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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Honig aus bebrüteten Waben



biene.at
13.10.2002, 21:17
Hallo!
Ich habe heuer folgenden Versuch gemacht: Im Honigraum wurde abwechselnd eine Leerwabe und danach wieder ein bebrütete Wabe gegeben. Der Honig wurde getrennt geschleudert und begutachtet. Beide Honige schmecken gleich und sind auch in der Farbe vollkommen gleich. Sie kandierten jetzt auch zur gleichen Zeit. Der Honig ist ein Alpenrosenhonig (sehr heller Honig mit 16,8 Wassergehalt). Verhält sich dies mit anderen Honigsorten gleich bzw. wer hat ähnliche Erfahrung gemacht.
(gleicher Honigraum im gleichen Volk vorausgesetzt)
Dies sollte aber bitte nicht falsch verstanden werden. Ich bin trotzdem der Meinung wir lassen noch viel zu wenig bauen.
mfg
Leonhard Gruber

Lothar
13.10.2002, 21:50
Hallo Leonard, schön, das Du selbst Versuche machst :) ! Ein Test fehlt aber noch dabei: neben bebrüteten und unbebrüteten Waben solltest Du auch Mittelwände in Deine Versuche mit aufnehmen. Vielleicht kommst Du dann zu einen etwas anderen Ergebnis. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

Harry
13.10.2002, 22:07
Hallo,
den Versuch hättest Du dir auch sparen können :-?

Der Honig muß so ja zwangsläufig gleich (schlecht?!?) :D schmecken und aussehen.
Bei der Umwandlung von Nektar in Honig wird der süße Saft zig mal in den Waben umgetragen.
Dabei wird der Honig in den hellen und Unbebrüteten Waben natürlich von den dunklen und Bebrüteten Waben kontaminiert.

Wenn schon einen Versuch, dann bitte in getrennten Beuten.

Wenn Du dann schleuderst wirst Du ein optisches und geschmackliches Wunder erleben und jede Menge Waben für die Kerzenherstellung entdecken :P

Viele Grüße --- Harry ---

sabi(e)ne
14.10.2002, 07:47
Hallo,
dem ist absolut nichts hinzuzufügen! :lol:
Versucht es mal im nächsten Jahr selbst!
Und sagt uns Bescheid, was dabei herausgekommen ist...

toyotafan
14.10.2002, 10:31
Hallo zusammen,

da sieht man einmal wieder, wie man einen Versuch so hin drehen kann, daß am Ende das herraus kommt was man will.

Sei mir nicht böse "biene.at" aber wenn du dich mal richtig mit der Sache auseinander setzt, dann hättest du selbst darauf kommen können, daß dein Versuch nicht zu dem Zeil führt einen eindeutigen Vergleich zu haben.
Besser wäre gewesen die Hälfte der Völker mit unbebrüteten Waben auszustatten, und die andere Hälfte nur mit bebrüteten am Besten so richtig schwarze wo kein Licht durch scheint!

Noch mal biete ich das mit dem Heidehonig in Donaueschingen an, sogar direckt aus der Wabe also sozusagen mit Beweiskraft!

Grüße

biene.at
14.10.2002, 21:33
Ich muss da noch etwas ergänzen:
Zu der Zeit als ich den Honigraum gegeben habe, war eine Massentracht - das heisst die Bienen können nicht besonders viel umgetragen haben. Die Waben waren innerhalb von einer Woche verdeckelt. Zwei Waben mit Anfangsstreifen waren ebenfalls ausgebaut und verdeckelt. Diese zwei wurden natürlich nicht bebrütet und ebenfalls geschleudert. Die Scheuderung fand aber erst nach einer weiteren Woche statt - das heisst - der Honig in den bebrüteten Waben hätte doch Zeit gehabt um sich seiner Umgebung "anzupassen". Dies tat er aber anscheinend nicht - übrigens schmecken beide Honige hervorragend. Vielleicht gibt es "empfindlichere" Honigsorten ?
grüsse Leonhard Gruber - biene.at

sabi(e)ne
14.10.2002, 22:12
Hallo, liebe biene.at,
was, glaubst du, machen deine Bienen, wenn Menschen schlafen? Und sie beim besten Willen nicht ausfliegen können?
Nektar, frisch gesammelt, hat um die 87% (oder höher) Wassergehalt, ein reifer und verdeckelter Honig um 18%.
Was meinst du, wie das Wasser da rauskommt???
Umtragen, umtragen, umtragen....
Mach den Versuch mit den getrennten Beuten, und dann melde dich nochmal! Du wirst dich wundern! Versprochen!!! :lol:

wald&wiese
14.10.2002, 22:16
Eigentlich wollte ich zu diesem Glaubenthema nichts schreiben, möchte aber meine Beobachtungen und Versuche doch zum Besten geben.

Habe diese Jahr ein Magazinvolk auf Anfangsstreifen in den Honigräumen (2 Zargen DNM) gesetzt (hatte keine Mittelwände mehr) und habe am 27.07. den Honigraum geschleudert. Dieser Honig wurde als erster in die saubere Schleuder gegeben. Alle anderen Völker hatten „normale“ Waben im Honigraum. Nach der Ernte dieses Standes habe ich kosten lassen, die ganze Familie, einige Kollegen, mit der Frage: gibt’s zwischen den beiden Chargen Unterschiede im Geschmack. Fehlanzeige: niemand hat einen Unterschied entdeckt. Da ich auch in der Farbe keinen Unterschied ausmachen konnte, habe ich Proben von beiden Chargen im "Spekol" (Extinktion im Photometer) gemessen. Innerhalb der 5% Fehlergrenze keine Unterschiede (n=5 Proben).

Ich halte seit 1969 (mit Unterbrechungen) Bienen, ein Unterschied in der Honigqualität zwischen bebrüteten und unbebrüteten Waben ist mir noch nie aufgefallen, durch die Diskussionen hier wollte ich der Sache auf den Grund gehen.

Allerdings darf ich auch sagen, daß die Waben in der Regel aller 3-4 Jahre ausgetauscht werden, ganz dunkle „Schwarten“ gibt’s bei mir nur in Ausnahmefällen und im Honigraum überhaupt nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
G. Wustmann

sabi(e)ne
15.10.2002, 08:05
Allerdings darf ich auch sagen, daß die Waben in der Regel aller 3-4 Jahre ausgetauscht werden, ganz dunkle „Schwarten“ gibt’s bei mir nur in Ausnahmefällen und im Honigraum überhaupt nicht.



Hallo, G.,
genau darum geht es doch gerade!
Um den Unterschied, ob der Honig aus zigfach bebrüteten Waben kommt, die viele Imker in den Honigraum umhängen, wenn sie als Brutwaben nicht mehr taugen, oder aus Jungfernwaben, die erst ein oder zwei Jahre als Honigwaben benutzt werden und dann für ein oder zwei Jahre noch als Brutwaben dienen.

Wenn du im Honigraum immer MWs oder Honigwaben vom Vorjahr gibst, wirst du keinen Unterschied merken, weil dein Honig dann schon top ist.

Aber wenn du dunkle alte Brutwaben im Honigraum hast, und da kaum frische Waben, das macht einen gewaltigen Unterschied!

Wer sowas hat, sollte sich wirklich den "Luxus" leisten, im nächsten Jahr bei wenigstens einem Volk den kompletten Honigraum als MWs zu geben und diesen Honig dann auch getrennt zu schleudern.

Im übrigen halte ich das Ganze nicht für eine "Glaubensfrage", sondern mehr für ein Zeichen von falscher Sparsamkeit oder sogar Geiz.
Wenn man keinen Zugang zu einer MW-Gießform hat, muß man ein paar Jahre sammeln, bis man genug von seinem eigenen Wachs zusammen hat, um daraus MWs umarbeiten zu lassen und bis dahin kosten neue MWs viel Geld...

Viel Bauen ist aber wichtig für die Bienen und ihre Gesundheit. Jeder putzt seine eigene Wohnung doch regelmäßig, aber wenn sie irgendwann "abgewohnt" ist, wird renoviert. Bei den Bienen mit der schnellen Generationsfolge ist das nicht anders.

Angenommen, im Frühling zieht ein Vorschwarm mit der alten Königin in einen Baum oder eine Höhle. Es wird frischer Wabenbau errichtet.
Bei guten Verhältnissen wird dieser Schwarm im Spätsommer selbst noch einen Schwarm abgeben, der dann wieder auf frischem Bau sitzt.
Stirbt ein Wildschwarm , sind zügig die Wachsmotten da und "entsorgen" die Wachsreste, so daß im nächsten Jahr theoretisch an dieser Stelle wieder ein neuer Schwarm einziehen könnte.
Und auch bei Schwärmen, die jahrelang überleben, erneuern die Bienen die Waben, ansonsten gäbe es "Bonsai-Bienen", die aus viel zu kleingewordenen Brutwaben kämen.

