Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cremehonig und der DIB
Hans Kamann
07.01.2002, 21:13
Vielfach wurde im "alten" Stammtisch die Herstellung von Cremehonig diskutiert. Ich habe an einer Honigprämierung teilgenommen und mein Honig bekam eine Abwertung wegen "Überrührung". Der Honig wurde eine Woche lang jeden Tag ca. 5 Minuten langsamlaufend gerührt. Ich frage mich, wie man "überrührten" Honig feststellen kann und was daran negativ sein soll.
Hans Kamann
07.01.2002, 21:13
Vielfach wurde im "alten" Stammtisch die Herstellung von Cremehonig diskutiert. Ich habe an einer Honigprämierung teilgenommen und mein Honig bekam eine Abwertung wegen "Überrührung". Der Honig wurde eine Woche lang jeden Tag ca. 5 Minuten langsamlaufend gerührt. Ich frage mich, wie man "überrührten" Honig feststellen kann und was daran negativ sein soll.
Helmut Eberle
09.01.2002, 17:12
Sinn und Zweck des Rührens ist, dass der Honig "streichfest" bleibt. Würde man ihn natürlich auskristallisieren lassen, könnte es bei den Blütenhonigen passieren, dass sie anschließend so hart sind, dass man sie fast nicht mehr aus dem Glas bekommt (abhängig von der Fähigkeit zu kandieren. Bei Löwenzahn- und Rapshonig beispielsweise sehr schnell). Daher wird versucht, die sich bildenden Kristalle zu zerstören, so dass sich keine großen, kompakten Gebilde entwickeln können (die dann das Festwerden verursachen würden). Das Rühren wird täglich ca. 10 Minuten mehrmals wiederholt, bis der Honig so steif ist, dass er sich noch Abfüllen lässt (perlmuttähnliche Farbe; er beginnt Schlieren zu ziehen). Das ist nach etwa 3 bis 4 Tagen der Fall. Drehbereich des Rührwerkes bei 50-100 Umdrehungen/Min.
Wird dieser Moment übergangen, wird der Honig eher zu einem "Brei" als zur streichfähigen "Masse". Außerdem leidet die Optik darunter. Qualitätseinbußen der Inhaltsstoffe sind aber nicht zu befürchten.
Da der DIB auch das Aussehen bewertet gab es wohl den Punktabzug.
Helmut Eberle
09.01.2002, 17:12
Sinn und Zweck des Rührens ist, dass der Honig "streichfest" bleibt. Würde man ihn natürlich auskristallisieren lassen, könnte es bei den Blütenhonigen passieren, dass sie anschließend so hart sind, dass man sie fast nicht mehr aus dem Glas bekommt (abhängig von der Fähigkeit zu kandieren. Bei Löwenzahn- und Rapshonig beispielsweise sehr schnell). Daher wird versucht, die sich bildenden Kristalle zu zerstören, so dass sich keine großen, kompakten Gebilde entwickeln können (die dann das Festwerden verursachen würden). Das Rühren wird täglich ca. 10 Minuten mehrmals wiederholt, bis der Honig so steif ist, dass er sich noch Abfüllen lässt (perlmuttähnliche Farbe; er beginnt Schlieren zu ziehen). Das ist nach etwa 3 bis 4 Tagen der Fall. Drehbereich des Rührwerkes bei 50-100 Umdrehungen/Min.
Wird dieser Moment übergangen, wird der Honig eher zu einem "Brei" als zur streichfähigen "Masse". Außerdem leidet die Optik darunter. Qualitätseinbußen der Inhaltsstoffe sind aber nicht zu befürchten.
Da der DIB auch das Aussehen bewertet gab es wohl den Punktabzug.
Morgenstern
09.01.2002, 23:02
Helmut Eberle schrieb am 2002-01-09 17:12 :
Sinn und Zweck des Rührens ist, dass der Honig "streichfest" bleibt. perlmuttähnliche Farbe; er beginnt Schlieren zu ziehen)
Das ist mir bekannt und ich behandle den Honig so.
Wird dieser Moment übergangen, wird der Honig eher zu einem "Brei" als zur streichfähigen "Masse".
Das muss ich mal ausprobieren, kenn ich noch nicht. Kann mir auch nicht vorstellen ,wie dann der Honig aussieht.
