Reaktionen auf Bienensterben in den Medien

  • Bei mir am Honighäuschen hat die Saison der Führungen und Besuche begonnen und ich registriere ein verstärktes Interesse der Besucher und Bewußtsein für die in den Medienberichten der letzten Wochen angesprochenen Probleme bei den Bienen.


    Das allgemeine Phänomen ist ja bekannt. Man liest einen Bericht, "vergißt" ihn, dann kommt etwas später das Thema erneut, vertieft eventuell das bereits vorhandene Wissen oder erneuert es. Hat man dann Gelegenheit, das Gelesene vor Ort umzusetzen und mit neuen oder vertiefenden, praktischen Erfahrungen zu vergleichen, so wird das Wissen um das Gelesene verankert.


    Das erlebe ich momentan jeden Tag. Sei es, daß die Besucher an meinem Bienenstand auf meine Bannmasken aufmerksam werden und sich an die nette Geschichte mit meiner Nachbarin erinnern. Aber auch das Bienensterben hat sich festgesetzt. Besucher erinnern sich immer wieder, daß da doch auch schon 2002/2003 "etwas" war.


    Der Artikel in der Bildzeitung hängt bei mir im Fenster des Honighäuschens, zusätzlich habe ich an eine äußere Seitenwand des Häuschens Plakathalter mit auswechselbaren Plakaten im DIN A 2 Format aufgehängt. Und die Leute bleiben stehen und lesen es sich durch! Danach kommen sie mit Fragen und es ergeben sich gute Gespräche, in denen ich auch auf die lustige Verquickung gewisser Bienenwissenschaftler in den Anbau von GVO-Kulturen hinweise - ich vermittle es mit der entsprechenden Wertung und es wird auch so empfunden. Auch den Passus "bienenungefährlich" kann ich dabei erklären, es reißt die Besucher quasi vom Hocker, wenn sie erfahren, was das eigentlich heißt.


    Es ist schon praktisch, was die Technik so erlaubt, ich kam sehr günstig an einen Epson Stylus Color 3000, der in Fotoqualität bis zum Format A 2 druckt, so daß sich entsprechende Plakate sehr schnell und ohne großen Aufwand selber drucken lassen.


    Als Beispiel:
    http://www.imkerbund.org/galer…mente/bienensterbenA2.doc
    http://www.imkerbund.org/galerien/dokumente/fuehrungenA2.doc


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus,
    es geht nicht um die Verhinderung der "Weiterverarbeitbarkeit" sondern einfach darum, dass das MS-Word-Format keines ist, was andere (zBsp. Linux-User) ohne weiteres weiterverwenden können. Auch wenn PDF kein offenenr Standard ist, ist es allemal besser (auch aus Sicherheitsgründen) ein PDF anzubieten (auf Mac, Linux, usw. meist verfügbarer PDF-Reader, auch nicht von Adobe). Zur Not ein RTF.
    Im Internet hat als öffentliches Austauschformat ein DOC jedenfalls nicht verloren! Ist nicht nur schlechter Stil. 8)
    Denke Ich auch.


    Gruß
    Ralph

  • Wer hat schon Linux? Und wenn ich mal anfangen sollte, es jedem rechtmachen zu wollen, geb ich vorher Bescheid.


    Wer meint, es unbedingt als pdf zur Verfügung haben zu müssen, kann es sich ja gern umformatieren.


    Es ist lediglich als Beispiel dafür gedacht, was ich über das Honighäuschen an Öffentlichkeitsarbeit treibe. Vsl. nächste oder übernächste Woche installieren wir dort endlich die Webcam.


    Es hat sich verzögert, alldieweil der letzte Sturm kurz vor Beginn der letzten Schlechtwetterperiode mir mit Hilfe einer Baumkrone das halbe Dach eingedellt hat und erst die Dachdecker anrücken müssen. Bei der Gelegenheit wird die Webcam dann an Ort und Stelle eingebaut.


    Ich muß morgen doch tatsächlich früh aufstehen... schon um 9 Uhr wollen die doch tatsächlich mit der Arbeit beginnen. Ist es da überhaupt schon hell?


    Gruß, Klaus


    Gruß, Klaus

  • :lol: Letzte Nacht ist es z.B. gar nicht richtig dunkel geworden.
    Später Sonnenuntergang, abnehmender Fast-noch-Vollmond, und ab 3.30 schon wieder richtig Licht.... :wink: 
    Ich liebe diese Nächte, bloß gibt's zuwenig davon.


    LG, Sabine, die morgen früh wieder um 4.00 unterwegs ist

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Klaus Maresch schrieb:

    Wer hat schon Linux?


    Hier, ich!
    Ein .doc verlangt Word und ist nichtmal für jeden Windows Nutzer selbstverständlich. Openoffice kann es aber auch. Für formatierten text .rtf und grafischen satz pdf. Wenn man die Wahl hat, ist das Open Dokument Format .odf von Openoffice2 das mit der meisten Flexibilität.


    Gruß Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Zitat

    Wer meint, es unbedingt als pdf zur Verfügung haben zu müssen, kann es sich ja gern umformatieren.


    Wenn ich mir es selbst konvertiere, muß ich zunächst eine mehrere Megabyte schwere Datei laden und ohne DSL kann das schon mal dauern.
    Aber wer hat schon kein DSL....
    Ganz zu schweigen von dem zusätzlichen Makroviren-Risiko.


    Zitat

    Wer hat schon Linux?


    Zum Beispiel ein Mensch dem die Plakate so gut gefallen, daß er die Aktion unterstützen möchte, ja und daraufhin sogar jede Menge Honig kaufen möchte..., wenn er denn das Plakat sehen könnte.


    Hier noch ein Link zum Thema Dateiformat-DOC im Internet.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Klaus,
    na das ist doch schön mit den PDFs! Ich denke, Du vermittelst auf Deinen Plakaten auch inhaltlich etwas gutes. :D


    Nur was würdest du von einem Landwirt, den Du über die Risiken der Pflanzenschutzmittel informiert hast halten, wenn er Dir nach Deinem Gespräch mit fachlich guten Informationen zu den Wirkstoffen seiner eingesetzten Mittel und ihre Auswirkung auf die Bienen (und nicht nur die!) sagt:


    "Na gut, dann spritze ich auf dem einen Feld mal nicht nur das Zeugs, damit die liebe Seele Ruh hat...."


    Dann würdest Du mir Recht behaupten, dass er nichts, einfach nichts verstanden hat. Er hat nicht mal versucht über Deine Argumente nachzudenken.. :evil:


    Gruß
    Ralph