erste Bilder von der Warré-Beute

  • Hallo,


    hier die ersten Bilder.


    Das Volumen ist veränderbar und wird jedem Bienentyp gerecht:


    Das Dach von der Seite:


    Das Dach von unten (man beachte die Lüftungsschlitze):


    Das Kissen:


    Das Kissen aufgesetzt - jetzt kann es mit Heu gefüllt werden:


    Die Zarge von oben betrachet. Man blickt auf die Oberträger:


    Das Flugloch ist bevölkert durch gerade eingeschlagene Bienen:


    In den nächsten Tagen kommen mehr!



    Bernhard Heuvel

  • Hallo Bernhard!
    Sieht gut aus! Das mit dem Kissen und den Lüftungsschlitzen ist zumindest einen Versuch wert! Was hast du für Holz verwendet? Der Boden ist auf den Bildern leider nicht so gut zu sehen, aber ich nehme an es ist ein standard Varroa-Boden? Vielen Dank für die Bilder und die Übersetzung des Buches!
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :D 
    Ähhh, schaut aus wie ne Mini-Plusbeute aus Holz.
    War schon in Donaueschingen.
    Warrè, naja wenns meint. :roll: 
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hi BernhardHeuvel,


    die Beute sieht ganz gut aus - aber ohne Holzschutz?. Was denkst du wie lange wird so eine Beute halten? Auf den Oberträgern waren Bohrungen zu erkennen. Hast du irgendwelche Drähte/Stäbe eingebaut oder sind das doch Rähmchen? Hast du schon Erkenntnisse wie schnell und wie "ordentlich" die Zargen ausgebaut werden?


    fragt grüßend aus Alheim
    Joschi

    Unzufriedenheit ist der Motor des Fortschritts, Zufriedenheit ist der Schlüssel zum Glück.

  • Joschi schrieb:

    ... aber ohne Holzschutz?


    Ich habe die Beuten mit weißer Farbe (Apisana) angestrichen.


    Joschi schrieb:

    Was denkst du wie lange wird so eine Beute halten?


    Die Zargen überwintern jeden zweiten Winter in Pflege beim Imker...ziemlich lange würde ich behaupten. Die Beuten werden so jedes Jahr gereinigt. Das geht mit vielen anderen Systemen nicht so ohne weiteres.


    Joschi schrieb:

    Auf den Oberträgern waren Bohrungen zu erkennen. Hast du irgendwelche Drähte/Stäbe eingebaut oder sind das doch Rähmchen?


    Das sind die Reste meiner Rähmchenvorräte, die ich zu Oberträger zersägt habe. Keine Drähte, kein nix.


    Joschi schrieb:

    Hast du schon Erkenntnisse wie schnell und wie "ordentlich" die Zargen ausgebaut werden?


    Nein. Als Stabilbauimker ist das auch nicht so von Bedeutung, wie ordentlich die Zarge ausgebaut wird. Die Geschwindigkeit richtet sich nach Jahreszeit, Bienenrasse und den üblichen Faktoren. Ich weiß, daß meine Carnicas seit Anfang Mai vier Zargen komplett ausgebaut haben. Im nächsten Jahr werde ich direkt von Anfang an mehr Zargen untersetzen.



    Viele Grüße,
    Bernhard Heuvel

  • Waare Beute
    Wieviele Rämchen sind da drin und wie groß sind diese. Ich kann mir eine sinnvolle, auch extensive Bewirtschaftung darin nicht vorstellen.
    In der Varroazeit kann ich mir auch keine extensive Bienen haltung vorstellen, gleich mit welcher Rasse. Der Beutenturm erinnert mich sehr an das System Reinheimer aus den 50 Jahren. Ist damals ein Exot geblieben.
    Hennry hat einen schönen Imkererlebnisbericht geschrieben.
    Gruß Peter
    Nochwas- Fahrradfahren und Bienen in unmittelbarem Zusammenhang, da mußt Du Dich ja sehr einpacken oder vorher auf dem Tandem ausruhen??? oder?

  • Hallo Peter,


    deine Fragen lösen bei mir auch Fragen aus. Rähmchen hat die Warrebeute nicht, wie ich im Beitrag oben schon erwähnte. Oberträger gibt es acht Stück.


    Die Warrebeute ist ein Abkömmling der Christbeute, oder zumindest dieser ähnlich. Die Christbeute ist aber alles andere als ein Exot, sondern stellte eine ganze Zeit lang die verbreiteste Beute dar. Aus dieser ist erst die moderne Magazinimkerei entstanden.


    Henry hat ein Erlebnisbericht über eine andere Beutenform geschrieben? Und das im DNM-Land...


    Fahrradfahren ist kein Problem mit Bienen. Auf den Rücken geschnallt ist so ein Transport wesentlich schonender als auf einem Anhänger. Mit dem Gesumme im Nacken durch das Abendrot der Felder zu fahren ist einfach herrlich. Solltest Du mal ausprobieren.


    Bezüglich Varroa verstehe ich nicht ganz, warum wegen der Varroa keine extensive Bewirtschaftung möglich sein soll. Gerade kranken Lebewesen tut eine Erholung gut. Anstatt einer Belastung durch Mehrbeit.