Morgenstern
09.01.2002, 23:02
Helmut Eberle schrieb am 2002-01-09 17:12 :
Sinn und Zweck des Rührens ist, dass der Honig "streichfest" bleibt. perlmuttähnliche Farbe; er beginnt Schlieren zu ziehen)
Das ist mir bekannt und ich behandle den Honig so.
Wird dieser Moment übergangen, wird der Honig eher zu einem "Brei" als zur streichfähigen "Masse".
Das muss ich mal ausprobieren, kenn ich noch nicht. Kann mir auch nicht vorstellen ,wie dann der Honig aussieht.
Andreas Hoppe
12.01.2002, 12:55
Hallo Hans!
Ich kann dem beitrag von helmut nur zum teil beipflichten. Wenn du deinen honig mehrmals täglich 10 min. rührst wirst du ihn bestimmmt überrühren. Es kommt auf die größe deiner honiggebinde an, bei einem hobock genügen 2xtäglich 5 min.,bei den handelsüblichen 10liter eimern 2 min.
Der richtige zeitpunkt zum abfüllen ist wenn
dein honig beginnt einen schweif zu ziehen was bei der frühtracht meist nach 3 tagen einsetzt. Den honig den du beim abschleudern erntest braucht meist 1 woche, du kannst um ein überrühren zu umgehen ihn am anfang nur einmal rühren nach 3-4 tagen beginnst du ihn 2 mal zu rühren. Ich benutze dazu eine bohrmaschiene und eine handelsübliche honigrührspirale.Wie helmut es schon gesagt hat dient das rühren nur dazu die kristale zu brechen und den honig fein kristalin zu bekommen.
Mit imkerlichem guß
Andreas Hoppe
Andreas Hoppe
12.01.2002, 12:55
Hallo Hans!
Ich kann dem beitrag von helmut nur zum teil beipflichten. Wenn du deinen honig mehrmals täglich 10 min. rührst wirst du ihn bestimmmt überrühren. Es kommt auf die größe deiner honiggebinde an, bei einem hobock genügen 2xtäglich 5 min.,bei den handelsüblichen 10liter eimern 2 min.
Der richtige zeitpunkt zum abfüllen ist wenn
dein honig beginnt einen schweif zu ziehen was bei der frühtracht meist nach 3 tagen einsetzt. Den honig den du beim abschleudern erntest braucht meist 1 woche, du kannst um ein überrühren zu umgehen ihn am anfang nur einmal rühren nach 3-4 tagen beginnst du ihn 2 mal zu rühren. Ich benutze dazu eine bohrmaschiene und eine handelsübliche honigrührspirale.Wie helmut es schon gesagt hat dient das rühren nur dazu die kristale zu brechen und den honig fein kristalin zu bekommen.
Mit imkerlichem guß
Andreas Hoppe
honigmayerhofer
12.01.2002, 13:15
Hallo liebe Stammtischler,
ich habe mit dem cremig gerührtem Honig nur beste Erfahrungen gemacht, sogar bei uns in Niederbayern, wo keiner den Blütenhonig will, lässt sich dieser sehr gut verkaufen. Natürlich ist einige Überzeugung der Kunden vorher nötig, da den Kunden bisher immer dieser grießkörnige Blütenhonig, der noch dazu total aushärtet, verkauft wurde. Ich habe heuer bzw. voriges Jahr selber einige Tests machen können, wenn der Blütenhonig durch den Melitherm läuft, dauert es nur kurze Zeit, dann hat der Kunde in seinem Honigglas diese grobe grießkörnige Pampe. Am besten ist das Honigrühren nach der Ernte. Ich habe ca. 4 -5 Tage jeden Tag so 3 - 5 Minuten gerührt, bis der Honig dann zu hart wurde. Nach dem "Auftauen" beim Abfüllen und einem nochmaligem kurzem Rühren blieb dieser wirklich bei Zimmertemperatur schön streichfähig und sieht auch optisch nach etwas aus. Ich hatte auch einige Kübeln, die ich nach der Schleuderung nicht gerührt habe, diese musste ich jetzt zum Verkauf aufrühren, was aber nicht mehr so einfach ist wie nach der Ernte, da erstens die Konsistenz nicht mehr so erreicht wird und zweitens ich mit erheblich mehr Touren meines Rührgeräts den Honig rühren muss, um zu einem Erfolg zu kommen.