Wir versuchen doch alle, den Bienen so gut wie möglich zu helfen.
Warum sparen so viele Leute am falschen Ende, nämlich der reichlichen und regelmäßigen Zugabe von Mittelwänden?
Wer seinen eigenen Wachskreislauf aufbaut, wundert sich, wieviel Überschuß er nach ein paar Jahren hat, sogar, wenn alle Brutwaben nur zur Kerzenproduktion benutzt werden.

Lothar
15.10.2002, 20:28
Nehmt als Beispiel doch einmal die Betriebsweise der Heideimker in der Lüneburger Heide! Die haben doch vier von fünf Völkern auf diesjährigen Wabenbau gehabt! Krankheiten hatten die Bienen nicht, und Jahr für Jahr konnten sie tausende gesunde Völker verkaufen. Zugegeben, das Beispiel hinkt an einer Stelle, die Bienen konnten den ganzen Wabenbau durchbrüten. Aber die Heideimker hätten auch nie ein Schwarm auf vorjährigen Wabenbaueingeschlagen! Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

Thomas Hädrich
16.10.2002, 11:14
Vielleicht hilft es zu Klärung: Dunkle Waben liefern nur beim ersten Schleudern dunklen Honig, dann ist der lösliche "Dreck" so ziemlich raus.

Lothar
16.10.2002, 20:33
Und was machst Du mit diesem "Reinigungshonig"?

sabi(e)ne
16.10.2002, 22:45
Hallo, Lothar,
also so, wie ich Reiner mittlerweile kenne, kommt sowas bei Ihm NICHT vor!
Bei allen anderen würde ich sagen: wegschmeißen!

biene.at
17.10.2002, 21:36
Hallo!

Gut - es macht anscheinend Spass meinen "Versuch" in Abrede zu stellen. Ich muss dies so zur Kenntis nehmen.
Was mich bei dem ganzen trotzdem noch wundert, warum haben meine Schwärme (nur auf Anfangsstreifen) denselben Honig produziert... aber das wird wohl der Verflug gewesen sein..... :-? - egal - beschliessen wir halt dieses Thema.
mfg
L.

biene.at
19.10.2002, 20:24
Hallo!
Eine "letzte" Frage noch zu diesem Thema. Wo kann man zu diesem Thema wissenschaftlich fundierte Arbeiten - z. B. eines Bieneninstitus bekommen bzw. nachlesen?
mfg
L.

toyotafan
19.10.2002, 20:46
Hallo bienen.at,

so viel ich weiß gibt es kein Bieneninstitut im deutschsprachigen Raum welches unterschiedliches Rähmchenmaß im Brut- bzw. Honigraum verwendet. Erst dann kannst du ja wirklich sicher sagen das ist Honig aus nur unbebrüteten Waben. Auch kenne ich bis heute kein Institut in Deutschland, das den Geschmack von Honig als oberstes Qualitäsmerkmal definiert. Je doch von Finnland oder Schweden (weiß nicht mehr genau) hab ich erfahren, daß diese Richtlinien und ein Prüfverfahren entwickelt haben, um Geschmack zu beurteilen!
Eine persönliche Frage an dich und ohne dich aber damit zu beleidigen wollen, du brauchst sie auch nicht zu beantworten, aber bist du etwa Raucher?

Grüße

honigmayerhofer
19.10.2002, 21:31
Hallo!
Eine "letzte" Frage noch zu diesem Thema. Wo kann man zu diesem Thema wissenschaftlich fundierte Arbeiten - z. B. eines Bieneninstitus bekommen bzw. nachlesen?
mfg
L.

Gegenfrage: Warum gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung , warum man Suppe aus dem Teller ißt und nicht aus der Kloschüssel säuft, wäre vielleicht etwas hygenischer, da braucht man nicht den fremden Dreck der Larven mitessen oder meinst jemand etwa die Bienen nehmen Meister Proper zum putzen der Zellen, da brauche ich doch keine wissenschaftliche Untersuchung. Schon allein der Optik wegen, wäre mir Honig aus hellen Waben lieber, als aus den Schwarzen. Die Bienen hätten normalerweise soviel Verstand, dass sie im (Wild) Naturbau den Honig in helle Waben lagern und die dunklen lieber zum Brüten nehmen, leider gibt es Menschen..............

Gabi
19.10.2002, 22:51
Hallo Franz Xaver!
Also ich finde die Frage von Biene.at gar nicht so abwegig.
Und dein Vergleich hinkt gewaltig. Du machst ja andere Sachen auch nicht auf den Teller, obwohl das gehen würde :wink: , denn ein Teller ist nun mal da um davon zu essen und ein Klo für andere menschliche Bedürfnisse.
Honig ist bekannt für seine gute Heilwirkung und bei vielen Betriebsweisen wurde der Honig aus bebrüteten (nicht schwarzen) Waben geerntet. Woher willst du wissen, daß ein Teil der Heilkraft nicht aus dem "Dreck" der bebrüteten Waben kommt?
Läuse, denen wir den Honigtau verdanken, nehmen den Saft auf, filtern die für sie wichtigen Eiweiße heraus und scheiden den Rest wieder aus. Läusekacke??? :-? Vielleicht sind Larvenkacke oder Nymphenhäutchen ja auch etwas Besonderes und wir wissen es nur noch nicht.
Kannst du mir mit 100%iger Sicherheit sagen, daß das wirklich nur wertloser Dreck ist?
Mit freundl. Grüßen
Gabi

honigmayerhofer
20.10.2002, 04:57
Hallo Franz Xaver!
Vielleicht sind Larvenkacke oder Nymphenhäutchen ja auch etwas Besonderes und wir wissen es nur noch nicht.
Kannst du mir mit 100%iger Sicherheit sagen, daß das wirklich nur wertloser Dreck ist?
Mit freundl. Grüßen
Gabi

Hallo Gaby,
es ist anscheinend auf die persönliche Einstellung des Imkers zurück zuführen, wie er das händelt. Das Argument mit der Läusekacke, finde ich wiederum etwas abwegig, denn das ist nun mal die Natur, die uns das so vorschreibt und das ist unabänderbar, da dürfte ich auch kein Hühnerei essen, weil es aus dem A..... meiner Hühner kommt, aber für mich muss das Umfeld stimmen, d. h. ich hole mir meine Eier aus einem sauberen Nest http://www.honigmayerhofer.de/uberuns/bild%20010.jpg und nicht wie mein Nachbar aus der Hühnersch...., da würden mir die Eier auch nicht schmecken. Genauso verhält es sich in meiner Imkerei, mir schmeckt einfach der Honig besser, wenn er aus einer neu erbauten Wabe stammt, das gibt mir ein gutes Gefühl, obwohl ich als Imker, der keine Medikamente ins Volk einbringe, vielleicht nicht den Honig aus den bayvarol - und perizinverseuchten Waben, die man in den Honigraum unhängt, essen müsste .Würdest du deinen Kindern solchen Honig zumuten, wo min. 6 Wochen oder auch länger der Bayvarolsteifen an den Waben klebte, dann wird noch Perizin draufgeschüttet und im Mai schleuderst du den Wonig von dieser Wabe, das kann es doch nicht sein oder ist das vielleicht kein Argument, aber leider essen viele Imker ihren Honig nicht selber und beim Kunden ist es ja egal, das verwendendete Glas bringt es schon wieder in Ordnung.
Ich muss an den Vortag eines Bienenfachberaters denken, der sagte, er wolle wissen, wieviel Leute schon krank geworden sind, beim zu sorglosen Umgang mit den Streifen, keine Handschuhe, vielleicht nicht einmal die Hände danach waschen, da würden mich Untersuchungsergebnisse interessieren.
Gesegnete Mahlzeit

biene.at
21.10.2002, 20:09
Hallo!
Es ist ja alles sehr interessant - aber warum lenken auf einmal alle vom Thema ab? Es hätte genügt - es gibt keine wissenschaftl. Untersuchung zu diesem Thema- basta.
Ich bin kein Raucher, außerdem wurde mein "Testergebnis" auch von anderen Imkerkollegen bzw. Honigessern getestet. Der Test ist auch richtig abgelaufen. - ich habe momentan den Eindruck, das hier wirklich von einigen nur eine "Glaubensfrage" vertreten wird. Vielleicht hat man meine Fragestellung auch nicht verstanden - warum wird ansonsten auf einmal von verschiedenen Wabenmass im Brut und Honigraum, oder vom Bayvarol und Perizin gefaselt - Ablenkungsmanöver?
mfg
L.

honigmayerhofer
21.10.2002, 20:37
Hallo!
warum wird ansonsten auf einmal von verschiedenen Wabenmass im Brut und Honigraum, oder vom Bayvarol und Perizin gefaselt - Ablenkungsmanöver?
mfg
L.
Hallo biene at,
da ich an der österreichischen Grenze wohne und die meisten meiner Arbeitskollegen Österreicher sind, weiß ich aus Erfahrung, das in Österreich nicht alles so schnell geht, aber wenn du das nicht verstehst, was von Bayvarol und Perizin "gefaselt" wird, musst du anscheinend weiter von der dt. Grenze weg wohnen :lol:., aber vielleicht liest du dir die Beiträge nochmal durch, dann das von Perizin und Bayarol habe ich gefaselt in der Annahme, dass es ein jeder verstehen würde, anscheinend ist dem nicht so, außerdem "fasele" ich nicht sondern schreibe.

Reiner Schwarz
21.10.2002, 20:53
Hallo Leute,

ich verfolge nun schon seit längerem mit höchstem Amusement diese Diskussion und jetzt Freunde gehts abber mal a bisserl oba vom Gas! Wir doch den hier soviel beschworenen guten Geist des Forums nicht wieder verscheuchen...

Halten wir doch fest: die absolöute Honigqualität hängt von sehr vielen einzelenen Faktoren ab, einer davon ist die Quallität des Wabenbaues

OK??

Einen guten Honigpreis wünscht euch

Der Reiner

Hanspeter Itschner
21.10.2002, 21:36
Hallo biene.at
Xaver wollte uns nur daran erinnern, dass es auch chemischen unsichtbaren Dreck (aus Varroabehandlung) in den Waben und somit in den Bienenprodukten hat. Durch neuen Wabenbau kann man diesen verdünnen. Diese Verunreinigungen sind vom Imker verursacht und gehören nicht in ein natürliches Qualitätsprodukt, auch wenn diese innerhalb der Toleranzgrenzen liegen. Viele Imker waren längere Zeit auf diese chemischen Mittel angewiesen, aber jetzt können wir aus mehreren natürlichen Varroabekämpfungsmittel auslesen. Hingegen auf die externen Verunreinigungen können wir keinen Einfluss nehmen, höchsten gewisse Gefahrenquellen meiden.
Die Bienen sind sehr reinliche Tiere. Sie putzen den ganzen Tag die Zellen von unten bis oben und von oben bis unten. Dann überpinseln sie die Zellen mit einem bakterientötenden Propolisfilm. Auf jeden Fall mindestens die Häutchen bleiben in der Zelle zurück. Das könnten Deine Überlegungen sein, aus welcher Deine Frage entsprang.
Da wir (noch) keinen wissenschaftlichen Test zu diesem Thema gefunden haben, möchte ich Dich zu einem kleinen einfachen Soforttest animieren. Nehme drei saubere Honiggläser. Lege in das erste Glas ein grösseres unbebrüteter helles Wachsstück und in das zweite Glas ein grösseres nur einmal bebrütetes Wachsstück und in das dritte Glas ein grösseres mehrmals bebrütetes, dunkles Wachsstück hinein. Schütte klares sauberes Trinkwasser in jedes Glas. Verschliesse das Glas. Schaue Dir nach einer Stunde, nach einem Tag, nach drei Tage und nach einer Woche den Inhalt der Gläser an. Du darfst zwischendurch das Glas auch leicht schütteln. Aus welchen Glas möchtest Du das Wasser trinken oder aus welchen Wabenstück möchtest Du den Honig essen?

honigmayerhofer
21.10.2002, 21:37
Hallo Leute,

Einen guten Honigpreis wünscht euch

Der Reiner

Hallo Reiner,
man kann bei der Ernsthaftigkeit des Themas, Bayvarol und perizinverschmutze Waben in den Honoigraum umzuhängen nicht von Gefasel reden, das brachte mich momentan auf die Palme, vielleicht macht die mehr südliche, geographische Lage Niederbayerns mich etwas heißblütiger als kühle Nordlichter, bin aber momentan schon wieder von der Palme herunten und aktzeptiere, dass es auch Menschen gibt, denen die Qualität des Honigs nicht so wichtig ist.

biene.at
23.10.2002, 22:17
Hallo !
Also wenn der Honigmayerhofer so viele Perizin und bayvarolverschmutzte Waben hat, dann kann man sein "Lautwerden" ja verstehen. Wenn nicht, dann weis ich nicht was er eigentlich damit will. Mir geht es hier um die Frage warum hatte mein Honig aufgrund der dunkleren (nicht schwarzen Waben) keine andere Farbe oder einen anderen Geschmack bzw. Geruch. Von Chemie, wie sie von vielen Imkern verwendet wird (ich sicher nicht) - kann ich mir sowieso keine Änderung in Farbe usw. vorstellen. - Also hat dies meines Erachtens mit dem Thema genausowenig zu tun wie das Wabenmass in Brut - und Honigraum.
@HansPeter Itschner: Zu deinem Versuch:
Nymhenhäutchen saugen Wasser auf - tun sie es auch im Honig? Hast du diesen Versuch mit voll verdeckelten Waben ausprobiert? oder waren "verletzte" - nicht von Bienen bearbeitete Wabenzellen dabei?
mfg
L.

Lothar
27.10.2002, 09:34
Hallo zusammen, vor kurzem habe ich einen kurzen, in seiner Aussage aber sehr gehaltvollen Satz gelesen:"Der Honigraum ist für den Honig da." So einfach ist das :lol: Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

wald&wiese
24.03.2007, 19:21
Zum Thema "Honig aus bebrüteten Waben" ist heute im "Fragen und Antworten"-Teil des "Deutschen BienenJournals" (4/2007, Seite 30) von J. Radtke, LIB Hohen Neuendorf, eine Antwort gegeben worden.

Möchrte nur die ersten beiden Sätze zitieren:

"Es ist schon erstaunlich, welche Blüten manche Philosophie treibt. Honig soll minderer Qualität oder gar ungenießbar sein, weil er aus bebrüteten Waben stammt? Die jahrhundertelange Nutzung des Honigs als göttliche Speise oder gar als Naturheilmittel spricht eindeutig dagegen......."

Radix
24.03.2007, 20:10
Nee Gerold, der ist gehaltvoller...8-)

sabi(e)ne
24.03.2007, 20:11
:lol: Hallo, Gerold,
man hat jahrhundertelang auch Fleisch ungekühlt aufbewahrt und trotz Hautgout noch gegessen, und ebenso ist der Mensch jahrtausendelang ohne Wasserklosett und Dusche ausgekommen.
Meinst du nicht, daß man im Bereich der Hygiene dazulernen kann?
Als allgemeingültiges Statement möchte ich das nämlich so nicht stehenlassen, ob daß jetzt von einem Institutsmitarbeiter oder vom Papst käme....:wink:

wald&wiese
24.03.2007, 20:38
Meinst du nicht, daß man im Bereich der Hygiene dazulernen kann?

Kann man und sollte man auch. Allerdings kann man es auch maßlos übertreiben.


Als allgemeingültiges Statement möchte ich das nämlich so nicht stehenlassen, ob daß jetzt von einem Institutsmitarbeiter oder vom Papst käme....

Hast du den Artikel in der Zeitung gelesen? Ich finde die Argumentation nachvollziehbar und gut.

sabi(e)ne
24.03.2007, 20:41
Hallo, Gerold,
nein, diesmal bin ich im benachteiligten Teil der Abonnenten, ich hatte heute fest damit gerechnet, aber es war nix im Briefkasten. BösPost.......:evil:

Nds|Christian
24.03.2007, 21:34
Hallo, Gerold,
nein, diesmal bin ich im benachteiligten Teil der Abonnenten, ich hatte heute fest damit gerechnet, aber es war nix im Briefkasten. BösPost.......:evil:

Bei mir war auch nichts drin. Wird Niedersachsen zum Schluss beliefert oder traut sich keiner hier her ?

Remstalimker
24.03.2007, 23:12
Hallo,
das ist aber ein altes Thema. Mein Erlebnis ist folgendes. 1995 war ein super Tannenhonigjahr. Bienen überwintern auf Tannenhonig schlecht sagen alle, auch die Institute. Deshalb wollte ich den Honig aus dem Brutraum schleudern. Nach dem Öffnen des Deckels muffelte der Honig gegenüber dem aus den unbebrüteten Waben aus dem Honigraum. Meine Frau verweigerte das Weiterschleudern. Das Schleudern wurde abgebrochen, der Muffelhonig wieder eingefüttert. Die Bienen haben gut überwintert. letztes Jahr war wieder ein Tannenhonigjahr. Die Hälfte der Völker hat komplett auf Tanne überwintert. Ausfälle keine. Völker stark. Glaube keinem Imker über 20.

