Holz- oder Styroporbeute

  • Hallo Imkerkollegen


    Ich will mir in nächster Zeit Beuten kaufen.
    Ich kann mich aber nicht für eine Beutenart entscheiden.
    Ich habe gehört das man mit Styroporbeuten recht leicht arbeiten kann.
    Und wo würde ich die günstigsten Beuten her kriegen.
    Ich arbeite mit dem Zanderaß auch micht der Zander-Halbzarge.


    mfg


    Philipp

  • Hallo,
    letztes Jahr habe auf Styropor umgestiegen, habe auch noch Holzbeute.


    Mit Styropor ist viel leichter zu arbeiten, besonders beim Wandern. Das ist auch der grosste Vorteil.


    Der grosste Nachteil -wenn du Bio machen willst, es ist nicht möglich mit Styropor.

  • Moin Reiner,


    beim Radrennen ist auch der Sportler schwerer als das Rad. :lol: Und trotzdem wird jedes Gramm am Rade abgebaut.


    Es gibt gerade im Frühjahr schon ganz schön schwere, weil feuchte Holzzargen und bei mir machen 1,5kg mehr eben doch was aus. Ich nehm' das Syropor weil nicht gammelt und leicht ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hatte die gleiche Frage in vorigem Jahr zu klären. Hat beides seine Stärken und Schwächen, wie z.B.:


    Holz:
    + gut reparabel/modifizierbar/renovierbar
    + gut zu desinfizieren
    + eben Bio
    - schwer
    - arbeitet, u.U. verzieht es sich
    - braucht gewisse Pflege (Anstrich)


    Styropor:
    + leicht
    + formstabil
    + warm
    - weich (drückt sich ein beim Lösen verkitteter Zargen mit dem Meißel)
    - schlecht/gar nicht zu desinfizieren
    - eben nicht Bio
    - schlecht/gar nicht modifizierbar bzw. reparabel und wuais nicht zu renovieren.


    Preislich liegt das alles im gleichen Niveau; das macht den Kohl nicht fett.


    Ich bin dann bei Styropor gelandet, weil eben das Gewichtsargument für mich bedeutsam war - einfach wahnsinn, wie schwer das Ganze ist (DNM). Außerdem war mein angedachter Standort damals eher naß und kalt; daher war die bessere Isolation der Styroteile noch ein Punkt.
    Letztlich hängt das von Deiner Gewichtung ab - für manche, sonnige und warme Lagen ist das Kriterium Wärme womöglich eher mit einem Minuszeichen zu versehen.


    Melanie

  • Hallo Philipp,


    wenn Du sowieso erst anfängst, hol` Dir doch eine Styro und eine Holz.
    Probiers aus und dann entscheide Dich. Die Andere dann wieder verkaufen oder als Reserve behalten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nee, nee, nee Radix,


    bloß nicht schon am Anfang mit unterschiedlichem Zeug rummachen. Drei Beuten komplett aus einer Serie und dann los damit. Wer nachher eine Beute wieder verkaufen kann, kann das auch mit dreien, aber als Anfänger mit unterschiedlichem Materiale rumzuprobieren bringt nur Enttäuschung. Womit wollte der Anfänger auch vergleichen. was ihm fehlt ist ja gerade die Erfahrung.


    Deshalb (und ich weiß, daß das einige arrogant finden) will ich ja, daß meine Imkerpatenkinder möglichst genau das gleiche Beuten-, Rähmchen und Sonstso-Zeug benutzen wie ich selbst. Es gibt eben an jeder Beute so die ganz besonderen Feinheiten und Kniffe und ich kann ja nur die eigenen Erfahrungen und bereits gemachten Fehler weitergeben. Und die hab' ich eben nur ganz begrenzt oder vom Hören-Sagen zu Dadant-, Zander-, Franken-, Golz-, Einraum-, Bernhard- :wink: , Liebig- oder Sonstwie-Beute.


    Was raus kommt, wenn's Patenkind erst mal alleine loszieht, sieht etwa folgendermaßen aus: Zanderrähmchen modifiziert in Kaltbau-Holzzargen mit Falz neben DNM-Hinterbehandlern. Abstandshaltepolsternägel, allerdings 7mm immer rechts unten und oben genagelt (also auch inkompatibel zu Hoffmann), Holzböden ohne Unterbau auf der Erde, dafür innen und außen gleich mal lackierte Zargen, MW oben angesetzt aber nicht eingelötet, glatte Drähte usw. Schiede, wofür auch immer und keine Futterzargen, dafür aber zuwenige Leerzargen um Eimer unterzubringen ect.