Faszit für mich: Ich rühre in Zukunft immer nach der Ernte und biete auch meinen Kunden nur noch gerührten Honig an, um Reklamationen wegen Grießkörnigkeit oder Steifheit des Honigs im Glas, aus dem Weg gehe, zusätzlich weise ich auch darauf hin, dass der Honig nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur gelagert werden soll.
:wink:
honigmayerhofer
12.01.2002, 13:15
Hallo liebe Stammtischler,
ich habe mit dem cremig gerührtem Honig nur beste Erfahrungen gemacht, sogar bei uns in Niederbayern, wo keiner den Blütenhonig will, lässt sich dieser sehr gut verkaufen. Natürlich ist einige Überzeugung der Kunden vorher nötig, da den Kunden bisher immer dieser grießkörnige Blütenhonig, der noch dazu total aushärtet, verkauft wurde. Ich habe heuer bzw. voriges Jahr selber einige Tests machen können, wenn der Blütenhonig durch den Melitherm läuft, dauert es nur kurze Zeit, dann hat der Kunde in seinem Honigglas diese grobe grießkörnige Pampe. Am besten ist das Honigrühren nach der Ernte. Ich habe ca. 4 -5 Tage jeden Tag so 3 - 5 Minuten gerührt, bis der Honig dann zu hart wurde. Nach dem "Auftauen" beim Abfüllen und einem nochmaligem kurzem Rühren blieb dieser wirklich bei Zimmertemperatur schön streichfähig und sieht auch optisch nach etwas aus. Ich hatte auch einige Kübeln, die ich nach der Schleuderung nicht gerührt habe, diese musste ich jetzt zum Verkauf aufrühren, was aber nicht mehr so einfach ist wie nach der Ernte, da erstens die Konsistenz nicht mehr so erreicht wird und zweitens ich mit erheblich mehr Touren meines Rührgeräts den Honig rühren muss, um zu einem Erfolg zu kommen.
Faszit für mich: Ich rühre in Zukunft immer nach der Ernte und biete auch meinen Kunden nur noch gerührten Honig an, um Reklamationen wegen Grießkörnigkeit oder Steifheit des Honigs im Glas, aus dem Weg gehe, zusätzlich weise ich auch darauf hin, dass der Honig nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur gelagert werden soll.
:wink:
Werner Egger
13.01.2002, 11:21
Hallo miteinander
Vielleicht ist es manchmal ganz gut wenn man sich nicht so viele Gedanken macht und in der Not zu einfachsten Mitteln greift.
So ist das bei mir der Fall gewesen. Als Anfänger bin ich durchaus nicht komplett ausgestattet. Vor allem habe ich keine Möglichkeit mit technischen Hilfsmitteln zu Rühren.
Somit ging ich wie folgt vor:
Ich taute den steinharten und bis dahin ungerührten Honig auf. Ich wartete allerding nicht bis er komplett flussig war, sondern verührte den dann weichen Kern mit dem flüssigen Honig mit Hilfe eines Kochlöffels bis der Eimerinhalt eine gleichmäßige Farbe und Konsistenz hatte.
Dann wurde dieser abgefüllt. Der Honig wurde zwar wieder fester, bleibt aber immer feincremig und streichfähig. Selbst nach mehrer Wochen habe ich vor kurzen ein Glas abgefüllt.
Ich werde auch in Zukunft so verfahren, es ist zeit-, material- und kostensparend. Eine Überrühren findet garantiert nicht statt, die Arme sagen einem eindeutig wenn der Honig genug gerührt ist.
Meine Frau hat in getestet und für gut befunden, das bedeutet was! :smile:
mfg
Werner Egger
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Werner Egger am 2002-01-13 21:39 ]</font>
Werner Egger
13.01.2002, 11:21
Hallo miteinander
Vielleicht ist es manchmal ganz gut wenn man sich nicht so viele Gedanken macht und in der Not zu einfachsten Mitteln greift.
So ist das bei mir der Fall gewesen. Als Anfänger bin ich durchaus nicht komplett ausgestattet. Vor allem habe ich keine Möglichkeit mit technischen Hilfsmitteln zu Rühren.