Gieße Wasser in eine mehrmals bebrütete Wabe. Lasse das Wasser einen halben Tage stehen. Gieße es in eine Glas. Du wirst nie mehr aus bebrüteten Waben Honig schleudern.

Gruß
Remstalimker

sabi(e)ne
25.03.2007, 08:37
:-D Das ist doch mal wieder ein Punkt, wo wir 100% einer Meinung sind! :wink:

Drohn
25.03.2007, 09:46
Ihr behauptet also dass _Ihr den Unterschied erkennt von Schleuderhonig aus bebrüteten und unbebrüteten Waben?

Ich behaupte das könnt Ihr nicht. Das ist dann wie raten.
Bin mir ziemlich sicher da arbeitet ganz wild die Vorstellung mit.

Der Drohn

der keine Brutraumwaben aus technischen- und Bienengründen schleudert oder entnimmt

gazdin
25.03.2007, 11:30
Und ich sage:
Oh doch! Man schmeckt den Unterschied! Und der ist gar nicht so klein - aber fein.
Honig aus unbebrüteten Waben hat für mich einen zarten Beigeschmack von frischen Waben. Du meinst nicht nur Honig, sondern auch frisches Bienenwachs am Gaumen zu haben. Einfach köstlich, lukulische Freuden erster Klasse.
Ich habe einmal (aus Not) ein paar Kilo Honig von einem Kollegen dazugekauft - naja, was soll ich sagen; seither nicht mehr.

lg, Stefan

Remstalimker
25.03.2007, 12:23
Hallo Drohn,
schon der Gedanke >Der Honig, der aus der S...... kam< ist unappetittlich. Ich esse meinen Honig selbst oder siehe Gazin.

"Süße köstliche Grüße"
Remstalimker

hegauer
25.03.2007, 12:25
:-D Das ist doch mal wieder ein Punkt, wo wir 100% einer Meinung sind! :wink:

Hallo Sabine,

das ist doch wieder, mal ne ganz vieldeutige Antwort :(

bezieht die sich nun auf Drohns Beitrag, oder auf gazdins?

Gruß, Emil

PS: Oh sorry, da ist mir wohl die Reihenfolge durcheinandergeraten :oops:

sabi(e)ne
25.03.2007, 12:53
Nö, das ist völlig eindeutig, weil es direkt über dem Remstalimker steht.:wink:
Ich war fix genug, um da niemand zwischenkommen zu lassen...*g*

Drohn
25.03.2007, 13:32
Dito! mit Deiner Wahrnehmung! Du erntest Blütenhonige? Das war ein Blütenhonig den Du probiert hast, oder? Ich finde sehr selten Blütenhonig auf bebrüteten Waben. Das entspricht dem Bien. Heller Honig in helle Waben, dunkler Honig lieber in dunkle Waben, wenn nicht genug dunkle Waben vorhanden dann verhonigt das Brutnest und die Völker bekommen die Ruhr!

(bitte an ursprüngliche Signatur von mir denken)

BernhardHeuvel
26.03.2007, 09:25
Ich bin Befürworter für Honig aus bebrüteten Waben, aber bei mir klappt das auch mit der Waben-Erneuerung *duck-und-wegrenn* :wink: :wink: :wink:

Im Ernst, wenn die Bauerneuerung klappt und die Bienen vor der Honigeinlagerung die Zellen ausräumen und putzen - was soll denn da noch drin sein? Das ist sauber. Oder schmeckt ihr die im Wachs eingelagerten Varroaziden? *duck-und-weiter-wegrenn* :wink:

Bernhard

Lothar
26.03.2007, 18:16
Ha, der Drohn sagt das, was ich schon einmal geschrieben habe.
Stammt ursprünglich nicht von mir (glaube der Xare hats mal geschrieben),
aber ich habe es mal erwähnt:
Dunkler Honig kommt aus dunklen Waben!
Danke Drohne, jetzt habe ich es schriftlich !
Viele Grße
Lothar

Remstalimker
26.03.2007, 20:51
Hallo,
eine Aussage wird nicht wenn es mehrere sagen oder wenn es mehrere mehrmals sagen. Tannen- und Fichtenhonig ist nicht dunkel, weil die Waben schwarz waren. Sas gilt auch für den Kastanienhonig. Ich """vermute""", dass ein gräulicher Rapshonig aus schwarzen Waben stammt. Im neuen Imkerjournal ist eine Abhandlung zu diesem Thema. Zander war der Meinung die Farbe kommt von den Rußpilzen im Honig.

Gruß
Remstalimker

sabi(e)ne
26.03.2007, 21:09
Sorry,
ich finde es schlicht ekelig und unhygienisch.
Brutwaben sind BRUTwaben und keine Honigwaben.
Ich hab zweierlei Maß für oben und unten, und so stellt sich mir diese Frage nicht mehr.
Kann jeder machen wie er will, aber ich erzähle meinen Kunden explizit, daß meiner aus unbebrüteten Waben stammt, was dann mit Sicherheit zu Fragen bei anderen Imkern führt...8-)
Es ißt ja heutzutage auch niemand mehr angebrütete Hühnereier.

windmueller
26.03.2007, 22:50
Es ißt ja heutzutage auch niemand mehr angebrütete Hühnereier.

Ohh Sabine,
der Vergleich hinkt aber. Die Bienen lagern doch den Honig nicht in den Zellen, in denen auf dem Grund eine Made schwimmt.:-?
gruesse
seb

sabi(e)ne
26.03.2007, 23:08
Nö, sehe ich nicht so.:wink:
Brutwaben haben im HR nix verloren, bei gleichem Wabenmaß sehe ich es umgekehrt noch ein, obwohl da gerade Anfänger nicht den Blick haben, zu sehen, ob die HR-Waben mit dem Winkel der Zellen überhaupt brutfähig sind.
Ich hab ein paar nette Drohnenwaben da, die im oberen Teil sehr eindeutig nur zur Honiglagerung bestimmt sind, da sieht man auf einen Blick, was ich meine, auch mit der Tiefe der Waben, bloß hab ich immer noch keine Kamera, die funzt..:evil::roll:
*Ich* finde zwei verschiedene Wabenmaße oben und unten optimal für Honighygiene, und viel bauen lassen, bekommt den Mädels auch gut.
Im Kontrast dazu steht meine "Baumbeute", die ist tatsächlich darauf ausgelegt, sich bienenmäßig zu benehmen; ich hab zwar herausnehmbare Fenster zum Gucken und auch zum Honig schnippeln, aber ansonsten ist da wegen festen Deckels nix mit Eingreifen.
Ich bin sehr gespannt, wie lange da ein Zyklus bis zum völligen Abschwärmen geht, und die Wachsmotten aufräumen und der nächste Schwarm einzieht.
Schätzen tun wir 5-6 Jahre, maximal.

M.Ende
26.03.2007, 23:08
Ist es nicht so das nach dem Schlupf einer Biene die Zelle geputzt bzw. mit einer hauchdünnen Schicht Propolis überzogen wird???
Oder legt die Königin ihre Eier in die Schei....der alten Brut???
Ich dachte bislang Bienen wären sehr hygienische Tiere!
Also warum kein Honig aus Brutwaben?


Beste Grüße
Manfred

sabi(e)ne
26.03.2007, 23:11
Hallo,
siehe gazdins Antwort von gestern abend:
nimm ein Stück bebrütete Wabe und leg es in Wasser und nimm ein unbebrütetes Stück Wabe und leg es in Wasser.
Nach drei Tagen reden wir dann nochmal darüber, welches Wasser du trinken würdest....8-):lol:

M.Ende
26.03.2007, 23:23
Hallo Sabine

Also ich schleudere Honig! Kein Wasser!
Das der Honig eventuell einen leicht anderen Geschmack geschmack hat,
darüber können wir diskutieren. Wobei ich bei gebürendem Respekt, auch da meine Zweifel habe!
Aber das er qualitativ minderwertiger sein soll, in welcher art auch immer,
das hät ich dann doch gern schwarz auf weiß von nem Fachmann, kann auch ne Fachfrau sein.

Gruß
Manfred

sabi(e)ne
26.03.2007, 23:26
:-D:-P Auch dein Honig ist nicht wasserfrei.
Das wäre doch mal ein Thema fürs nächste Forumstreffen: anonyme Verkostung von denselben Honigen (vom gleichen Stand!!!!), einmal aus Jungfernwaben und einmal aus bebrüteten Waben, oder?8-)

Bowf
27.03.2007, 00:12
:-D:-P
Das wäre doch mal ein Thema fürs nächste Forumstreffen: anonyme Verkostung von denselben Honigen (vom gleichen Stand!!!!), einmal aus Jungfernwaben und einmal aus bebrüteten Waben, oder?8-)

Hier, bin dafür!

Jörg

Hubert
27.03.2007, 10:21
Hallo Sabiene,


aber ansonsten ist da wegen festen Deckels nix mit Eingreifen.
Ich bin sehr gespannt, wie lange da ein Zyklus bis zum völligen Abschwärmen geht, und die Wachsmotten aufräumen und der nächste Schwarm einzieht.
Schätzen tun wir 5-6 Jahre, maximal.

das könnte länger dauern.
Ich habe einen Bericht aus einer Imkerzeitung aus den fünfziger Jahren.
Da schilderte ein Imker, das er bei einem Volk länger als 20 Jahre den Brutraum nicht geöffnet habe.

Gruß Hubert

BernhardHeuvel
27.03.2007, 11:03
(...)*Ich* finde zwei verschiedene Wabenmaße oben und unten optimal für Honighygiene, und viel bauen lassen, bekommt den Mädels auch gut.

Was denn jetzt? Findest Du das gut oder die Honigbiene? Ich dachte, Du hast den Tautz gelesen? Da steht aber, daß Bienen den Honig lieber in alten Waben ablegen. Seite 192:


...So lagern die Bienen den Nektar und den Pollen bevorzugt in Zellen, die bereits älter sind und nicht gerne in frisch gebaute Zellen...

Und in anderen Büchern steht auch, daß Wachsproduktion anstrengend ist, und von der Biene vermieden wird, wo es geht. Weshalb siedeln Bienen bevorzugt in Höhlen mit bereits vorhandenem Waben? Weshalb bauen Bienen nicht das ganze Jahr über? Und wieviel Honig verbraucht nochmal der Wabenbau? Und wie hoch ist damit der Energieaufwand?

Im aktuellen Deutschen Bienenjournal wird bei den Leserfragen diesselbe Frage beantwortet: Honig aus bebrüteten Waben ist hygienisch. Honig lebt und gerade darin besteht ja seine Hygiene! Hygienisch ist ungleich keimfrei!

Und wer kann mir denn eine Quelle nennen, die die Zusammensetzung von Honig aus bebrüteten und unbebrüteten Waben vergleicht? Sind es die Häutchen, die die dunkle Farbe schaffen? Oder ist es vielmehr Propolis, daß diese Farbe schafft?

Propolis ist doch wasserlöslich, oder? Daher die dunkle Farbe?

Bernhard

Reiner Schwarz
27.03.2007, 11:14
Propolis ist doch wasserlöslich, oder? Daher die dunkle Farbe?

Hallo Bernhard,

nein, Propolis ist nicht wasserlöslich! Deshalb löst man Propolis gemeinhin in Alkohol. Geht auch in Eukalyptusöl, aber schlecht. Auch in anderen Chemikalien löst sich das Zeug natürlich.

Mach doch mal den "Einweichtest", riech und schmeck daran. Das iss was anderes als Propolis. Es kommt von den Häutchen. Ich denke da auch mit Schaudern an die Suppe, die aus meinem Sonnenwachsschmelzer rausläuft, wenn ich mal vergessen hab den Deckel richtig drauf zu legen und der Trester ausgewaschen wird.

Selbst wenn die Mädels den Honig evtl. bevorzugt in dunklen Waben ablagern, noch lieber tragen sie ihn nach oben in die Wintervorratskammer, auch wenn dort neues Wabenwerk vorhanden ist.

knaecke1959
27.03.2007, 12:26
Alles eine Frage der Einstellung und des Glaubens,
vergleiche Bienenjurn. Ausgabe Apr.
Die Natur der Bienen ist es, im Baumloch von oben nach unten zu bauen. erst wird Brut angesetzt und dann weitergebaut (nach unten). Damit das Brutnest erweitert. In die Waben der auslaufenden Brut wird Honig eingelagert. Der Honig kommt nicht in Kontakt mit event. Resten, weil geputzt wird und ein Häutchen stehen bleibt. Wenn irgendwelche Reststoffe den Honig (ihre Notreserve) versauen würde, hätten die Mädels sich eine andere Strategie einfallen lassen, die haben einige Jahrtausende Vorsprung vor den Imkern, nur was funzt kann überleben!!!!
Manche Leute müssen echt Langeweile haben, um mit Regelmäßigkeit immer zur gleichen Zeit die gleichen Diskussionen zu führen.
Wer in Hinterladern keinen Platz hat, muß tw. Brut hochhängen, sonst kleben die Mädels im Birnbaum vom Nachbarn in 6m Höhe. Bei Magazinen ist es eine andere Frage, da kommt ne Kiste dazwischen und gut ist.
Ich verkaufe nur Honig den ich selber mit Genuß essen würde!!!!
Knäcke

BernhardHeuvel
27.03.2007, 12:46
@Reiner: In der Apitherapie gibt es meines Wissens Wasserlösungen von Propolis, wobei ich vermute, daß da nicht alle Bestandteile wasserlöslich sind.

Ansonsten schließe ich mich Knäcke an: Ich würde nur verkaufen, was ich selbst essen würde. Ich esse meinen Honig selbst und der stammt aus bebrütetenden Waben. Allerdings nicht jahrealten Waben, sondern einjährig bis zweijährig. Ich weiß nicht, wie Honig aus alten schwarzen Schinken schmeckt - bezieht ihr euch darauf bei eurer Meinung?

Bernhard

Eric Zeissloff
27.03.2007, 13:15
Deutsches Bienenjournal 4/2007

Drohn
27.03.2007, 15:01
Ja,...seufz,...das war einmal.

Drohn
27.03.2007, 15:06
Anhand der Diskussion kann man erkennen wie weit der Mensch schon von dem Begriff "Lebensmittel" weg ist.

sieht
der
Drohn

sabi(e)ne
27.03.2007, 16:05
Markus,
jetzt wirst du aber albern! :eek:
Was ist an Hygiene schlecht?
Von dem, was unsere Altvorderen noch vor 50 Jahren ohne Kühlschrank so gefuttert haben, lägen wir heute mit Lebensmittelvergiftung im KKH, bzw. in manchen Urlaubsländern ist der Hygienestatus ähnlich.
Lebensmittel heißt doch nicht Lebensmittel, weil es (schon wieder) selbst lebt, sondern weil es Mittel zum Leben sein soll.
Und was ist daran schlecht, den bestmöglichen Honig zu gewinnen?
Ich esse ja auch nicht aus der Hundeschüssel, mag sie noch so saubergeleckt und ausgeregnet sein....und ich bin beileibe nicht pingelig, aber dafür gibt es Grenzen.
Ich MUSS NICHT Honig aus bebrüteten Waben haben, warum soll ich es dann tun?
Wäre Honig wasserfrei, könnte man das nochmal diskutieren, aber solange das schwarze Zeug in den Waben wasserlöslich ist - nein, danke.:wink:

Lothar
27.03.2007, 16:41
Hallo Zusammen,
@Bernhard: wie passt das denn mit der "Unantastbarkeit" des Brutnestes zusammen?
Mit Absperrgitter bekommst Du solche Waben nur mit Hochhängen.
Ohne durch Verhonigen.
---
Betreff Farbe Rapshonig: meist kommt eine dunklere Färbung durch Beitracht.
Wobei dunkel in diesem Fall gelblich ist.
Meine Meinung: helleren Rapshonig bekommt man eher aus helleren Waben.
Die Verwendung älterer , schon mindestens einmal bebrüteter Waben für den Honigraum kommt daher, das man früher meinte, nur solche schleudern zu können.
Sicherlich auch verbreitet durch die (durchaus sinnvolle) Praxis, möglichst viele Brutraumwaben durch Neubau zu ersetzen.
Das Bienen Honig lieber in dunklere Waben lagern heißt ja noch lange nicht, das sie bebrütet waren.
Honig in einer bebrütet gewesenen Wabe - ist das nicht auch gleichzeitig ein Schutz vor Wachsmotten?
Es könnte ja auch statisch sicherer sein, in bebrütet gewesenen Wabenzellen Honig einzulagern.
Dem widerspricht aber das Bild, das so ein Honig- Futterkranz zeigt:
Zellen, die zu Dickwaben umgebaut sind.
Und noch etwas spricht für neues Wachs: die Verdeckelung des Honigs.
Gibt es nur mit hellem Wachs, bei der Brut ist "recyklen" angesagt.
Aber anscheinend ist es Geschmackssache: bebrütet oder nicht.
Gut, das keiner die Tricks verrät, wie man Waben m i t Brut ausschleudert...
Habe ich auch mal verraten bekommen.
Der Aufwand für das bisschen mehr muss sichja mal echt gelohnt haben...
Viele Grüße
Lothar

BernhardHeuvel
27.03.2007, 19:14
Guten Abend Lothar!