    Lernt vonne Japaners: Erst nach-, dann besser machen!


    Kein Mensch macht Fahrschule auf nur einen Fahrzeugtyp und schreibt der Fahrschule den auch noch vor. Wer Fahren lernen will orientiert sich ganz zwangsläufig am Lehrer. Seine Unfälle macht er dann doch sowieso und zur Genüge später noch selbst. Aber hoffentlich eben noch nicht in der Fahrschule. Da sind Erfolge gefragt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Reiner!
    Ich verstehe das die Frage war rhetorisch, aber der Gewichtsunterschied ist recht gross.
    Natürlich es hängt auch von Beute ab.
    Lettische Standartbeute hat 14 Rämchen(435x300) in Brutraum, Doppelwände vorne und hinten, dann Honigzargen aussen und Magazin innen, Deckel (meistens mit Blech).
    Die Styroporbeute -10 Rämchen in Brutraum. Leere Beute (Brutraum, 2 Honigzargen, Boden und Deckel) wiegt 8 kg! Wenn ich auch 5 Honigzargen brauche es ist deutlich weniger als Holz. Der Boden von unseren Holzbeuten alleine wiegt dasselbe:)
    Bei anderen Massen und Typen es kann anders sein, aber Holz wird immer viel schwerer sein. Man kann auch es nicht einwandig aus 20mm Holz machen in unsere Klima.


    Reparatur bei Styroporbeute ist leichter als bei Holz. Desinfizierung geht mit Aetznatron.


    Alles hat Vorteile und Nachteile. Wenn ich nur einige Völker hätte und brauchte nicht wandern, ich würde die Holzbeute nehmen.


    mfg


    Ainars

  • Hallo Henry,


    das war wohl mißverstanden. Philipp sprach von Styro oder Holz.


    Ich meine nicht unterschiedliche Beutensysteme sondern natürlich e i n System, mal Holz, mal Kunststoff.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin Radix,


    ja aber da gibt es doch jede Menge Unterschiede in der Bearbeitung. Schon der zu empfehlende Stockmeisel ist anders. Für Styropor braucht man den breiten flachen, in besser zu verkittenden Holzzargen eher den schmalen mit der Heberseite. Aber gehe bloß mit dem schmalen Dinge weg von meinen Kunstoffbeuten, weil die das sehr übel nehmen. Und heben nie die erste Wabe mit dem Heber über den Syroporrand!


    Oder die Futtermenge. Füe die Styroporzargen kann ich die ganz gut auswiegen. Bei Holz ist die natürlich anders. Aber ich kann dieses Anders nicht exakt beziffern, weil ich's als Pate ja selber nicht genau weiß.


    Oder die sinnvolle Begurtung beim Wandern. Fehler hab' ich da mit den Styroporzargen schon gemacht. (z.B. Guckloch beim Transport rausgefallen :o ) was man alles so an andern und an Holzmagazinen falsch machen kann, weiß ich nur ansatzweise. Wie kann ich da verhindern, daß mein Imkerpatenkind da nicht Mist macht und sich ärgern muß?


    Oder beim Transport auf der Karre. Was kann ich denn einem Boden zumuten? Was der Segeberger aushält und was nicht das weiß ich recht genau. Aber wie sieht das mit Webers Holzbödchen mit Gazegitter aus? Hält der Mittelsteg oder bricht der weg?


    Deshalb rate ich ja die Nachbarn und die Paten ganz exakt nachzuahmen nur dann können die das was die wollen auch wirklich erreichen - nämlich daß beim Patenkind so wenig wei möglich schief geht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    beim wandern mit der Holzbeute kannste nix falsch machen. Gurt drumrun, festzurren und ab geht es.
    Auch das Argument mit dem Gewicht ist meiner Meinung nicht so tragisch, ca. 3,5 kg Holz im Verhältnis zu 20 kg bei einem vollen Honigraum. Ich weiß nicht ob da die 3 kg Mehrgewicht so ins Kreuz gehen. Ich gebe zu, ich selber habe noch keine Probleme mit dem Heben. Aber ich denke, dass der Imker der tatsächlich Probleme mit dem Kreuz hat, die Honigzarge auch nicht mehr auf einmal, sonder wabenweise abnimmt.
    Allerdings hast du recht, wenn du nur Erfahrungen weitergibst, die du nur selber gemacht hast. Aber es ist nicht die ultimative Wahrheit.


    Grüße
    Werner