Somit ging ich wie folgt vor:
Ich taute den steinharten und bis dahin ungerührten Honig auf. Ich wartete allerding nicht bis er komplett flussig war, sondern verührte den dann weichen Kern mit dem flüssigen Honig mit Hilfe eines Kochlöffels bis der Eimerinhalt eine gleichmäßige Farbe und Konsistenz hatte.
Dann wurde dieser abgefüllt. Der Honig wurde zwar wieder fester, bleibt aber immer feincremig und streichfähig. Selbst nach mehrer Wochen habe ich vor kurzen ein Glas abgefüllt.
Ich werde auch in Zukunft so verfahren, es ist zeit-, material- und kostensparend. Eine Überrühren findet garantiert nicht statt, die Arme sagen einem eindeutig wenn der Honig genug gerührt ist.
Meine Frau hat in getestet und für gut befunden, das bedeutet was! :smile:
mfg
Werner Egger
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wald&wiese
06.02.2002, 17:32
Chremiger Honig verkauft sich bedeutend besser, als fester.
Das Rühren ist doch eine zeitaufwendige Sache. Bei der Suche nach Alternativen bin ich auf Honigpumpen gekommen. Deshalb meine Frage: wer hat Erfahrungen mit dem Umpumpen von Honig, speziell der Honigabfüll- und
Pumpenanlage "fill up" der Fa. Weiland Werkzeugbau. Wird der Honig durch das Umpumpen so cremig, wie durch rühren? Die Anschaffung solch einer Pumpe ist doch mit viel Geld verbunden, deshalb würde ich mich über Erfahrungsberichte mit Honigpumpen freuen.
MfG
Gerold Wustmann
Andreas Hoppe
06.02.2002, 19:54
Hallo!
Ich kann nur einen wärmeschrank empfehlen.
Es ist die kostengünstigste variante und
man vermeidet ein überhitzen. Ich stelle immer eine kiste honiggläser einen tag hinein
und mein honig den ich verkaufe ist immer cremig. Ein guter platz für honig ist auch
die zentralheizung. Die luftfeuchte ist dort meist sehr gering, der kessel ist meist in waage und eine grundwärme ist immer vorhanden. Es darf dort auf keinen fall nach
öl riechen weil sich sonst der geruch auf den honig überträgt.
Mit inmkerlichem gruß
Andreas Hoppe
Fritz Eder
28.03.2002, 10:11
Liebe erfahrene Imkerkollegen!
Als Neuimker (ich bekomme demnächst meine ersten drei Völker!) habe ich zwar viel Theorie aber praktisch überhaupt keine Erfahrung.
Im Kurs haben wir gelernt, daß man zur Bereitung von Cremehonig mit einem bereits fertigen Cremehonig "impfen" soll.
Das hat in obigen Beiträgen niemand erwähnt.
Bringt das ohnehin nichts?
Frohe Ostern wünscht
Fritz
Thomas Hädrich
03.04.2002, 11:09
Das Impfen will auch gelernt sein. Man soll mit einem sehr feincremigen Honig mit einer Menge von etwa 10% (oder mehr ihr Fachleute?) impfen.
Mein bisher einziger Versuch verlief nicht überzeugend. Ich hatte deutlich weniger als 10% Impfhonig genommen, dadurch wurden zu wenig Keime zugesetzt und der Honig wurde gröber als ohne eine Impfung (der Prozess des Kristallisierens verlief aber, wie gewollt, schneller als ohne Impfung). Auch möchte ich eine Honigvielfalt haben (also ernte ich häufiger), die durch den Impfonig verflacht würde.
Hans Kamanns Frage vom Anfang möchte ich wiederholen: Wodurch zeichnet sich "überrührter" Honig aus?
Thomas
Andreas Hoppe
03.04.2002, 13:15
Hallo Thomas!
Überrührter honig setzt sich ab.
Du bekommst oben eine dünne schicht und unten setzt sich der zucker ab (trüb).
Er sieht aus wie gäriger honig.
Das rühren bewirkt das brechen der kristalle. Wo viele Tausend kleine kristalle sind können sich keine großen mehr bilden weil sie kein platz mehr haben. Welche keime bilden sich in deinem honig die ein grob oder feinkristalinen honig bewirken??
Fein kristaliner honig meist frühtracht wird
gut gerührt und leicht erwärmt(verflüssigt). Im verhältnis 1:10 wird er gründlich unter den zu behandelden honig gemischt.