Aus Sicht des Stabilbaus in Magazinen bleibt das Brutnest unangetastet - die Bienen bauen in den Warrébeuten von oben nach unten und das Brutnest wandert mit nach unten. Also so, wie es ursprünglich sein sollte. Die oberen Waben sind zunächst bebrütet und werden
im Laufe des Jahres zu Honigspeichern. Bei der Ernte werden alle Waben der oberen Zargen entnommen und eingeschmolzen. Die Bienen überwintern komplett auf einjährigen Waben der unteren zwei Zargen. Im Frühjahr werden zwei neue leere Zargen untergesetzt und durch die Bienen ausgebaut. Die letztjährigen Waben werden dadurch im nächsten Jahr zu Honigwaben und auch diese werden dann komplett abgeerntet. Wieder gehen die Bienen zweizargig auf einjährigem Wabenbau in den Winter. Als ob sie eine neue Wohnung bezogen hätten.

Die Verwendung bebrüteter Waben ist in einer Rähmchenbeute nicht so einfach, daran habe ich nicht gedacht. Da wandert ja nichts, sondern muß durch den Imker aktiv umgehangen werden. Vielleicht erklären sich dadurch auch die unterschiedlichen Meinungen über Honig aus bebrüteten Waben. Wenn ich Waben aus dem Brutraum hochhängen müßte, um darin Honig ablagern zu lassen, würde ich das auch nicht machen. Denn dann würde das Brutnest erheblich gestört, was zu vermeiden ist.

Im Stabilbau wandert das Brutnest von alleine. Da geht es ohne Antasten des Brutnestes.

Bernhard

Drohn
27.03.2007, 21:19
Danke Werner, danke Lothar,
Hört Ihr mich?
Blüte = helle unbebrütet!
Wald = Brutnest nahe! wie Heide etc!!!
Wer Wald oder andere Spättrachten in Jungfernwaben erntet ist ein Profi!!!
Die gibt es!!

der
Drohn

P.S.
Bernhard ?????

biene100
27.03.2007, 21:53
Hallo,
wenn Ihr bedenkenlos Honig aus Dunkeln Waben erntet, dann braucht ihr auch keine Bauerneuerung im Brutraum. Wenn die Waben immer so toll gereinigt werden spielt ja die Farbe für euch eigentlich keine Rolle.
Da habt ihr gleich noch die Kleine Zellen.
Grüße biene 100

Drohn
27.03.2007, 22:08
Hallo,
wenn Ihr bedenkenlos Honig aus Dunkeln Waben erntet, dann braucht ihr auch keine Bauerneuerung im Brutraum. Wenn die Waben immer so toll gereinigt werden spielt ja die Farbe für euch eigentlich keine Rolle.
Da habt ihr gleich noch die Kleine Zellen.
Grüße biene 100
Quatsch!!!
Der Vs liebt BRW°!!!

Eric Zeissloff
27.03.2007, 23:12
http://info.imkerei-mv.de/index.php?topic=1582.0

sabi(e)ne
27.03.2007, 23:22
:roll: Das ist *mir* egal, was andere sagen.
*Ich* finde es verdammt unhygienisch (und geschmacksbeeinträchtigend), und SO kriegen es auch meine Kunden vermittelt.
Honig enthält Wasser, ergo diffundiert der ganze Krams aus den Waben da auch in den Honig rein.
Wenn die Bienen eine Silikonversiegelung hinterlassen, dann denke ich vielleicht nochmal drüber nach, bis dahin betrachte ich das als absolute Sauerei.

edit: ihr macht euch Gedanken um minimalste Spuren von Perizin, aber behandelte Brutwaben in den HR hoch? Tooooooll!

Werner Egger
28.03.2007, 07:20
Danke Werner, ???

Hallo Markus,

solltest du mich meinen? Ich habe zu diesem Thema nichts geschrieben:confused:
Als du dies gestern geschrieben hattest habe ich es aufgegeben auf dich zu warten.

Werner

Simon Angerpointner
28.03.2007, 08:14
Morgen zusammen,

da ich Dadant habe und im HR 16cm hohe Rahmen und mit Absperrgitter arbeite, erübrigt sich meine Sichtweise zu diesem Thema.
Ich werbe sogar, wie Sabi für Honig im Jungfernbau und propagier dies auch auf den Versammlungen. Ich hab noch immer den Geruch der alten Schinken meines Großvaters in der Nase, auf die er so stolz war und er möge es mir auch gleich verzeihen.
Daß Honig Farbe und Geruch des Wachses annnimmt, muß man hier nicht bezweifeln, es ist eindeutig so.
Außerdem @Drohn hab ich oft genug Melizitose und brauch hierzu auch keine
bebrüteten Waben, um den zu ernten, da gibt es andere Tricks, wie Du schon angedeutet hast.
Es wird zudem auch auf den Zustand der Waben ankommen, sind sie nur ein paar mal bebrütet worden, wird es nicht so schlimm sein, wie wenn ich wirklich die Waben hernehme, die schon 3 oder 4 Jahre alt sind, wie es immer noch sehr oft praktiziert wird.

Auf der anderes Seite wird ja der Nektar zuerst unten in den Brutwaben zwischengelagert und "infiziert" sich ja so schon ganz natürlich mit bebrütetem Wachs. Zudem hat er ja zu diesem Zeitpunkt noch viel Wasser,
so daß er da auch schon Farbe und Geschmack annehmen wird.

Da erhebt sich bei mir eine ganz andere Frage!
Verleg ich nun das Flugloch in den Honigraum, lagern sie dann auch den Nektar zuerst unten ein, oder verschiebt sich dann der Marktplatz nach oben.
Hat dazu irgendjemand einen Peil?

Gruß Simmerl

BernhardHeuvel
28.03.2007, 08:45
Guten Morgen, Simon!

Ich habe einen Strohkorb mit Flugloch oben. Der Honig wird in diesem Korb weiterhin im oberen Bereich der Waben eingelagert. Die Wabe, die direkt schräg vor dem Flugloch steht ist honigleer, alle anderen unterscheiden sich nicht von der Verteilung in anderen Stabilbaubeuten mit Flugloch unten.

Das betrifft die letztendliche Honiglagerung. Über die Zwischenlagerung kann ich nichts sagen, vermute aber, daß die vordere Leerwabe rückseitig dazu genutzt wird? Und natürlich rund ums Brutnest?

Bernhard

sabi(e)ne
28.03.2007, 08:52
Moin, moin,
soweit ich weiß, wird da nix großartig zwischengelagert.
Der Nektarkranz ums Brutnest ist für den sofortigen Verzehr, Wintervorräte werden im Durchgangsverkehr nach oben expediert, mitten durchs Brutnest, weit weg vom Flugloch.
@Bernhard: ist dein Flugloch im Korb ganz oben oder auf Drittelhöhe?

BernhardHeuvel
28.03.2007, 09:04
@Sabi(e)ne: Das Flugloch ist im oberen Viertel, den genauen Abstand kann ich Dir erst morgen Abend sagen. Ganz oben ist das Flugloch nicht, also oben drauf. Meinst Du, daß das etwas ändern würde?

Bernhard

sabi(e)ne
28.03.2007, 09:14
Moin, Bernhard,
ich kenn es nur von Michael Bushs Bildern, der hat das Flugloch bei einigen Beuten ganz oben an der Zarge, und da ist das Brutnest vorn oben und der Honig hinten und unten.
Er findet das für sich einfacher, weil für Schwarmkontrollen brauchst du nicht erst alle HR abnehmen, und das ganze Viehzeug kommt auch nicht so gut rein.
Bei meiner Baumbeute ist das Flugloch auch ganz oben, aber die ist ja noch leer....:wink:
Ich werde es im Auge behalten.

Simon Angerpointner
28.03.2007, 10:18
Hi nochmals,

also, daß der Nektar zuerst in die leeren Zellen des Brutnestes gelangt, ist definitiv. Zieht man an einem guten Trachttag eine BW und hält sie schräg,
rinnt die ganze Suppe raus. @Sabi, wie lange diese Zwischenlagerung dauert, wird wahrscheinlich von der zu einzutragenden Menge bestimmt werden.
Doch ist meines Erachtens davon auszugehen, daß es sich zumindest um einige Stunden handeln wird.
Also gelangt der frische Nektar erst einmal in bebrütetes Wachs, bevor er in den HR wandert.
Deshalb auch die Frage, wenn das Fluloch oben ist.
Wird der Nektar dann gleich in unbebrütetem Wachs getrocknet und umgearbeitet?