    Viele Grüße,


    Bernhard Heuvel

  • Rückfrage
    Wie groß ist der Raum der Zarge, Länge Breite Höhe. Wie willst Du damit arbeiten, wenn alles zu einem Block verbaut ist? Was soll der Rückschritt von 150 Jahren. Wie willst Du Honig ernten oder verzichtest Du darauf. Ich hab überall Fragezeichen.
    Gruß Peter

  • Peter aus dem Erzgebirge schrieb:

    1..) Wie groß ist der Raum der Zarge, Länge Breite Höhe.
    2.) Wie willst Du damit arbeiten, wenn alles zu einem Block verbaut ist?
    3.)Was soll der Rückschritt von 150 Jahren.
    4.) Wie willst Du Honig ernten oder verzichtest Du darauf.
    5.)Ich hab überall Fragezeichen.


    Hallo Peter!


    zu 1.: die Innenmaße sind 30x30x21,5
    zu 2.: ernten. Beim Naturbau interessiert mich nicht, wie die Bienen bauen, da ich ja keine Rähmchen bewegen will.
    zu 3.: Du bezeichnest die Besinnung auf funktionierende Systeme als Rückschritt. Rückschritt und Rückgang sind nah verwandt. Mit den modernen Beuten mit Rähmchen verzeichnen wir heute einen Rückgang an Imkern, an Bienen und an Ertrag.
    Das bezeichne ich als Rückschritt!


    Wenn man falsch abgebogen ist, dann verfolgt man den Weg zurück bis zu der Stelle, an dem man falsch abgebogen ist. Oder man bleibt in der Sackgasse stecken.
    zu 4.: Honig ernte ich auch. Man kann die Waben schleudern, pressen, tropfen lassen. Ganz normal.


    zu 5.: Fragen kannst Du über das Buch von Warre am besten lösen. Der hat diese Betriebsweise sein Leben lang entwickelt.
    http://home.arcor.de/bernhard_…r/bienen/bienenindex.html


    Viele Grüße,


    Bernhard Heuvel

  • Moin Bernhard,


    BernhardHeuvel schrieb:

    Mit den modernen Beuten mit Rähmchen verzeichnen wir heute einen Rückgang an Imkern, an Bienen und an Ertrag.

    :o Ja und nur die Korbimkerei hat Zuwächse an Imkern und Ertrag. Oder ... äh ... nein das war ja auch schon ein

    BernhardHeuvel schrieb:

    Rückschritt!

    , die Klotzbeuten und Tonröhren, die bringen's und richtig ab geht derzeit ja nur die Zeidlerei. Überall sieht man sie in den Wäldern die wilden Bienenvölker schneiden und illegal Wachs kochen und dann verscherbeln die das an die hiesigen und rasant wachsenden katholischen Kirchgenmeinden. Ja Du hast das völlig richtig erkannt denn es ist wirklich so. Nur dem Bienenraub gehört die Zukunft.


    Bernhard, hast Du eigentlich 'ne Armbrust? Mußt Du haben! Wirklich, der Zeidler steht unter kaiserlichem Dekret. Das würd' ich mit dem örtlichen Polizeibeamten gar nicht diskutieren. Dem Zeidler seine Waffe! Und wer auf fremder Zeidlerweide erntet, dem gehört der Bolzen durch die Brust!


    Manchmal, Kollege, da frag' ich mich doch, ob Du Deine Beiträge hier durch einen Schlitz im Raum-Zeit-Kontinuum reinbeamst. Du mußt ja wirklich diese Welt nicht nur mit ganz andern Augen sehen als ich, Du mußt auch ein einer andern Welt und in einer andern Zeit leben. :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @ Henry:
    Nicht nur Armbrust; die Zeidler durften, wenn ich mich richtig erinnere, auch Schwert (!) tragen!


    Ansonsten ist dem, was du schreibst nichts hinzuzufügen. du nimmst mir die Worte aus'm Mund.
    Bernhard legt den typischen Missionseifer eines Neubekehrten an den Tag. Gib ihm Zeit, das legt sich irgendwann wieder.


    @ Bernhard: Mein Großvater hat noch bis nach dem Krieg mit Körben geimkert. Du hättest seine Augen sehen sollen, wenn er davon erzählte, wie er seinen ersten Hinterbehandler baute und seine erste Schleuder selber bastelte. Der wäre nie und nimmer von dieser "Inovation" abgerückt. Und ich kann ihn voll und ganz verstehen.


    lg, Stefan

  • Zitat

    Mit den modernen Beuten mit Rähmchen verzeichnen wir heute einen Rückgang an Imkern, an Bienen und an Ertrag.


    Ähm, Rückgang an Imkern und Bienen - das liegt am Nachwuchsmangel, aber einen Rückgang im Ertrag kann ich nun wirklich nicht sehen.
    Im Gegenteil, gegenüber 2x11 früher habe ich hier mit 3x12 die Hälfte mehr gehabt; ob das jetzt einfach nur ein "Superjahr" war, oder guter Durchschnitt, wird sich zeigen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen