Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erzeugung von Winterbienen
Hallo zusammen,
Da ich oft diverse Imkerseiten besuche,(meistens Bienen.de)weiß ich momentan nicht mehr,wo ich folgendes gelesen habe.
Es geht darum,daß Königinnen,welche nach der Sonnenwende begattet werden,im selben Jahr keine Winterbienen erzeugen.
Stimmt das?
Wer könnte mir das näher erklären?
Danke mal
Mit imkerlichem Gruß
Dieter
sabi(e)ne
05.02.2003, 07:01
Hallo, Dieter,
das kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen!
Denn dann müßte jeder späte Schwarm spätestens im Oktober tot sein, wenn die Eier der neuen Königin sich nicht zu Winterbienen entwickeln würden.
Das Gegenteil wäre plausibler: daß eine sehr spät begattete Königin nur noch Winterbienen hervorbringt...
Hallo zusammen, nicht die Königin bestimmt, ob aus dem Ei später eine Sommerbiene oder eine Winterbiene wird. Darüber entscheidet, ob die Biene ihre Futterdrüsen zur Aufzucht von Bienenmaden beansprucht oder nicht. Einfach gesagt, wer keine Kinder aufzuziehen hat, lebt länger. Hoffentlich lässt sich das nicht so auf uns Menschen übertragen :D V.H.w. Lothar
Das ist ein Märchen.
Dann wäre ja ein danach begattete Köiginn zugesetzt in einen Kustschwarm,wo zu der Zeit keine Winterbienen enthalten sind nicht Überwinterungsfäig.
Gruß
Rainer
Hallo zusammen,
habe die Seite gefunden,auf der ich das mit der Winterbienenerzeugung gelesen habe.
Schaut nach unter http://www.fh-weihenstephan.de (Monatsberatung Februar,7.Absatz)
Bin mal gespannt auf die Antworten die jetzt kommen. :roll:
Gruß
Dieter
Frieder Hummel
13.07.2003, 02:23
Hallo Rainer,
nach Imkermeister W. Kusche, dem Verfasser der Weihenstephaner Monatsberatungen, bildet der Kunstschwarm eine Ausnahme.
Näheres dazu in der Juli-Beratung:
http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos/merkblaetter/ps/bienenkunde/ku-jul.html
Ulrich Mindrup
13.07.2003, 22:13
Hallo Rainer,
nach Imkermeister W. Kusche, dem Verfasser der Weihenstephaner Monatsberatungen, bildet der Kunstschwarm eine Ausnahme.
Näheres dazu in der Juli-Beratung:
http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos/merkblaetter/ps/bienenkunde/ku-jul.html
Seltsame Monatsbetrachtung. In Teilen ist sie wirklich sehr interessant, aber was z.B. die Varroabehandlung angeht, so sind die Hinweise extrem veraltet. Ich frage mich, wie lange der Beitrag schon unverändert veröffentlicht wird. Juli wird es schließlich in jedem Jahr ;-)
Und was die Winterbienen angeht, so meine ich hier vor einigen Jahren von Untersuchungen eines Bieneninstituts gelesen zu haben, nach denen die traditionellen, auch in diesem Beitrag geäußerten Meinungen nicht stimmen. Vieleicht kann ja jemand der Mitlesenden in den alten Bienenzeitungen kramen. Mir fehlt leider die Zeit und die Ordnung dazu.
Eventuell liegt ja das ganze nicht an der Königin, sondern an der Art _wie_ sie im Juli/ August üblicherweise zugesetzt wird. Normalerweise macht man das Volk weisellos, bricht nach neun Tagen alle Nachschaffungszellen aus und hängt erst dann die neue Königin unter Zuckerteigverschluß ein. Diese neue Königin muß aus der Eiablage gehen, und bis sie im Volk "etabliert" ist, vergeht geraume Zeit. Eventuell ist ja die entstandene "Legelücke" die Ursache dafür, daß es zu wenig Winterbienen gibt, und nicht die Königin selbst.
Interessant wären an dieser Stelle zwei Versuche: Wie verhält es sich, wenn man nach dem traditionellen Verfahren keine junge, sondern eine bereits ältere Königin zusetzt bzw. wenn man eine spätbegattete Königin z.B. mit Hilfe einer Zweitschlupfzellle ins Volk bringt, direkt nachdem man die alte Königin entfernt hat?
Grüße
Ulrich
Die langlebigen Winterbienen enstehen zu fast 100% von September an.
Wenn laut Imkermeister Kusche der Kunstschwarm eine Ausnahme bildet
wie sieht es dann mit einem im Juli erstellten Ableger aus.Der dürfte dann laut Kusche auch nicht überwinterungsfähig sein.Die These von Herrn Kusche ist nicht haltbar und auch leicht zu widerlegen.
Gruß
Rainer
Frieder Hummel
13.07.2003, 23:13
Hallo Dieter,
hallo Ulrich,
hallo Rainer,
die Kusche-Theorie habe auch ich nicht ernst genommen, besonders da auch Google nur die Weihenstephaner "spät begattete Königinnen" kennt, die Schwierigkeiten mit der Winterbienenerzeugung haben. Dadurch habe ich noch die Julibetrachtung gefunden.
Auf dem neuesten Stand dürfte wohl unser Stammtisch-Kollege Hanspeter Itschner sein:
http://www.mypage.bluewin.ch/biene-fridolin/interessantes/interessantes_winterbienen.htm
Eine anschauliche Skizze zu Hanspeters Beschreibung und noch mehr über "Die Regulation der Lebensdauer bei Bienenarbeiterinnen" ist in dieser PDF-Datei zu finden:
http://www.apis.admin.ch/deutsch/pdf/Biologie/Regulation_d.pdf
Hallo zusammen,
danke erstmal für die Antworten.
Habe mir mal die Seiten,welche Frieder empfohlen hat angeschaut.
Die leuchten mir von Anfang an besser ein,aber wenn mir die "Weihenstephaner Version" in diesem Punkt nicht eigenartig vorgekommen wäre,hätte ich die Frage nicht gestellt.(Auch andere lesen das und machen sich vielleicht keine größeren Gedanken darüber.)
Trotzdem finde ich die Weihenstephaner Seite im allgemeinen nicht schlecht.
Mit imkerlichen Grüßen
Dieter
Ps: Kann mir vielleicht jemand sagen,warum bei mir nach dem Anmelden alle Befehle auf englisch weitergehen,bzw.wie bleibt es bei der deutschen Version?
Ulrich Mindrup
16.07.2003, 19:06
Trotzdem finde ich die Weihenstephaner Seite im allgemeinen nicht schlecht.
Hallo Dieter,
zwar gibt es einiges interessantes zu lesen, vieles scheint mir aber sehr veraltet zu sein. Und das ist wirklich schade.
Ps: Kann mir vielleicht jemand sagen,warum bei mir nach dem Anmelden alle Befehle auf englisch weitergehen,bzw.wie bleibt es bei der deutschen Version?
Das kannst Du einstellen, schau mal in Deinem Profil nach. Englisch ist wohl die Defaulteinstellung.
Grüße
Ulrich
Hallo Ulrich,
danke für Deinen Ratschlag,hat funktioniert. :D
Was die Weihenstephaner Seite betrifft,hast Du sicherlich nicht unrecht.
Lassen wirs gut sein.
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