Nochmals die Frage:
Verlegt sich dann der Marktplatz auch nach oben?

Gruß Simmerl

Gru

Reiner Schwarz
28.03.2007, 10:49
Moin, moin,
soweit ich weiß, wird da nix großartig zwischengelagert.
Der Nektarkranz ums Brutnest ist für den sofortigen Verzehr, Wintervorräte werden im Durchgangsverkehr nach oben expediert, mitten durchs Brutnest, weit weg vom Flugloch.

:eek: Das müßtest du doch bei dir gut feststellen können, Sabine! Bei Massentracht wird der Nektar doch immer zuerst mal im Fluglochbereich abgelegt um dann von den Stockbienen fluglochfern gelagert und endverarbeitet zu werden. FLUGLOCHFERN ist IMHO das Zauberwort, egal ob oben oder unten, Hauptsache weit weg. In meinen DN-Zeiten konnten ich das sehen, wie Simmerl schon sagte, da spritzt es geradezu aus den Waben. Immer am meisten bei den Fluglochnahen Waben.

BernhardHeuvel
28.03.2007, 12:00
Wie ich schon schrieb, wäre eine Beobachtung der Flußwege im Stabilbau zum Vergleich dahingehend wertvoll, um Änderungen/Modifikationen durch Mobilbau und Fluglochverlagerung festzustellen. Die Ergebnisse würden dann hier http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=11569 wieder einfließen können.

Also jetzt theoretisch gesehen: Im Stabilbau wandert das Brutnest von oben nach unten, die Zellen werden von oberhalb des Brutnestes aufgefüllt. Unten im neuen Bau wird ungern eingelagert (weil die Bienen da brüten wollen?), so daß eine Zwischenlagerung eventuell entfällt. Wenn diese Zwischenlagerung aber entfällt, was hat diese Zwischenlagerung für einen Effekt? Was wird noch mit von unten nach oben verlagert? Könnte... :wink:

Bernhard

Drohn
28.03.2007, 15:11
@Bernhard:Das hängt doch nicht mit dem Stabilbau zusammen sondern dort wo das Flugloch ist!
Bitte unterlasst es den Kunden zu erzählen, dass Honig aus bebrüteten Waben dreckig sei oder von minderer Qualität. Es entspricht nicht der Wahrheit! Im Wachs spiegelt sich der Jahreslauf und der Lebenslauf des Biens! Ich würde sogar behaupten dass Honig aus dem Brutnest wertvoller ist!!
Garantiert, denkt doch einmal!!
Der
Drohn

P.S.: habe über 10 Jahre Stabilbauerfahrung :) in fast allen Körben und anderen "Höhlen"

sabi(e)ne
28.03.2007, 16:30
Bitte unterlasst es den Kunden zu erzählen, dass Honig aus bebrüteten Waben dreckig sei oder von minderer Qualität.
Das tue ich auch nicht.
Ich betone lediglich, daß MEIN Honig aus unbebrüteten Waben kommt.
Und mag ja sein, daß ein Anteil von dem Muffgeschmack wertvoller wäre, aber: ich mag das nicht.
Bäh.
Und ich HABE schon Stöcke gesehen, von denen ich kein Gramm Honig essen würde....:eek:

Thomas Hädrich
28.03.2007, 21:37
Hallo Reiner und Simon und die Anderen,

an der Zwischenlagerung des Nektars im Brutraum habe ich ernste Zweifel:
1. Es ist doch kaum Platz für diese Mengen an Nektar vorhanden, alles voller Brut, Pollen und Futtervorräte.
2. Alle Untersuchungen sprechen von eine direkten Übergabe des Nektars der Sammlerinnen an die Stockbienen. Und das sind viele und die können laufen. Das kurze Lagern unten ist nicht nachvollziehbar.

Unten wird frischer Nektar eingetragen, klar. Der liegt dort aber bereit zum Verfüttern. Futtersaft ist besser aus dünnflüssigem Nektar zu bereiten als aus eingedicktem.

Zweifelnd, Thomas

sabi(e)ne
28.03.2007, 21:47
:-D Hallo, Thomas,
ganz genauso!
Wo sollte der ganze Raps- oder sonstige Massentrachtnektar denn hin?
Nur geht der ganze Laufverkehr mitten durchs Brutnest (sagt nicht nur Walt) und deshalb kommt es auf fluchtende Wabengassen von oben bis unten an.
(Dadant-HR im rechten Winkel aufgesetzt zählen als fluchtend8-))
Wenn die Transportmädels Umwege laufen müssen, gibt es Chaos und Verzögerungen, und der Nektar wird schließlich irgendwo verzettelt abgelegt. Scheint dann wieder ein Kommunikationsproblem zu sein, Dickwaben parallel zu BR-Waben bringen aber weniger, weil die Gassen nicht passen...

Drohn
29.03.2007, 07:43
Da kommt mir die Frage ob das auch Nektar ist?
Könnte das nicht schon wieder verdünnter Honig sein, also Honig der schon enzyminiert wurde und dann dort um die Brut zur Versorgung abgelegt wurde. Gibt es dazu Untersuchungen?

Überlegt
der Drohn

Simon Angerpointner
29.03.2007, 08:03
Morgen zusammen,

meiner Ansicht nach, wird er mit Sicherheit dort zwischengelagert.
Das sind doch solche Massen oft, die kann das ganze Volk nicht für die Aufzucht aufbrauchen.
Hier im Brutraum wird er schon mal vorgetrocknet und kommt dann pö a pö nach oben und auch vorbearbeitet, wie uns das Pärli schon sagte.
Ich behaupte, daß der meiste Nektar, der untertags hier zwischengelagert wurde, erst in der Nacht nach oben kommt.
Aber vielleicht bin ich auch falsch dran, da sollte mal ein Fachmann ran.

Machen wir doch mal eine Verkostung, um das ganze mal von einem anderen
Blickwinkel zu sehen.
Reiner, Sabiene und ich, wir bekommen Wabenhonig und Perga im Jungfernwachs serviert, unsere Bärli kriegts in 3 Jahre altem Wabenbau.
Schau mer mal, wie ihm das schmeckt.

Die Korbimker und Zeidler schnitten doch die Honigwaben immer von einer anderen Stelle ab als im Jahr zuvor. So konnten doch die Waben nur max.
eine Brutsaison mitgemacht haben. Oder bin ich da falsch dran?

Gruß Simmerl

sabi(e)ne
29.03.2007, 08:34
Moin, Simon,
den einzigen Grund für eine Zwischenlagerung könnte ich mir vorstellen, wenn oben nicht genug Platz wäre, und erst noch gebaut werden muß.
Das wäre dann aber nicht der Normalfall.
Meine Beobachtungen aus den letzten beiden Jahren gehen eher dahin, daß im wahrsten Sinn des Wortes vorgebaut wird, die Taktik mit 2 halben HR mehr als nötig scheint also zu funktionieren.
Da ist dann der oberste leer, darunter wird gebaut, und noch eins tiefer wird eingetragen.
Halt wie Wolkenkratzer gebaut werden...:wink:

Simon Angerpointner
29.03.2007, 09:08
Hi,

@Sabi, das hat mit dem Platz oben, meines Dafürhaltens nichts zu tun,
da kann Platz oben ohne Ende sein, sie werdens trotzdem zuerst in jede freie Zelle im Brutraum einlagern. So nach dem Motto Zeit ist Geld.
Die Sammlerinnen wollen ja so schnell wie möglich wieder weg und geben den Nektar gleich den Stockbienen weiter.
Hier wird ja auch getanzt und nicht nur probiert.
Ein Marktplatz eben.

Gruß Simmerl

sabi(e)ne
29.03.2007, 09:20
Naja, Simon,
von welcher Zeit reden wir denn hier?
Vor-Schwamzeit? = Großtankstelle anlegen und Mama am Legen hindern.
Herbst? = Brutnest langsam schließen...

Simon Angerpointner
29.03.2007, 10:11
Hi,

z.B. Löwenzahn wenn Massentracht.

Gruß Simmerl

Drohn
29.03.2007, 18:11
Hi,

@Sabi, das hat mit dem Platz oben, meines Dafürhaltens nichts zu tun,
da kann Platz oben ohne Ende sein, sie werdens trotzdem zuerst in jede freie Zelle im Brutraum einlagern. So nach dem Motto Zeit ist Geld.
Die Sammlerinnen wollen ja so schnell wie möglich wieder weg und geben den Nektar gleich den Stockbienen weiter.
Hier wird ja auch getanzt und nicht nur probiert.
Ein Marktplatz eben.

Gruß Simmerl
Das kommt mir irgendwie zuvermenschlicht vor, oder?