Der gesammte honig wird nun fein kristalin und bei einer lagerung um die 15 grad bleibt er das auch. Nachdem ich ihn in eimer abgefüllt habe ziehe ich eine dünne folie
( von der rolle aus dem lebensmittel markt)
über den eimer, anschließend kommt der deckel drauf und der honig in den keller.Die folie dichtet den eimer zusätzlich ab und der honig zieht kein wasser mehr.
Mit imkerlichem gruß
Andreas
Thomas Hädrich
04.04.2002, 09:08
Hallo Andreas,
das war endlich eine Auskunft zu überrührtem Honig. Im Moment kann ich sie vom Kristallisationsvorgang her noch nicht nachvollziehen, wird aber noch.
Wenn Du den Honig impfst - rührst Du danach noch oder wird er nicht mehr behandelt?
Zum "Brechen der Kristalle": Es ist ein altes Märchen. Zuckerkristalle lassen sich durch so geringe Scherkräfte, wie sie beim Rühren entstehen, einfach nicht zerbrechen. Durch das Rühren wird der Anlagerungsprozeß der Zuckermoleküle an vorhandene Kristalle und Keime (Verunreinigungen, kleine Kristallite) gestört. Es wird somit das Wachstum großer Kristalle verhindert. Du hast doch als Kind bestimmt schon mal Kandiszucker hergstellt - einen Faden in ein Glas mit gesättigter Zuckerlösung gehalten und die Lösung verdunsten lassen. Wenn die Lösung schön ruhig stand bekamst Du große Kristalle, warst Du neugierig und hast dauernd am Glas gewackelt gab es nur kleine Kristalle.
Viele Grüße, Thomas
Andreas Hoppe
04.04.2002, 09:52
Hallo Thomas!
Nachdem du den geimpften honig gut durchgerührt hast brauchst du ihn nicht weiter zu behandeln.
Mit imkerlichem gruß
Andreas
Detlef Horn
04.04.2002, 10:27
Muss man ein Rührgerät haben? Ich habe ihn bisher immer mit einenm Handrührgerät, ähnlich einem Quirl gerührt, und bisher hat sich noch niemand beschwert. Ich habe festgestellt, dass der richtige Zeitpunkt zum Abfüllen (Honigfarbe und Konsistenz verändert sich) wichtig ist.
Von Auftauen zu Abfüllen u.ä. halte ich nicht viel,da immer die Gefahr zu starken Erwämens gegeben ist.
honigmayerhofer
04.04.2002, 14:42
Man muss nicht unbedingt ein Rührgerät haben, obwohl die Vorteile gegenüber einem Handrührgerät eindeutig überwiegen. Um 500 € (minus 30 % Zuschuss in Bayern) bekommt man schon ein vernünftiges Kleinrührgerät, für ein langsam laufendes "Handrührgerät" muss man auch schon die Hälfte "hinblättern".
Andreas Hoppe
04.04.2002, 19:33
Hallo!
Ich rühre meinen honig seit jahren mit einer
im bienenfachhandel erhältlichen spirale.
Auch habe ich mir eine bohrmaschiene zugelegt
die ich NUR dafür benutze.
Die bormaschiene solte nicht unter 800 watt
haben ansonsten besteht die gefahr das sie durchbrennt.
In den baumärkten gibt es oft zementrührgeräte im angebot,auch diese eignen
sich hervorragend. Auf jeden fall ist es eine billige alternative.
Mit imkerlichem gruß
Andreas
Thomas Hädrich
05.04.2002, 10:17
Honig ist ein Lebensmittel - also aufgepaßt mit den Geräten, die da hineinkommen und in die er gefüllt wird. Eine Edelstahlspirale ist schon das Günstigste. So ein Zementrührer, möglichst noch lackiert - das gibt abgeplatzte Farbe im Honig, Eisen soll auch nicht mit Honig in Berührung kommen.
Grüße, Thomas
Hallo,
Thomas, Andreas hat nicht von einem Zementmischstab (oder Fliesenklebermischstab) gesprochen. Er hat ausdrücklich erwähnt das er eine "im Bienenfachhandel erhältliche Spirale" verwendet - ich gehe davon aus das diese aus Edelstahl ist. Andreas hat von einem "Zementrührgerät" gesprochen und nicht von einer Betonmischmachine. Ein "Zementrührgerät" ist normalerweise eine extrem langsam laufende, nennen wir es mal "Bohrmaschine", mit genügend Motorleistung, einer extremen Untersetzung (extrem im Vergleich zu einer normalen Bohrmachine) und zwei richtig großen langen Griffen um die Machine auch richtig festhalten zu können. So eine ist in Billigangeboten schon unter 100€ zu bekommen, manchmal sogar schon um die 50€.
