Posting nach Hause kam war auch das zweite Kästchen leer. Schade!


    Ich habe von zwei Völkern die Bienen von der Drohnenwabe (aus der zweiten Zarge) in einen Kübel abgestoßen und mit diesen die Apidea Kästchen gefüllt. Es sollten also Junge Pflegebienen gewesen sein. In den Kästchen waren meiner Ansicht nach genug Bienen. (Beim Füllen war der Raum mit den Anfangsstreifenrähmchen voll mit Bienen).


    Im Apidea hatte ich eine Futterwabe und zwei Waben mit Anfangssteifen. Zwischen die beiden Anfangssstreifenwaben habe ich nach eintägiger Dunkelhaft die schlupfreifen Zellen gehängt und die Völkchen aufgestellt (6km vom Hauptstand entfernt).


    Da sie schon Futter in der Wabe hatten, habe ich immer nur 80 bis 100ml gefüttert und gewartet bis sie alles abgenommen hatten. Sie hatte also kein saures Futter.


    Sie haben gebaut aber eher spärlich. Letztes Jahr hatten sie in kurzer Zeit die Anfangsstreifen total ausgebaut. Diesmal waren sogar einige Drohnezellen dabei - sie sind dann aber auf Arbeiterinnenzellen umgestiegen aber hätten trotzdem noch Platz für einige Zellen gehabt.


    Ich denke auch, dass es ihnen zu warm wurde. Die Kästchen sind leider stundenweise in der Sonne gestanden (eines am Nachmittag und eines am Vormittag) und in dieser Zeit sind sie ausgezogen.
    Letztes Jahr hatte ich an den gleichen Stellen auch Kästchen aufgestellt aber die hatten alle schon Brut zu pflegen und sind deshalb wahrscheinlich nicht ausgezogen.


    So habe ich wieder etwas gelernt. Traurig aber ich werde die Kästchen in Zukunft schattig aufstellen.


    Traurig bin ich nur deshalb, weil ich von meiner ruhigsten Königin mit dem stärksten Volk und auch im dritten Jahr noch nicht schwarmlustig umgelarvt hatte. Und jetzt von 4 Jungköniginnen nur mehr 2 da sind. Diese sind aber im MiniPlus aufgestellt (Eines leider in der Früh in der Sonne - waren aber am Dienstag noch da - ich hoffe heute Nachmittag auch noch, denn ich habe die Königin meinen Imkerpaten versprochen der damit seinen Stecher umweiseln will - ist schon weisellos mit einer Brutwabe - noch bis Samstag Zeit um die Brutwabe zum Nachschaffen zu entfernen und die andere Königin zuzusetzen).
    Werde in den nächsten Tagen eine neue Zucht ansetzen.


    Kann ich die dann mit Honigwasser füttern? Ginge schnelle zu machen als Honigfutterteig. Hat jemand ein Rezept?


    Danke!
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ganz wichtig, man sollte keine Bienen aus einem in Schwarmstimmung geratenen Volk nehmen.
    Mir sind die Tage 3 Völkchen auch ausgezogen, obwohl mir das schon viele Jahre nicht passiert ist.
    Der Fehler war schnell gefunden, ich hatte Bienen von einen Volk genommen was in Schwarmstimmung war, die Kästchen standen nicht in der Sonne.
    Übersieht man eine Zelle oder nimmt man Bienen aus dem Honigraum und schaut nicht in die Brutzargen passiert so was schnell.
    Jedes Bienenjahr ist anders.
    Ich rate dir von flüssig Fütterung strickt ab, es kann Räuberei geben, wenn das Futter beim Transport ausläuft etc, besser ist da Teig.

  • Hallo!


    Die Völker von denen ich die Bienen nahm, waren nicht schwarmlustig und haben bis jetzt auch nicht geschwärmt. Eines sitzt jetzt auf 4 Zargen und ein Honigraum ist schon voll.


    Die Begattungskästchen konnten schon über eine Woche am Platz fliegen und sind genau eine Woche nach Schlupf ausgezogen eines einen Tag später!


    Wegen der Räuberei hatte ich keine so große Angst, da ich über dem Futterraum ein kleines Loch in die Plastikabdeckung gebohrt habe und durch dieses mit einer Spritze füttere. Transportiert wurden die Kästchen nur dann wenn kein flüssiges Futter in den Kästchen war. Trotzdem werde ich in Zukunft Futterteig verwenden. Werde mir einen Futterteig aus Honig und Staubzucker kneten. Da ich bis jetzt immer gehört habe, dass Futterteig nicht Bienengemäß sei hatte ich mich für die Flüssigfütterung entschieden. Aber anscheinend ist das bei Begattungskästchen anders.


    Ich meine noch immer, dass es zu warm war, die Kästchen sind für ca. 3 Stunden in der prallen Sonne gestanden. Die Bienen sind in dieser Zeit auch schon immer in einer großen Traube vor dem Flugloch gewesen.


    lg
    Andreas

  • Wenn alle Bienen dünnflüssig betankt sind und dann auch noch eine Königin schlüpft, na was ist das dann ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Danke Henry! Das ist wirklich zu bedenken!
    Die beiden anderen Königinnen in den Mini Plus Kästchen sind beide in Eilage! Zum Glück! Aber diese hatten ja auch Futterwaben zur Verfügung und wurden nicht extra gefüttert!


    lg
    Andreas

  • @D. Uhlig: :eek:Der Drohn nimmt nur Schwärmchen für seine Pütcher aus "abgeschwärmten" Völkern, und dem ziehen auch keine aus.
     
    lasst Euch nicht entmutigen und probiert es wieder, aber vielleicht sollte es eben nicht sein mit Euren Jugköniginen, vielleicht hatte der "große Bien" was anderes vor:wink:
     
    Der
    Drohn