Der
Drohn

Drohn
29.03.2007, 18:14
Und wie steht es dann mit dem kostbaren Nachschwarm, ist der ein Unfall??

kratzt sich
der
Drohn

mehl07
30.03.2007, 06:29
Hallo,
ein großer Teil des Nektars wird im Brutraum zwischengelagert.
Oft hängen die Bienen den Nektar auch an die Oberseite von Zellen mit Eiern oder kleinen Maden.
Da wo die Stockluft am stärksten erwärmt wird, kann sie die meiste Feuchtigkeit aufnehmen.
Außerhalb des Kernbereichs eines Volkes, beispielsweise auf Randwaben im Honigraum nehmen Nektar oder Honig manchmal sogar nachträglich noch Feuchtigkeit auf, wenn es Wetterrückschläge gibt und die Waben nicht mehr so stark belagert werden.
Viele Grüße Hermann

Simon Angerpointner
30.03.2007, 08:25
@Na Meister Petz,

woher stammt wohl die Vermenschlichung des Imp?
Kommt die nicht aus Deiner Ecke?

Erhebt sich doch sogleich die Frage:
Sind wir Imker zu verbient?

Gruß Simmerl

Lothar
31.03.2007, 20:25
Hallo Zusammen,
wo ist denn genau bei absperrgitterfreier Völkerführung die Grenze zwischen Honig- und Brutraum???

Fluglochfern eingelagerter Honig hat als künftiger Wintervorrat weniger Wassergehalt.
Bis dahin muß er noch durch viele Bearbeitungen, um diesen Wassergehalt zu erlangen.
Das ist ein Grund für die brutnestnahe Zwischenlagerung.
Weil es da auch wärmer ist, läßt sich der Nektar dort auch besser umarbeiten.
Die Versorgung der Brut mit diesem Nektar/Honig ist ein weiterer Grund.
Gerade wenn wie so oft folgendes passiert:
Das Wetter schlägt mal wieder um, bien kann nicht ausfliegen.
Dann wird der brutnahe Vorrat für die Brut verwendet.
Eine Art Versicherung .
Wenn nicht gebraucht, kann bien ja immer noch umtragen.

Viele Grüße
Lothar

Simon Angerpointner
03.04.2007, 08:34
Hi,

ich will ja die Sache nicht mehr aufwärmen, aber die Sache mit dem
Flugloch oben, blieb bis jetzt unbeantwortet.

Weiß denn darüber wirklich keiner was?

Müssen wirs ausprobieren!
Tragen sie dann den Nektar logischerweise gleich in den HR, wenn ich das Flugloch im HR habe und unten geschlossen habe.
Besiedeln sie vielleicht sogar den HR schneller, weil sie ja über diesen
kommen und gehen müssen?
Was machen sie mit den Toten, die müssen sie ja dann über 2 oder 3 Etagen
hochschleppen oder ist ihnen das zu anstrengend und sie lassen sie einfach liegen?

Wir wissen ja, es gibt richtige Saubären unter den Völkern, die ihre Wohnung nie putzen und wiederum andere, bei denen es wie geschleckt aussieht,
von denen man nachziehen sollte, wg. der Hygiene usw.(V.Problem).

Wenn ich nun das Flugloch oben habe und der Boden doch sauber bleibt,
hätt ich dann nicht ein eindeutiges Indiz, für eine besonders "saubere"
Biene, wenn sie schon diese Anstrengungen aufsich nehmen, mit dem hochschleppen der Toten?

Fragen über Fragen,
Gruß Simmerl

wald&wiese
24.07.2011, 18:32
Aus: Deutsches Bienenjournal 8/2011 S. 4 (340):

"Bebrütete Waben: Viele Imker glauben, dass aus dunklen Waben dunkler Honig fließt. Das stimmt nicht. Wissenschaftler der österreichischen Arbeitsgemeinschaft Bienenforschung um Prof. Hermann Pechhacker stellten eine Farbreihe auf, anhand derer sich die Honigfarben messen ließen. Versuchsvölker wurden in eine ergiebige Robinientracht gestellt, um die Proben vergleichbar zu machen. Proben aus Naturbauwaben bis hin zu extrem alten und dunklen Waben kamen zur Untersuchung. Der Versuch ergab ein eindeutiges Ergebnis: Der Wabenzustand hat keinen Einfluss. Honige aus dunklen Waben zeigen keine Farbunterschiede zu jenen aus Jungfernwaben. Alle Proben entsprachen in Farbe, Konsistenz und Geschmack den sensorischen Vorstellungen für Robinienhonig. [Nicole Schmall]"

Kennt jemand die Originaldaten?

Radix
24.07.2011, 21:51
Hab`s auch gelesen.
Das sagt aber noch nichts über die Hygiene aus.

Lothar
24.07.2011, 21:51
Hallo Miteinander,
kein Unterschied - bei gemeinsamer Schleuderung?
Mutmaßt
Lothar

Ribbecker
25.07.2011, 07:57
Ich geb´s zu, ich habe gesündigt. Nach meiner Umwohnaktion von Langstroth auf Dadant hatte ich 15 ehemalige Brutwaben, randvoll mit Honig. Ich habe sie nach langem Überlegen separat geschleudert. Der Honig ist etwas dunkler (ich vermute, dass Propolis doch etwas färbenden Einfluss hatte, immerhin war es dieselbe Tracht). Und jetzt kommt´s: Der schmeckt um Längen besser als der aus den Honigwaben. Die Analyse des Instituts ergab etwas Verunreinigung, ansonsten einwandfrei, DIB-Qualität. Selbstverständlich bleibt der nur für den Eigenverbrauch, sowas verkaufe ich nicht. Aber lecker ist der...

luxnigra
25.07.2011, 08:35
dieser Honig ist eigentlich wertvoller, und haltbarer, wegen dem Propolisanteil. (Pfarrer Keiser, Luxemburg, 1965)

SilviaS
30.10.2011, 09:19
Habe gestern auf dem Honigseminar von Dr.Horn gelernt, dass die Bienen den eingetragenen Honig zwecks besserer Trocknung immer im BR zwischenlagern, 1-3 Tage, und dann erst in den Honigraum umtragen. Sie bräuchten somit auch immer genügend Platz dafür im BR.
Das würde ja heißen, dass eine Trennung BR und HR gar nicht stattfinden kann. Wie passt das zur den guten Erträgen bei eng gehaltenen Brutnestern in Dadant.

Schon wieder Verwirrung,
Silvia

Radix
30.10.2011, 09:39
...immer im BR zwischenlagern, 1-3 Tage, und dann erst in den Honigraum umtragen.

Hi, ich denke, daß es schon einen Unterschied macht, ob er 3 Tage oder langfristig in den Zellen bleibt.
Außerdem wird er ja bei der Umtragung "in" den Bienen wieder hygienisiert,

mutmaßt Hardy.

Drohn
30.10.2011, 10:40
... Wie passt das zur den guten Erträgen bei eng gehaltenen Brutnestern in Dadant.
...

Garnicht, denn der Horn imkert in Zander ohne dem Pressen des Brutnestes.

SilviaS
30.10.2011, 11:46
D.h. wenn kein Platz im BR wird auf Zwischenlagerung verzichtet?

Gruß,
Silvia

thomym33
01.11.2011, 22:56
Hi,
in der ganzen Diskusionsrunde fehlt noch der Fakt, dass zum Waben-Neubau Honig verbraucht wird und dass dieser dann in der gesammt Bilanz fehlt.
Der Weg zur alten Schwarte im Honigraum wurde durch die Einfürhung der mobilen Wabe geebnet weswegen ich diese Aussage einfach nur daneben finde:

Wald&Wiese schrieb: Zum Thema "Honig aus bebrüteten Waben" ist heute im "Fragen und Antworten"-Teil des "Deutschen BienenJournals" (4/2007, Seite 30) von J. Radtke, LIB Hohen Neuendorf, eine Antwort gegeben worden.

Möchte nur die ersten beiden Sätze zitieren:
"Es ist schon erstaunlich, welche Blüten manche Philosophie treibt. Honig soll minderer Qualität oder gar ungenießbar sein, weil er aus bebrüteten Waben stammt? Die jahrhundertelange Nutzung des Honigs als göttliche Speise oder gar als Naturheilmittel spricht eindeutig dagegen......."

Vor hunderten von Jahren war auch noch das Wachs mehr wert als der Honig... Der Wabenwechselgeiz kam erst mit der Nachkriegsgeneration.. nur die waren komischerweise auch die .. die es zuerst erkannten und änderten (außer ein paar wehnige)
.... das Auge isst mit und eine hellgelb schimmernde .. weiß Verdeckelt Wabe... zieht mann doch gern aus dem Honigraum! oder??