So habe ich es verstanden. Bitte lasst es mich wissen wenn ich mich irren sollte.
Gruß
Franz
Andreas Hoppe
05.04.2002, 12:04
Hallo Franz!
Danke für die schöne umschreibung, du hast es richtig verstanden, genau so wie du es beschrieben hast habe ich es gemeint.
Ich denke das es nun auch kritiker begriffen haben.
Mit imkerlichem gruß
Andreas
Patrick Weiskorn
21.07.2002, 19:29
Hallo,
Ich verfolge nun schon seit Anfang an, dieses Thema des überrührten Honigs.
Ich muß sagen, das ich mir bis heute nichts unter überrührtem Honig vorstellen konnte.
Heute war aber Jahreshauptversammlung von unserem Imkerverein, und ich habe mal gefragt, was das denn nun sein soll. Wir haben 2 Imkermeister mit dabei, die auch bei den Honigberwertungen mit bewerten.
Überrührter Honig ist Honig, der beim Rühren sehr viel Luft mit untergerührt bekommen hat.
Er wird daher mehr schaumig, wie steife Sahne. Daher setzt sich unten der schwere Honig ab, und oben schwimmt der Schaum: siehe Beitrag Andreas Hoppe.
Einen ersten Minuspunkt bei der Honigbewertung bekommt überrührter Honig allein schon daher, das man nur mit Schwierigkeiten 500 gr. Honig in das Glas bekommt.
Gruß Patrick
_________________
Imker im schönen Lipperland
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Patrick Möbius am 2002-07-21 19:31 ]</font>
Thomas Hädrich
25.07.2002, 08:48
Endlich eine Aussage zum "Überrühren", danke. Schaum zu schlagen schafft man schon mit wenig Rühren.
Dazu eine Beobachtung: Im Imkerfachhandel fand ich Rührspiralen mit Links- und Rechtsgewinde. Ich würde die wählen, die den Honig nach oben zieht (üblicherweise Rechtsgewinde). Wird der Honig nach unten gedrückt kommt Luft mit rein. Einverstanden?
Grüße, Thomas
toyotafan
25.07.2002, 10:31
Hallo Thomas,
das mit dem nach oben ziehen ist schon richtig. Aber es ist auch eine Frage der Drehzahl oder noch genauer der Umfangsgeschwindigkeit am Rührer selbst. Honig ist sehr zäh hat eine hohe Viskosität. Beim Rühren kann der Honigstrom abreisen und dann wird Luft eingebaut, es entsteht eine Emulsion. Das passiert auch wenn die Luft quasi nicht untergerührt wird! Gute Rührvorrichtungen machen das nicht!
eine Handbohrmaschine ist da in der Regel zu schnell oder wenn man zu langsam rührt wie es sich gehört, dann werfen die bald das Handtuch.
Patrick Weiskorn
05.08.2002, 17:11
Hallo Toyotafan
Die Sache mit dem Lufteinziehen in den Honig kann man eine wenig umgehen, wenn man in den Hobbocks viel Honig einfüllt, und noch recht viel Platz über dem Rührpropeller hat.
Falls ich nur kleine Mengen zu Rühren habe, benutze ich halt einen kleinen Hobbock.
Der Rührpropeller sollte nicht im drehenden Zustand bis unter die Honigoberfläche gezogen werden, sondern immer am Boden bleiben.
Ich benutze den Apirecord ( der mit den 2 Propellern ) direkt an einer Bohrmaschine, ohne Getriebe. ( Metabo, 650 W, läuft schon seit 5 Jahren bei mir. Noch kein Motorschaden in Sicht. Benutze ich aber nur zum Honigrühren )
Ich habe sie zwar im Langsamlauf, aber Luft ziehe ich mir auch bei den "hohen" Geschwindigkeiten des Direktantriebs normalerweise nicht mit ein.
Also nicht Bange machen lassen.
So schwierig ist das alles nicht.
Gruß
Patrick
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